
Flugbetrieb am Nürnberger Flughafen nach möglicher Drohnensichtung ausgesetzt
Der Flugbetrieb am Nürnberger Flughafen wurde am Dienstag, dem 13. Oktober, gegen Mittag wegen eines unbestätigten Luftnotfalls ausgesetzt. Drei Piloten hatten in den frühen Morgenstunden ein Objekt gemeldet, die Polizei fand jedoch keine Drohne.
Drei Piloten melden ein Objekt
Zwischen 02:00 und 04:00 Uhr am Dienstag, dem 13. Oktober, meldeten drei Piloten am Albrecht-Dürer-Flughafen unabhängig voneinander ein Objekt, teilte die Polizei mit. Jeder Pilot habe es beim Starten oder Landen gesehen, berichtete der Bayerische Rundfunk, der über die Sichtungen berichtete. Da es sich um eine Drohne gehandelt haben könnte, setzte die Polizei Spezialdetektoren ein, die jedoch keinen Hinweis darauf ergaben. Ein Polizeisprecher sagte, das Objekt könne auch eine optische Täuschung gewesen sein, die die Piloten irritiert habe. Die Grenzpolizeiinspektion Nürnberg-Flughafen, die Grenzpolizeieinheit am Flughafen, führt die weiteren Ermittlungen.
Flughafen setzte Betrieb gegen Mittag aus
Gegen Mittag am Dienstag, dem 13. Oktober, setzte der Flughafen den Flugbetrieb wegen eines Polizeieinsatzes aus. Ein Sprecher sagte der dpa, der Grund sei ein „unbestätigter Luftnotfall“ gewesen, und es sei offen geblieben, was dahinterstecke. Der Einsatz erfolgte kurz bevor ein Flug von der griechischen Insel Korfu gegen 12:15 Uhr landen sollte. Der Flughafensprecher konnte nicht sagen, wie viele Sicherheitskräfte im Einsatz waren. Für einen Zeitraum waren Starts und Landungen nicht möglich. Ob die Sichtung in der Nacht und die Sperrung am Mittag zusammenhängen, ist unklar.
- Beginn des Zeitraums von 02:00 bis 04:00 Uhr, in dem drei Piloten ein Objekt beim Starten oder Landen meldeten
- Ende des Zeitraums, in dem die drei Pilotenmeldungen eingingen
- Polizei, Grenzpolizei und Flugsicherung suchen mit Detektoren, Streifenwagen und einem Hubschrauber; keine Drohne gefunden
- Flughafen setzt den Flugbetrieb wegen eines unbestätigten Luftnotfalls aus
Sechs Flüge verspätet und zwei Umleitungen
Ein Sprecher des Flughafens sagte, sechs Flüge seien während des Einsatzes verspätet gewesen, zwei Ankünfte und vier Abflüge. Zwei ankommende Flugzeuge wurden vorsorglich nach Köln und Prag umgeleitet und konnten anschließend ihre Flüge nach Nürnberg fortsetzen. Der Luftverkehr war während des Einsatzes nur vorübergehend beeinträchtigt. Die Grenzpolizei suchte gemeinsam mit dem Flughafen und der Deutschen Flugsicherung nach dem Objekt und versuchte, es zu erfassen; auch ein Polizeihubschrauber war beteiligt. Die Suche blieb erfolglos, und die Polizei teilte mit, die Ermittlungen dauerten an.
- Verspätete Ankünfte
- 2 Flüge
- Verspätete Abflüge
- 4 Flüge
- Umgeleitete ankommende Flugzeuge
- 2 Flüge
Drohnenfall Leipzig/Halle erhöht die Wachsamkeit
Der Bayerische Rundfunk berichtete, im September sei am Flughafen Leipzig/Halle rechtzeitig eine mit Sprengstoff bestückte Drohne entdeckt worden. Wegen dieses Falls werde die Sichtung in Nürnberg mit größter Vorsicht behandelt, so der BR. Die Polizei hat nicht bestätigt, dass in Nürnberg eine Drohne beteiligt war, und es wurde keine gefunden. Der Nürnberger Fall wird weiterhin von der Grenzpolizei untersucht, und die Gründe für die ausgesetzten Flüge sind nicht vollständig geklärt.


