Sicherheit · Corigliano-Rossano, Cassano allo Ionio und Cosenza

Bürgermeister Flavio Stasi unter 41 Festgenommenen bei 'Ndrangheta-Operation in Kalabrien

Die Carabinieri haben am 28. Oktober 2026 im Gebiet Sibaritide in Kalabrien 41 Menschen festgenommen, darunter den Mitte-links-Bürgermeister von Corigliano-Rossano, dem ein politisch-mafiöser Wahlpakt im Zusammenhang mit der Kommunalwahl 2024 vorgeworfen wird.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von il Giornale.it, Il Fatto Quotidiano, Open und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Corigliano-Rossano, Cassano allo Ionio, Cosenza, Catanzaro · Italien
Wie es dazu kam
  1. 6.05.Aufgezeichnetes Gespräch zwischen Annibale Matalone, Vincenzo Curia und Antonio Mingrone in einem Restaurant
  2. Juni 2024Kommunalwahl, bei der Flavio Stasi als Bürgermeister bestätigt wurde
  3. Ende Oktober 2026Hinterhalt in Cassano allo Ionio: Partnerin getötet, Damiano Pepe verletzt
  4. 28.10.Carabinieri nehmen 41 Menschen fest, darunter der Bürgermeister und Damiano Pepe

Die Operation

Carabinieri der Spezialeinheit ROS und des Provinzkommandos Cosenza führten am Morgen des 28. Oktober 2026 im Gebiet Sibaritide in Kalabrien eine Anti-'Ndrangheta-Operation durch. Sie nahmen 41 Menschen fest, 24 von ihnen kamen in Haft, 17 in Hausarrest. Die Maßnahmen wurden von einem Ermittlungsrichter (gip) in Catanzaro auf Antrag der Bezirksstaatsanwaltschaft gegen die Mafia (DDA) erlassen. Den Tatverdächtigen werden in unterschiedlicher Kombination Delikte vorgeworfen, darunter mafiöse Vereinigung, Mord, Besitz und Tragen von Schusswaffen, Erpressung, Raub und Diebstahl. Die Liste umfasst zudem die fiktive Zuweisung von Vermögenswerten, Beihilfe zur illegalen Einwanderung und einen politisch-mafiösen Wahlpakt, wobei alle Vorwürfe durch mafiöse Methoden oder Zwecke erschwert werden.

Haftmaßnahmen in der Anti-'Ndrangheta-Operation vom 28. Oktober 2026
In Haft
24
Hausarrest
17

Daten aus dem Artikeltext

Der Bürgermeister und die Wahl 2024

Flavio Stasi, der Mitte-links-Bürgermeister von Corigliano-Rossano, ist unter den Personen im Hausarrest. Il Giornale berichtet, ihm werde ein politisch-mafiöser Wahlstimmentausch vorgeworfen. Nach Angaben der Ermittler dreht sich der Fall um einen mutmaßlichen Deal während der Kommunalwahl im Juni 2024, bei der Stasi als Bürgermeister bestätigt wurde. In der von Richterin Fabiana Giacchetti unterzeichneten Haftanordnung heißt es, er habe von der Stimmenwerbung durch Annibale Matalone profitiert, den die Ermittlungen einem in Rossano operierenden 'Ndrangheta-Clan zuordnen. Im Gegenzug für die Unterstützung seien Matalone und seinen Angehörigen angeblich Stellen bei der Gemeinde, dem Friedhof oder angeschlossenen Einrichtungen versprochen worden. Ein Mittelsmann, Vincenzo Curia, habe den Kandidaten angeblich mit Matalone in Kontakt gebracht. Ein aufgezeichnetes Gespräch in einem Restaurant am 6. Mai 2024 zwischen Matalone, Curia und Antonio Mingrone, etwas mehr als einen Monat vor der Wahl, ist Teil der Rekonstruktion.

Stadtrat und mutmaßlicher Boss

Pietro Lucisano, ein Oppositionsstadtrat, wurde ebenfalls unter Hausarrest gestellt. Il Fatto Quotidiano bezeichnet ihn als Stadtrat von Forza Italia. Die Ermittler beschreiben Damiano Pepe als prominentes Mitglied der Gruppe Abbruzzese-Pepe; er war unter den Festgenommenen. Pepe war bei einem Hinterhalt im Gebiet Lattughelle von Cassano allo Ionio verletzt worden, als mehr als dreißig Schüsse aus Langwaffen, möglicherweise auch aus einem Kalaschnikow, auf das Tor des Hauses des Paares abgegeben wurden, als die beiden zurückfuhren. Seine Partnerin, eine Frau, wurde bei dem Angriff getötet. Pepe wurde ins Krankenhaus von Cosenza gebracht, wo sein Leben nicht in Gefahr ist. Berichte nennen unterschiedliche Daten für den Hinterhalt; Il Fatto Quotidiano gibt den 24. Oktober an.

Stasi und die Bauernproteste

Il Giornale merkt an, dass Stasi wenige Tage vor seiner Festnahme die Regierung Meloni dafür angegriffen hatte, aus seiner Sicht kalabrische Landwirte kriminalisieren zu wollen und den Verdacht krimineller Unterwanderung ihrer Proteste zu schüren. Im Oktober hatte er sich auf die Seite von Landwirten gestellt, die gegen steigende Dieselpreise protestierten. Zu ihrer Verteidigung sagte er:

„Weit entfernt von Kriminellen habe ich die Verzweiflung von Menschen gesehen, die von der Morgendämmerung an arbeiten und ihre Kosten nicht mehr decken können.“

Flavio Stasi

Er bezeichnete seine Unterstützung zudem als politisch und nicht als karitativ:

„Wir standen an ihrer Seite, nicht aus Solidarität, sondern aus politischer Unterstützung.“

Flavio Stasi

Der Bericht von Open hält auch seine Kritik an Ministern fest, die von krimineller Unterwanderung unter südlichen Landwirten sprachen. Bei den Maßnahmen handelt es sich um vorbeugende Haftanordnungen vor jedem Prozess; ein Urteil liegt daher nicht vor, und die Vorwürfe müssen vor Gericht geprüft werden.

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