Wahlen · Berlin
Berliner Wahlplakat-Wettrennen beginnt mit Dino-Rivalität und Strafen für Frühstarter
Die Parteien begannen am Sonntagmittag, Berlin mit Wahlplakaten zu pflastern, sieben Wochen vor der Abgeordnetenhauswahl am 20. September – doch einige hatten bereits vorgelegt und müssen nun mit Bußgeldern rechnen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Der Tagesspiegel, Berliner Zeitung, Süddeutsche Zeitung und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Die fünf Parlamentsparteien sowie FDP und BSW wollen bis zur Wahl am 20. September knapp 250.000 Wahlplakate in Berlin aufhängen.
Eine Änderung des Berliner Straßengesetzes verlegte den offiziellen Start des Plakatierens von Mitternacht auf Sonntag, 12:00 Uhr, um einen fairen, gleichzeitigen Start zu gewährleisten.
Plakate von CDU, SPD, Linken, Grünen und BSW tauchten vor Ablauf der Frist in mindestens fünf Bezirken auf und riskieren Bußgelder von 10 bis 50 Euro pro Plakat.
Hunderte Plakate für eine Roboter-Dinosaurier-Kindershow belegten die besten Laternenmasten in Friedrichshain und verärgerten die Parteifreiwilligen.
Offizieller Start und die Dinosaurier-Ablenkung
Tausende Wahlplakate wurden ab Sonntagmittag an Laternenmasten in ganz Berlin angebracht – der offizielle Startschuss für die heiße Phase des Wahlkampfs zur Abgeordnetenhaus- und Bezirksverordnetenversammlungswahl am 20. September. Die fünf derzeit im Landesparlament vertretenen Parteien sowie FDP und BSW planen zusammen rund eine Viertelmillion Plakate. Mehrere Spitzenkandidaten halfen beim Aufhängen: Elif Eralp (Linke) in Kreuzberg, Werner Graf (Grüne) in Reinickendorf, Kristin Brinker (AfD) und Steffen Krach (SPD) in Steglitz sowie der neue geschäftsführende Generalsekretär der CDU, Lukas Krieger.
In Friedrichshain waren die begehrtesten Plätze jedoch bereits von einem unpolitischen Konkurrenten belegt. Hunderte Plakate für eine Kinderbühnenshow mit Roboter-Dinosauriern säumten die Straßen – sehr zum Frust der Parteifreiwilligen, aber auch mit einem Schmunzeln.
„Die Dinosaurier hängen einfach zu hoch.“
Ein grüner Wahlkampfhelfer bemerkte, wenn die Dinosaurier wählbar wären, würden sie gewinnen.
Frühstarter und drohende Bußgelder
Trotz der neuen Startzeit um 12 Uhr mittags, die durch eine Änderung des Berliner Straßengesetzes eingeführt wurde, um heimliches nächtliches Vorhängen zu verhindern, waren Plakate von CDU, SPD, Linken, BSW und Grünen bereits am Samstag und in der Nacht zum Sonntag in Bezirken wie Marzahn-Hellersdorf, Friedrichshain-Kreuzberg, Lichtenberg, Neukölln und Steglitz-Zehlendorf zu sehen. An der Weserstraße in Neukölln wurden am Samstagnachmittag Plakate von SPD, Linken und Grünen gesichtet, und ein Plakat eines SPD-Kandidaten hing am Kottbusser Damm einen Tag zu früh.
Die Ordnungsämter der Bezirke können Bußgelder zwischen 10 und 50 Euro pro Plakat verhängen. In früheren Wahlkämpfen haben sich solche Verstöße für einzelne Parteien auf mehrere tausend Euro summiert. Das BSW in Lichtenberg verwies auf eine früher ausgestellte Genehmigung, die noch den 1. August als Starttermin nannte, und argumentierte, das Dokument sei nach der Gesetzesänderung nicht aktualisiert worden. Andere Parteien im Bezirk sollen ähnliche Genehmigungen besitzen. In der Vorwoche waren vorzeitig großformatige SPD-Plakate in Reinickendorf aufgetaucht; die Partei machte einen Fehler eines beauftragten Dienstleisters dafür verantwortlich. Auch die Bergpartei hatte vor dem offiziellen Start selbst gestaltete Plakate aufgehängt, die kurz darauf wieder entfernt wurden.
Ein Start am helllichten Tag und die Gesetzesänderung
Erstmals begann das Plakat-Wettrennen nicht um Mitternacht, sondern am helllichten Tag. Das Berliner Abgeordnetenhaus hatte das Straßengesetz rechtzeitig zu dieser Wahl geändert und den Start auf Sonntag, 12 Uhr mittags, verlegt. Ziel war es, allen Parteien einen gleichzeitigen Start zu ermöglichen und die Praxis des heimlichen nächtlichen Vorhängens zu beenden. Freiwillige schwärmten von Spandau bis Marzahn und von Wittenau bis Lichtenrade aus und befestigten die Plakate – meist mit Kabelbindern – an Laternenmasten.
Umfang des Wahlkampfs
Mit sieben Wochen bis zur Wahl starten die Parteien eine sichtbare Offensive in der Hauptstadt. Die Gesamtzahl der Plakate der fünf Parlamentsparteien sowie von FDP und BSW liegt nach eigenen Angaben bei knapp 250.000. Die Wahlkampfinfrastruktur stützt sich stark auf Freiwillige, von denen viele am Sonntag unterwegs waren, um die besten Plätze zu sichern. Jonas Gräber, ein grüner Wahlkampfhelfer in Friedrichshain, war einer von ihnen. Er zog mit zwei Kollegen und einem Lastenrad die Warschauer Straße entlang und brachte ab Punkt 12 Uhr Plakate an.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Der TagesspiegelFrühstarts und zu hoch hängende Dinos: Kurioser Wettlauf um Berlins beste Wahlplakat-Plätze
- Berliner ZeitungBerlin-Wahl: Trotz Starttermin hängen erste Plakate schon früher - jetzt drohen Strafen
- Süddeutsche ZeitungHeiße Phase des Wahlkampfs: Parteien hängen ihre Plakate auf
- N-tvBerlin & Brandenburg: Heiße Phase des Wahlkampfs: Die Plakate hängen
- Elif Eralp
- Spitzenkandidatin der Linken in Berlin, beim Plakatieren in Kreuzberg gesehen
- Werner Graf
- Spitzenkandidat der Grünen in Berlin, beim Plakatieren in Reinickendorf gesehen
- Kristin Brinker
- Spitzenkandidatin der AfD in Berlin, beim Plakatieren in Steglitz gesehen
- Steffen Krach
- Spitzenkandidat der SPD in Berlin, beim Plakatieren in Steglitz gesehen
- Lukas Krieger
- Geschäftsführender Generalsekretär der Berliner CDU, beteiligte sich am Plakatieren
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