
Feuer erfasst Abfallverarbeitungswerk in Nordpolen, 200 Feuerwehrleute bekämpfen Flammen
Ein Feuer, das am Samstag um 12:30 Uhr im ELWOZ-Abfallwerk in Chlewnica (Woiwodschaft Pommern) ausbrach, hat vier Hallen mit einer Fläche von rund 5.000 Quadratmetern erfasst. Mehr als 200 Feuerwehrleute bekämpfen die Flammen, die nach Angaben der Behörden noch mehrere Stunden andauern könnten.
Feuer bricht in Abfallwerk aus
Ein Feuer brach am Samstag, den 15. August, gegen 12:30 Uhr im ELWOZ-Abfallverarbeitungswerk in Chlewnica in der Gemeinde Potęgowo, Kreis Słupsk, Woiwodschaft Pommern, aus. Die Flammen breiteten sich schnell über die Anlage aus, die Abfälle verarbeitet und sortiert. Zum Zeitpunkt des Ausbruchs war ein Arbeiter anwesend. Der Sprecher der Woiwodschaftsdienststelle der Staatlichen Feuerwehr in Danzig beschrieb die Lage als noch im Gange.
Es ist ein Arbeiter, der sich selbst evakuierte, als das Feuer auftrat. Es gibt keine Verletzten. Der Einsatz läuft.
Das Feuer wuchs im Laufe des Nachmittags. Erste Meldungen gegen 13:45 Uhr sprachen von drei brennenden Hallen auf einer Fläche von mehr als 3.000 Quadratmetern sowie zwei Abfallhaufen. Am Nachmittag wurde die Zahl auf drei Hallen mit über 3.000 Quadratmetern und einen Abfallhaufen von rund 2.000 Quadratmetern korrigiert. Am frühen Abend hatte sich das Feuer auf vier Hallen mit einer Gesamtfläche von rund 5.000 Quadratmetern, ein Bürogebäude und Reste von sortiertem Abfall ausgeweitet. Eine der Hallen maß etwa 15 mal 60 Meter, der Abfallhaufen wurde auf etwa 100 mal 200 Meter geschätzt.
Feuerwehreinsatz
Der Einsatz der Feuerwehr wurde im Laufe des Tages verstärkt. Die ersten Meldungen erwähnten 28 Brigaden und knapp 100 Feuerwehrleute. Am Nachmittag war die Zahl auf 33 Brigaden und rund 200 Feuerwehrleute gestiegen. Um 20:00 Uhr lag die neueste Meldung bei etwa 60 Brigaden und mehr als 200 Feuerwehrleuten. Der Einsatz wurde von Nadbryg. Jacek Niewęgłowski, dem pommerschen Woiwodschaftskommandanten der Staatlichen Feuerwehr, geleitet, der vor Ort einen Krisenstab einberief. Nach der Sitzung des Krisenstabs berichteten die Feuerwehrleute, dass die Lage weiterhin sehr ernst sei und das Feuer noch nicht unter Kontrolle sei.
Spezialeinheiten wurden hinzugezogen, darunter ein Drohnenteam, eine chemisch-ökologische Gruppe aus Gdingen, ein Fahrzeug zum schnellen Luftaustausch in Atemschutzgeräten der Feuerwehrleute sowie eine medizinische Unterstützungsgruppe. Weitere Brigaden wurden aus den Kreisen Wejherowo, Bytów und Kartuzy im Rahmen der Woiwodschaftsreserve entsandt. Die Feuerwehr entnahm Wasser aus nahegelegenen Hydranten, einem See und Löschwasserreservoirs auf dem Werksgelände. Sieben Feuerwehrleute benötigten während des Einsatzes medizinische Hilfe.
- Feuer bricht im ELWOZ-Abfallverarbeitungswerk in Chlewnica aus
- 3 Hallen und 2 Abfallhaufen brennen; 36 Brigaden (~180 Feuerwehrleute) vor Ort
- 33 Brigaden und 200 Feuerwehrleute im Einsatz; Feuer noch nicht unter Kontrolle
- Feuer breitet sich auf 4 Hallen mit insgesamt ~5.000 m² aus; über 50 Brigaden
- ~60 Brigaden und über 200 Feuerwehrleute; 7 Feuerwehrleute wegen Überhitzung behandelt
Sieben Feuerwehrleute benötigten Hilfe von medizinischen Rettern, vermutlich infolge von Überhitzung aufgrund der hohen Umgebungstemperatur. Alle Personen wurden vor Ort versorgt. Niemand wurde ins Krankenhaus transportiert. Eine dieser 7 Personen verstauchte sich zudem den Knöchel und begab sich eigenständig in die Notaufnahme des Krankenhauses.
Warnungen für die Bevölkerung
Die Gemeindebehörden von Potęgowo gaben aufgrund des starken Rauchs eine dringende Mitteilung an die Einwohner heraus. Die Bewohner wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten, die Zeit im Freien zu begrenzen und Bereiche zu meiden, in denen Rauch wahrnehmbar war. Die Gemeinde warnte zudem, dass die Löscharbeiten große Wassermengen erfordern würden, was zu Unterbrechungen oder Druckabfällen in der kommunalen Wasserversorgung in Potęgowo, Nowe Skórowo, Darżyno und Darżynko führen könne.
Westrych erklärte, der Feuerwehreinsatz könne mehrere Stunden dauern. Mitarbeiter des Werks begannen mit dem teilweisen Rückbau der Hallen und setzten große Bagger ein, um sortierten Abfall zu entfernen, damit die Feuerwehr alle Brandherde erreichen konnte. Der entfernte Abfall wurde anschließend mit Wasser übergossen, um ihn gründlich zu löschen. Die Feuerwehr drängte weiter gegen alle Brandherde vor und schützte gleichzeitig die verbleibenden Gebäude vor den sich ausbreitenden Flammen. Die Lage blieb nach dem letzten Bericht um 20:00 Uhr sehr ernst.

