Wirtschaft · Seattle und New York

Boeing-Aktie fällt rund 10 Prozent – 737-Produktionshochlauf verschiebt sich auf 2027

Boeing hat seinen Investoren am 27. Oktober 2026 mitgeteilt, dass der geplante Ausstoß von 47 Maschinen des Typs 737 pro Monat erst Anfang 2027 erreicht wird. Die Aktie verlor im Handel in New York rund 10 Prozent.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Handelsblatt, LesEchos.fr, Financial Times News und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Seattle, New York · Vereinigte Staaten

Produktionsziel verschiebt sich auf 2027

Boeing hat seinen Investoren mitgeteilt, dass die Fertigung des 737 erst Anfang 2027 eine Rate von 47 Flugzeugen pro Monat erreichen wird – später als vom Unternehmen erhofft. Die meisten Berichte nennen eine aktuelle Rate von 42 Maschinen pro Monat, die auf 47 gesteigert werden soll, während ANSA den aktuellen Wert mit etwa 47 angab. Konzernchef Kelly Ortberg sagte in einem CNBC-Interview, die Rate werde Anfang 2027 erreicht, und Boeing werde 2029 noch immer nicht das Produktionsniveau von 2018 erreichen. Laut ANSA erwartet Boeing nun, in der zweiten Jahreshälfte 2027 monatlich 52 Flugzeuge zu bauen. Der langsamere Hochlauf spiegelt Probleme in der Lieferkette wider, insbesondere bei der Flügelfertigung, die Ortberg bereits im September eingeräumt hatte.

Cashflow und Aktienkurs

Analysten hatten eine stärkere Cash-Generierung erwartet, als Boeing nun prognostiziert. Das Unternehmen peilt für 2027 einen freien Cashflow von 3 Milliarden Dollar und für 2028 von 6 Milliarden Dollar an; Analystenschätzungen lagen bei 5,6 Milliarden und 9,6 Milliarden Dollar. Die Aktie fiel im Handel in New York um rund 10 Prozent, wobei ANSA einen Rückgang um 9,89 Prozent auf 169,69 Dollar nannte. Das Handelsblatt bezifferte das Minus auf mehr als neun Prozent auf etwa 171 Dollar – der niedrigste Stand seit rund eineinhalb Jahren.

Boeings Ziele für den freien Cashflow im Vergleich zu AnalystenschätzungenMrd. USD
Boeing-Ziel 2027
3 Mrd. USD
Analystenschätzung 2027
5.6 Mrd. USD
Boeing-Ziel 2028
6 Mrd. USD
Analystenschätzung 2028
9.6 Mrd. USD

Daten aus dem Artikeltext

Ortberg sagte den Investoren, das Erreichen der Rate von 47 pro Monat dauere länger als erwartet und das Unternehmen habe noch Arbeit vor sich.

„Es dauert länger als erwartet, bis wir die Leistungsfähigkeit bei Rate 47 nachweisen können. Wir kommen voran, aber es liegt noch mehr Arbeit vor uns.“

Kelly Ortberg, Vorstandsvorsitzender von Boeing

Ergebnisse des dritten Quartals

Boeing meldete für das dritte Quartal einen Verlust von 116 Millionen Dollar nach einem Verlust von 5,3 Milliarden Dollar im Vorjahr, während der Umsatz um 4 Prozent auf 24,2 Milliarden Dollar stieg. Der bereinigte Verlust lag bei 34 Cent je Aktie; laut LSEG-Daten hatten Analysten 21 Cent erwartet. Die Sparte Commercial Airplanes erzielte einen Umsatz von 10,7 Milliarden Dollar und einen operativen Verlust von 697 Millionen Dollar, den Boeing auf einen weniger profitablen Auslieferungsmix und höhere Produktionskosten in der gesamten Lieferkette zurückführte. Auch eine Wertberichtigung im Programm 777X belastete das Quartal, berichtete N-tv. Die Rüstungssparte verdiente fast 500 Millionen Dollar, begünstigt durch den Verkauf einer Tochtergesellschaft für 252 Millionen Dollar, während Boeing Global Services 1 Milliarde Dollar verdiente.

Boeings Nettoverschuldung zum QuartalsendeMrd. USD
Vorjahresquartal
30.4 Mrd. USD
Vorquartal
25.9 Mrd. USD
Quartal bis September 2026
25.2 Mrd. USD

Daten aus dem Artikeltext

Zertifizierungen und Programmprobleme

Die US-Aufsichtsbehörden zertifizierten die Varianten 737-7 und 737-10, und RTE berichtete, die Zertifizierung der größeren MAX 10 sei im Oktober gefolgt. Die US Navy vergab im Quartal den Auftrag für den Kampfjet F/A-XX der sechsten Generation an Boeing. Reuters hatte zuvor über Produktionsprobleme bei der 787 und beim Frachter 777 berichtet. Boeing erwirtschaftete nach eigenen Angaben zudem ein weiteres Quartal lang einen freien Cashflow. Ortberg schrieb in einem Memo an die Beschäftigten, die Erwartungen stiegen.

„Die Erwartungen steigen, und das zu Recht. Wir stehen auf einem festeren Fundament als vor einem Jahr, aber wir haben auch mehr Arbeit vor uns, um unseren Auftragsbestand abzuarbeiten.“

Kelly Ortberg, Vorstandsvorsitzender von Boeing

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