Sicherheit · Prag, Rom und Venedig
Bombendrohungen gegen europäische Passagierflüge erreichen dritte Welle – kein Täter identifiziert
Am 6. November richteten sich Drohungen gegen Flüge in Prag, Lissabon, Venedig und Sofia, während Behörden in mehreren Ländern ermitteln. Sprengstoff wurde bislang nicht gefunden.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Der Tagesspiegel, watson.ch/, SRF News und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Seit Dienstag, dem 3. November, wurden mindestens 30 Drohungen gegen Flugzeuge gemeldet, am 6. November kamen neue Fälle hinzu.
Die Zahlen für den 5. November reichen von mehr als einem Dutzend Passagierflügen bis zu mehr als 20 Flugzeugen, überwiegend auf Strecken von und nach Italien, Bulgarien und Tschechien.
Ein Wizz-Air-Flug von Prag nach Rom wurde nach Venedig umgeleitet, und ein Wizz-Air-A321 auf der Strecke Paris-Beauvais nach Iași brach seinen Flug nach dem Absetzen des Codes 7700 ab.
Die Polizei in Prag teilte mit, die Sprengstoffkontrollen seien negativ ausgefallen; an Bord der betroffenen Flüge wurden bislang keine Sprengsätze gefunden.
Die Europäische Kommission aktivierte einen Mechanismus für den grenzüberschreitenden Informationsaustausch, und die französischen Justizbehörden leiteten Vorermittlungen ein.
- 3.11.Erste Welle von Drohungen gegen europäische Passagierflüge, laut newsORF
- 5.11.Mehr als ein Dutzend bis etwa 20 Passagierflüge betroffen; mehrere umgeleitet oder von Militärflugzeugen begleitet
- 6.11.Neue Drohungen gegen neun Flüge in Prag und vier Flüge über französischem Hoheitsgebiet; französische Flugzeuge landeten sicher
Eine dritte Drohungswelle innerhalb einer Woche
Die Bombendrohungen gegen Passagierflüge in Europa setzten sich am 6. November fort und reihten sich in frühere Wellen in der Woche ab dem 2. November ein. Seit Dienstag, dem 3. November, wurden mindestens 30 Drohungen gegen Flugzeuge gemeldet. Berichte vom Donnerstag, dem 5. November, bezifferten die Zahl der betroffenen Passagierflüge je nach Quelle auf mehr als ein Dutzend, auf rund 20 oder auf mehr als 20 Flugzeuge. Behörden und Fluggesellschaften erklärten, die Drohungen hätten sich vor allem gegen Flüge von und nach Italien, Bulgarien und Tschechien gerichtet, betroffen waren unter anderem Ryanair, Finnair, Wizz Air und Aer Lingus. Auch der Flughafen Wien-Schwechat war an diesem Tag betroffen, als mehrere Flugzeuge außerplanmäßig landeten und andere von Kampfjets begleitet oder abgefangen wurden. An Bord der Flüge vom 5. November wurden keine Sprengsätze gefunden.
Zwischenfälle am 6. November
Nach Angaben von RTP meldete die portugiesische Polizei zwei Bombendrohungen gegen dasselbe Ryanair-Flugzeug in Lissabon. Ein weiterer Ryanair-Flug von Rom nach Lissabon löste nach der Landung einen Sicherheitseinsatz aus, nachdem die Polizei für öffentliche Sicherheit (PSP) einen Telefonanruf erhalten hatte, in dem sich der Anrufer zu einer Sicherheitsbehörde zugehörig erklärte. Ein Wizz-Air-Flug von Prag nach Rom wurde nach einem telefonischen Hinweis auf einen Sprengsatz an Bord nach Venedig umgeleitet. Auch Flugzeuge aus London und Brüssel mit Ziel Sofia waren betroffen, alle landeten sicher. In Prag erklärte die Flughafensprecherin, neun Flüge seien Ziel von Drohungen gewesen, während die Polizei auf X mitteilte, eine größere Zahl ankommender und abfliegender Flugzeuge sei betroffen gewesen, und später meldete, die Sprengstoffkontrollen seien negativ ausgefallen. Das Büro des französischen Premierministers meldete vier neue Drohungen gegen Flugzeuge über französischem Hoheitsgebiet, die alle sicher landeten.
Ermittlungen und offene Fragen
Ein Täter wurde bislang nicht identifiziert. Die Europäische Kommission aktivierte einen Mechanismus für den grenzüberschreitenden Informationsaustausch, an dem sich auch die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) in Köln beteiligt. Die französischen Justizbehörden leiteten Vorermittlungen ein, und eine tschechische Polizeieinheit gegen Extremismus, Terrorismus und Cyberkriminalität bearbeitet den Fall Prag, den sie als von geringer Relevanz einstuft. Das Landesamt für Staatsschutz und Extremismusbekämpfung (LSE) in Niederösterreich ermittelt wegen der an Wien-Schwechat gesendeten Droh-E-Mails, während die Behörden Details zurückhalten, um Nachahmer abzuschrecken. Die BBC berichtete, eine E-Mail an die Flughafenbehörde von Rom sei im Namen der "Kämpfer des Männlichen Staates" unterzeichnet gewesen. Mindestens vier am 6. November bedrohte Flüge durchquerten den deutschen Luftraum.
Risiko und Reaktion
Hansjörg Bürgi, Luftfahrtjournalist und ehemaliger Chefredaktor von Skynews.ch, sagte gegenüber SRF, Fluggesellschaften könnten es sich nicht leisten, eine Bombendrohung zu ignorieren, auch wenn eine Bombe an Bord in Europa sehr unwahrscheinlich sei. Er brachte die Lage auf den Punkt:
„Es ist einfach nur lästig.“
Er sagte, EU-Vorschriften verlangten, dass sämtliches Aufgabe- und Handgepäck auf Sprengstoff durchleuchtet werde, weshalb solche Zwischenfälle lange Zeit nicht vorgekommen seien. Am 6. November setzte ein Wizz-Air-A321 auf der Strecke Paris-Beauvais nach Iași den Transpondercode 7700, das allgemeine Notfallsignal der Luftfahrt, brach den Flug ab und kehrte um. Eine Boeing 737 von Tarom, die von Prag nach Bukarest gestartet war, sendete denselben Code, und SRF berichtete, am Flughafen Prag seien keine Flüge gestrichen oder umgeleitet worden.
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