Der Ermittlungsrichter am Gericht von Ancona ordnete für acht Personen Untersuchungshaft an, fünf weitere müssen mit einer vorbeugenden Vernehmung rechnen – bei insgesamt 51 Beschuldigten.
Der Richter ordnete die Beschlagnahme von Vermögenswerten und Finanzbeteiligungen im Wert von mehr als 57 Millionen Euro an, die mit dem mutmaßlichen System in Verbindung stehen.
Die Ermittler werfen schweren Betrug bei öffentlichen Zuschüssen für den privaten Wiederaufbau vor, wobei Arbeiten an Gruppen mit Verbindungen zur kalabrischen und kampanischen organisierten Kriminalität vergeben worden sein sollen, außerdem Korruption bei öffentlichen Ausschreibungen.
Durchsuchungen und Sicherstellungen von Dokumenten fanden in 13 Provinzen statt, von Ancona und Macerata bis Napoli und Reggio Calabria; rund 230 Angehörige der Guardia di Finanza waren beteiligt.
Die Finanzpolizei in Ancona hat eine Operation mit dem Namen „Ricostruzione“ (Wiederaufbau) durchgeführt. Sie richtet sich gegen ein mutmaßlich illegales System bei Aufträgen im Zusammenhang mit dem Wiederaufbau nach dem Erdbeben von 2016 in Mittelitalien. Die Ermittlungen koordiniert die Anti-Mafia-Direktion (DDA) der Staatsanwaltschaft Ancona, ausgeführt werden sie von der Wirtschafts- und Finanzpolizeieinheit der Guardia di Finanza in Ancona. Sie betreffen zwei Bereiche: private Wiederaufbauarbeiten, die mit öffentlichen Mitteln finanziert wurden, sowie öffentliche Ausschreibungen der Regionalregierung der Marken, von Erdis Marche und der Universität Camerino. Die Ermittler beschreiben den Fall als mehrere getrennte Stränge und nicht als ein einziges System.
Acht Personen wurden in Untersuchungshaft genommen. Es handelt sich um eine vom Ermittlungsrichter des Gerichts von Ancona angeordnete Sicherungsmaßnahme und nicht um ein Urteil. Fünf weitere Personen müssen mit einer vorbeugenden Vernehmung rechnen, einem Schritt, der vor jeder Entscheidung über Maßnahmen gegen sie erfolgt. Insgesamt wird gegen 51 Personen ermittelt. Der Richter ordnete zudem die Beschlagnahme von Vermögenswerten und Finanzbeteiligungen im Wert von mehr als 57 Millionen Euro an. Den Berichten zufolge werden die Beschuldigten schweren Betrugs, der Unterwanderung durch die Mafia und Korruption beschuldigt. Den Berichten ist nicht zu entnehmen, ob sich unter den 51 Beschuldigten Amtsträger der Regionalregierung, der Regionalagentur oder der Universität befinden.
Daten aus dem Artikeltext
Der erste Strang betrifft einen mutmaßlich schweren Betrug zur Erlangung öffentlicher Zuschüsse für den privaten Wiederaufbau in den vom Beben getroffenen Gebieten. Nach Angaben der Ermittler waren diese Zuschüsse für die Instandsetzung erdbebengeschädigter Gebäude bestimmt. Demselben Bericht zufolge wurden Teile der Arbeiten an Unternehmen oder Personen vergeben, die mit der kalabrischen und kampanischen organisierten Kriminalität in Verbindung stehen. Der zweite Strang betrifft mutmaßliche Korruption: Amtsträger und Unternehmer stehen im Verdacht, bei der Vergabe öffentlicher Aufträge zusammengewirkt zu haben. Die Ermittler stellen die Beziehungen zwischen Unternehmern und Amtsträgern ins Zentrum dieser Vergabeverfahren. Beide Stränge bleiben Vorwürfe, gegen die noch ermittelt wird.
Die Behörden führten mehr als 50 Durchsuchungen und Sicherstellungen von Dokumenten in 13 Provinzen durch: Ancona, Macerata, Pesaro-Urbino, Fermo, Roma, Caserta, Napoli, Reggio Calabria, Modena, Terni, Chieti, Treviso und Piacenza. Rund 230 Angehörige der Guardia di Finanza waren an der Operation beteiligt. Die Berichte vom Morgen beschreiben die Durchsuchungen als noch andauernd. Für 15:00 Uhr am 22. Oktober ist eine Pressekonferenz beim Provinzkommando der Guardia di Finanza in Ancona angesetzt, an der Staatsanwältin Monica Garulli teilnimmt. Von der Konferenz werden weitere Einzelheiten zur Operation erwartet.
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Pollar unterstützenSicherheit · Ancona und Camerino
Die Finanzpolizei in Ancona hat acht Menschen festgenommen und Vermögenswerte von mehr als 57 Millionen Euro beschlagnahmt. Hintergrund ist ein Anti-Mafia-Ermittlungsverfahren zu Aufträgen im Zusammenhang mit dem Wiederaufbau nach dem Erdbeben von 2016.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von AGI, Rai news, ANSA.it und weiteren Medien. Veröffentlicht .