Lokal · Barcelona

Barcelona bestraft Bicing-Betreiber mit 150.000 Euro und plant eine vollelektrische Flotte

Der Stadtrat hat den Betreiber des Fahrradverleihsystems Bicing, UTE Pedalem, wegen Serviceversäumnissen mit 150.000 Euro bestraft. Am 5. November hat er außerdem eine Gesellschaft mit 415 Millionen Euro Kapital genehmigt, die Wohnungen im Gebiet Besòs-Maresme sanieren soll.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von europa press, La Razón, EL PAÍS und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Barcelona · Spanien
Wie es dazu kam
  1. 24.10.Ausschreitungen und Plünderungen im Zentrum Barcelons beschädigen Geschäfte und Restaurants
  2. 31.10.Größerer Polizeieinsatz, der laut PP neue Auseinandersetzungen verhinderte
  3. 5.11.Plenum lehnt PP-Antrag zur Missbilligung von Collboni und Parlon ab und genehmigt die Gesellschaft Besòs-Maresme
  4. 6.11.BSM bestraft den Bicing-Konzessionär UTE Pedalem mit 150.000 Euro

Strafe für den Bicing-Betreiber

Die städtische Gesellschaft BSM hat UTE Pedalem, den Konzessionär des Fahrradverleihsystems Bicing, mit 150.000 Euro bestraft, weil das Unternehmen seine Verpflichtungen zu Verfügbarkeit und Wartungsgeschwindigkeit nicht eingehalten hat. Das berichtet El País, die über die Sanktion am Freitag, dem 6. November, schrieb. Stadtquellen bestätigten gegenüber Europa Press, dass der Rat die im Vertrag vorgesehenen Strafmechanismen aktiviert habe. Der Rat führt die Probleme auf die wachsende Komplexität des Betriebs und auf den Verschleiß der Flotte zurück. Seine Prognosen gehen für 2026 von 20,5 Millionen Fahrten aus, was er als Rekord für den Dienst bezeichnet; jedes Elektrofahrrad werde bis zu 16 Mal am Tag genutzt. El País zählt 173.000 Abonnenten und 8.000 Fahrräder und berichtet, dass der Dienst im Sommer 2026 unter Batterieproblemen, Bremsdefekten, ausgefallener Wartung und leeren Stationen litt.

Plan für den vollständigen Umstieg auf Elektro

Der bereits laufende Aktionsplan des Rates sieht vor, die gesamte Flotte ab dem nächsten Sommer elektrisch zu betreiben. Laia Bonet, erste stellvertretende Bürgermeisterin für Stadtplanung und Mobilität, erläuterte die Gründe für die Umstellung.

„Wenn es derzeit 5.000 Elektrofahrräder und 3.000 mechanische gibt, wird Bicing im Sommer zu 100 Prozent elektrisch sein.“

Laia Bonet

Dem Plan zufolge sollen die 3.000 mechanischen Fahrräder in der ersten Hälfte des Jahres 2027 umgerüstet werden. Rund 400 neue Elektrofahrräder sollen noch vor Jahresende hinzukommen, die Verbesserungen kosten 5,8 Millionen Euro. Bis zu 2.000 Batterien werden ausgetauscht, Bremsenteile in großen Mengen eingekauft, und die Zahl der Mechaniker in der Werkstatt und auf der Straße wurde erhöht, ebenso wie das Logistikpersonal, das die Fahrräder zwischen den Stationen bewegt. El País berichtet, Nutzer hätten sich über Unfälle im Zusammenhang mit verschlissenen Hinterradbremsen beschwert, die sich nur schwer melden ließen, weil die Regeln die Nutzer selbst dafür verantwortlich machen, ihr Rad vor der Fahrt zu prüfen.

Wohnungsgesellschaft Besòs-Maresme

Am Donnerstag, dem 5. November, hat das Plenum von Barcelona die Vereinbarung mit der Generalitat zur Gründung der Impulsem Futur Besòs-Maresme, SA gebilligt. PSC, Junts, Barcelona en Comú und ERC stimmten zu, PP und Vox enthielten sich. Die Gesellschaft soll Arbeiten an 4.000 Wohnungen durchführen, mit 415 Millionen Euro Investition über zehn Jahre. Die Generalitat steuert 150 Millionen Euro bei, der Rat die übrigen 265 Millionen. In einer ersten Phase erwarten die beiden Verwaltungen, bis 2029 rund 95 Millionen Euro zu mobilisieren. Bonet merkte an, in den vergangenen vier Jahren seien nur 192 Wohnungen saniert worden; in diesem Tempo wären mehr als vier Jahrzehnte nötig, um die geplanten Arbeiten abzuschließen. Der Junts-Stadtrat Damià Calvet kritisierte fehlendes "mano izquierda" im Umgang mit den Anwohnern, während Víctor Martí von der PP den Zehnjahreshorizont als überzogen bezeichnete. Carolina Recio von Barcelona en Comú forderte, die neue Gesellschaft müsse garantieren, dass die Anwohner in ihren Wohnungen bleiben können.

Finanzierung von Besòs-Maresme nach Verwaltung über zehn JahreMio. Euro
Generalitat
150 Mio. Euro
Stadtrat von Barcelona
265 Mio. Euro

Daten aus dem Artikeltext

Ausschreitungen und die Missbilligungsabstimmung

Ausschreitungen und Plünderungen im Zentrum Barcelons beschädigten am 24. Oktober Geschäfte, Restaurants und Stadtmöbel. Die PP beantragte, Bürgermeister Jaume Collboni und Innenstadträtin Núria Parlon wegen des Polizeieinsatzes bei den Unruhen zu missbilligen. Sie argumentierte, der größere Einsatz am 31. Oktober, als eine stärkere Polizeipräsenz neue Zusammenstöße verhinderte, hätte eine Woche früher stattfinden müssen. Das Plenum lehnte den Antrag am 5. November ab. La Razón berichtet, Junts und Vox hätten Collboni ebenfalls vorgeworfen, die Ausschreitungen nicht verhindert zu haben, doch er habe die Missbilligung vermieden. Die PP verlangte zudem einen Bericht binnen 30 Tagen zu beiden Vorfällen, mehr Polizei auf den Haupteinkaufsstraßen und eine Untersuchung der in sozialen Netzwerken verbreiteten Aufrufe. Die Stadtregierung bezeichnete ihre Reaktion als schnell, entschlossen und koordiniert und warnte, die Aufrufe würden über undurchsichtige Profile in sozialen Netzwerken organisiert, an denen viele Minderjährige beteiligt seien. Barcelona en Comú plädierte neben der Polizeiarbeit für Bildung und kommunale Prävention.

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