Brent-Rohöl legte in der ersten Hälfte des Dienstags, 20. Oktober, um rund 2 % zu und erreichte mit 111,99 USD je Barrel den höchsten Stand seit fünf Monaten. Der Anstieg spiegelte die Sorge über eine Serie von rund 20 Angriffen auf Schiffe in den zwei Wochen zuvor, die Befürchtungen einer ernsthaften Störung der Versorgung im Nahen Osten schürten. Im weiteren Verlauf drehten die Preise nach Berichten über diplomatische Kontakte. Der Schlusskurs an der ICE Futures Europe für den Dezember-Kontrakt lag bei 108,79 USD, ein Minus von 0,69 %. Das war der zweite Tagesrückgang in Folge und der stärkste Einbruch innerhalb eines Tages seit dem 13. Oktober; der Preis erreichte damit den tiefsten Stand seit dem 15. Oktober.
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Die iranische Nachrichtenagentur Nournews berichtete, Präsident Masud Peseschkian habe in Teheran mit Feldmarschall Asim Munir, dem Befehlshaber der pakistanischen Armee, über Vermittlung und die regionale Lage gesprochen. Munir gilt als wichtiger Mittler in der Kommunikation zwischen Teheran und Washington. Eine frühere pakistanische Vermittlung hatte im Juni zu einer vorübergehenden Friedensvereinbarung geführt. Unabhängig davon meldete die katarische Tageszeitung Al-Araby Al-Jadeed, Katar und Pakistan hätten einen Rahmen zur Entschärfung des Konflikts vorgeschlagen, auf den Washington und Teheran positiv reagiert hätten. Der Plan sehe nach Angaben vor, dem Iran die Zinsen auf iranische Guthaben in Höhe von 6 Mrd. USD zu überweisen, die bei katarischen Banken eingefroren sind – eine teilweise Antwort auf Teherans Forderung nach Rückgabe der eingefrorenen Vermögen.
Die Marine der Revolutionsgarden (IRGC) erklärte am Dienstag, zwei Tanker seien in Brand geraten und manövrierunfähig geworden, nachdem sie südlich der Straße von Hormus auf iranische Minen gestoßen seien. Die Erklärung wurde auf der Website von Sepah News, dem offiziellen Sprachrohr der Garden, veröffentlicht und von AFP zitiert. Wann sich der Vorfall ereignete und unter welcher Flagge die Schiffe fuhren, wurde nicht mitgeteilt. Die Garden erklärten zudem, der Iran habe in der Nacht von Montag auf Dienstag eine amerikanische MQ-9-Reaper-Drohne abgeschossen.
Der Iran hatte einen viel genutzten zentralen Fahrwasserkanal vermint, nachdem der Krieg mit den Vereinigten Staaten und Israel Ende Februar begonnen hatte. Teheran erklärte, die Durchfahrt werde nur Schiffen gestattet, die ihre Passage mit dem Iran abstimmen, eine erhebliche Summe zahlen und eine neue nördliche Route nutzen. Washington kündigte an, Schiffen zu helfen, die über eine Spur nahe der omanischen Küste passieren wollen. Vor dem Krieg wurden etwa ein Fünftel der weltweiten Öl- und Gasversorgung durch die Meerenge transportiert. AFP zitierte Analysten, denen zufolge der Iran zeigen wolle, dass er trotz des andauernden Konflikts weiterhin die Schifffahrt stören könne; die Angriffe auf Schiffe, die den Persischen Golf unter US-Marinegeleit verlassen, hätten sich in den vergangenen Tagen verstärkt.
Abbas Araghtschi, Irans Außenminister, erklärte, Teheran habe Washington Mitte September einen Vorschlag zur Freigabe der Meerenge unterbreitet, nachdem eine vorübergehende Waffenruhe zusammengebrochen war. Die Vereinigten Staaten hätten Anmerkungen zu dem Vorschlag übermittelt, den der Iran derzeit prüfe. Am Sonntag, 18. Oktober, sagte Araghtschi, der Iran halte an seinem Angebot fest, die Meerenge innerhalb von sieben Tagen wieder zu öffnen, falls die Vereinigten Staaten Teherans Bedingungen akzeptierten. Zu den sieben Bedingungen gehören die Aufhebung der US-Blockade iranischer Häfen und der Rückzug der US-Sanktionen gegen iranische Exporte. Bei einem Auftritt in Bagdad deutete er an, der Weg zur Wiederöffnung sei frei, wenn die amerikanische Seite ein Mindestmaß an Ehrlichkeit zeige.
In Duschanbe, wo er am Montag, 19. Oktober, an einem Gipfel der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit teilnahm, sagte der Erste Vizepräsident Mohammad Reza Aref, der Iran habe keine andere Wahl, als die souveräne Kontrolle über die Meerenge auszuüben. Die Vereinigten Staaten seien Ursache der aktuellen Lage und müssten den Preis dafür zahlen. Aref fügte hinzu, unter iranischer Souveränität könne befreundeten Nationen eine sichere Durchfahrt ermöglicht werden. Zwei hochrangige iranische Vertreter sagten in der Woche des 12. Oktober zu Reuters, die Angriffe sollten die Ölpreise hoch halten und den Ausgang der US-Kongresswahlen im November beeinflussen.
West Texas Intermediate für die November-Lieferung wurde an der NYMEX mit 103,99 USD je Barrel gehandelt, ein Plus von 0,32 % am Morgen, während Brent für Dezember an der ICE mit 110,00 USD notierte, ein Plus von 0,41 %. Chris Wright, der US-Energieminister, sagte gegenüber Fox News, die Ölströme aus dem Persischen Golf lägen bei etwa 80 % des Vorkriegsniveaus. Hamad Hssain, Rohstoffökonom bei Capital Economics, sagte, die eskalierenden Angriffe auf Schiffe in der Meerenge machten einen erneuten Rückgang des Ölangebots und weitere Preissteigerungen wahrscheinlicher.
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Pollar unterstützenSicherheit · Teheran, Bagdad und Duschanbe
Brent-Rohöl erreichte am frühen Dienstag, 20. Oktober, 111,99 USD und schloss an der ICE nach Berichten über Vermittlungsbemühungen mit Beteiligung Irans, Pakistans und Katars bei 108,79 USD.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von pb.pl, Rzeczpospolita, rmf24.pl und weiteren Medien. Veröffentlicht .