Makroökonomie

Belgische Inflation steigt im Oktober auf 5,26 Prozent – höchster Wert seit über drei Jahren wegen Energiekosten

Daten von Statbel zeigen, dass die Verbraucherpreisinflation in Belgien von 4,69 Prozent im September auf 5,26 Prozent im Oktober gestiegen ist. Die Energieinflation erreichte 33,22 Prozent, während die Kerninflation auf 2,80 Prozent zurückging.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von 7sur7, La Libre.be, Le Soir und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Gesamtinflation erreicht Drei-Jahres-Hoch

Das belgische Statistikamt Statbel beziffert die Inflation im Oktober auf 5,26 Prozent, nach 4,69 Prozent im September. Das ist der höchste Wert seit mehr als drei Jahren und der höchste seit April 2023. Ein Haushalt, der im August 2025 für einen durchschnittlichen Warenkorb 100 Euro ausgegeben hat, zahlt für dieselben Güter und Dienstleistungen nun rund 105,26 Euro. Als wichtigste Preistreiber im Oktober nennt Statbel Erdgas, Strom, private Mieten, Heizöl, Studiengebühren, Bekleidung, Ferienparks und Campingplätze sowie Flugtickets. Pauschalreisen und Hotelzimmer drückten den Index dagegen nach unten.

Energie treibt den Anstieg

Die Energieinflation beschleunigt sich seit drei Monaten – von 16,47 Prozent im August über 24,37 Prozent im September auf 33,22 Prozent im Oktober. Gegenüber dem Vormonat verteuerte sich Erdgas um 11,3 Prozent, Strom um 8,5 Prozent und Heizöl um 8,3 Prozent. Auf Zwölfmonatssicht ist Strom 23,7 Prozent teurer als im Oktober 2025, Heizöl 30,8 Prozent und Erdgas 52,5 Prozent, während Kraftstoffe 34,4 Prozent mehr kosten. Die Kriege im Nahen Osten und in der Ukraine erklären diesen starken Anstieg weitgehend. Im Juni war die Inflation nach gut 4 Prozent im April leicht zurückgegangen, seit Juli steigt sie stetig.

Belgische Energieinflation, August bis Oktober 2026%
2026-08
16.47 %
2026-09
24.37 %
2026-10
33.22 %

Daten aus dem Artikeltext

Kerninflation und lohngekoppelte Messgrößen

Die Kerninflation, die Energie und unverarbeitete Lebensmittel ausklammert, ging im Oktober von 3,00 Prozent im September auf 2,80 Prozent zurück. Der Gesundheitsindex stieg von 4 Prozent im Vormonat auf 4,53 Prozent. Diese Messgröße schließt Tabak, Alkohol, Benzin und Diesel aus und wird auf Basis eines geglätteten Durchschnitts über vier Monate berechnet. Wie Le Soir berichtet, erreichte der geglättete Gesundheitsindex im Oktober 101,72 Punkte – nahe der Schwelle von 102,29 Punkten, die für Beamte und Sozialleistungen gilt.

Belgische Inflationsmaße, Oktober 2026%
Gesamtinflation
5.26 %
Kerninflation
2.8 %
Gesundheitsindex-Inflation
4.53 %

Daten aus dem Artikeltext

Stijn Baert, Professor für Arbeitsökonomie, sagte, der Gesundheitsindex sei die Größe, an der sich die Löhne orientierten.

„Und das ist die Zahl, an der sich unsere Löhne orientieren, auch wenn sie auf Basis eines geglätteten Durchschnitts über vier Monate berechnet wird.“

Stijn Baert

Angesichts der Lücke zwischen Gesamtinflation und Gesundheitsindex kommt Baert zu dem Schluss, dass der Durchschnittshaushalt erneut an Kaufkraft verliert.

Weitere Preisentwicklungen

Externe Speichermedien waren 48,7 Prozent teurer als ein Jahr zuvor – ein Anstieg, den die Quellen auf die Nachfrage durch Anwendungen der künstlichen Intelligenz zurückführen. Diese Nachfrage hat weltweit zu einem Engpass bei Festplatten und Speicherkarten geführt. Gegenüber September stiegen die Studiengebühren im Hochschulbereich um 20,7 Prozent, Flugtickets um 7,2 Prozent, Ferienparks und Campingplätze um 4,2 Prozent, Bekleidung um 2,1 Prozent und private Mieten um 1,5 Prozent. Verbilligte Pauschalreisen gingen im selben Monat um 5,1 Prozent zurück, Hotelübernachtungen um 7,4 Prozent, was den Index nach unten drückte.

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