Wirtschaft

Amazon lässt US-Kunden per Textnachricht an Alexa Produkte suchen, vergleichen und bestellen

Der Einkaufsagent Alexa for Shopping kann für eine kleine Gruppe eingeladener US-Kunden nun auch per Textnachricht Produkte suchen, vergleichen und kaufen. Der Zugang soll in den kommenden Wochen ausgeweitet werden, in den Antworten können gesponserte Produkte erscheinen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Ziare.com, engadget, The Next Web und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Wie es dazu kam
  1. Mai 2026Alexa for Shopping startet
  2. September 2026Amazon blockiert den Agenten Muse von Meta für Einkäufe auf seiner Website
  3. Oktober 2026OpenAI ergänzt die Textfunktion für seinen persönlichen Agenten Dot
  4. 6.11.Amazon startet Text-Shopping für eine kleine Gruppe eingeladener US-Kunden

Ein textbasierter Einkaufsagent für eine kleine Gruppe

Amazon lässt ausgewählte US-Kunden jetzt per Textnachricht bei Alexa for Shopping einkaufen, dem KI-Einkaufsagenten des Konzerns. Das Unternehmen teilte am Freitag, 6. November, mit, das Angebot werde in den kommenden Wochen Millionen weitere Kunden erreichen. Wer keine Einladung erhalten hat, kann sich auf eine Warteliste setzen lassen; Eingeladene bekommen eine Nachricht, in der sie gebeten werden, den Dienst zu aktivieren. Nach der Aktivierung erscheint ein neuer Kontakt auf dem Telefon, und der Kunde hinterlegt eine Telefonnummer, um den Dienst zu nutzen.

Was der Agent kann

Kunden können in Alltagssprache beschreiben, was sie möchten – etwa den wöchentlichen Lebensmitteleinkauf, eine Geschenkidee oder eine schnelle Nachbestellung eines Artikels, der zur Neige geht. Sie können auch ein Foto eines Produkts oder eines Outfits schicken, woraufhin der Agent die Amazon-Angebote nach ähnlichen Artikeln durchsucht. Er antwortet mit Vorschlägen und legt freigegebene Artikel in den Warenkorb; der Kauf wird mit Zustimmung des Kunden abgeschlossen oder automatisch, sobald ein Preis ein vom Kunden festgelegtes Niveau erreicht. Der Agent kann zudem Preisänderungen verfolgen, frühere Käufe nachbestellen, Pakete nachverfolgen und die Preisentwicklung eines Produkts für bis zu ein Jahr anzeigen. Die Unterhaltungen werden in die Amazon-Shopping-App, auf die Website und auf Alexa-Geräte übernommen.

„Mit Alexa for Shopping ist Ihr persönlicher Einkaufsagent jetzt nur eine Textnachricht entfernt.“

Rajiv Mehta

Rajiv Mehta, bei Amazon Vizepräsident für konversationelles Einkaufen, formulierte den Start bei der Ankündigung in diesen Worten.

Hintergrund und breiterer Rollout

Alexa for Shopping ist im Mai gestartet, und laut Amazon haben mehr als 400 Millionen Kunden den Dienst im vergangenen Jahr genutzt. Die Textfunktion erweitert das Angebot um einen neuen Kanal. Im September blockierte Amazon den Agenten Muse von Meta für Einkäufe auf der eigenen Website, und Konzernchef Andy Jassy hat erklärt, er erwarte, dass Alexa for Shopping der wichtigste Agent werde, über den Menschen bei Amazon einkaufen. Amazon hat den Assistenten zudem um mehr als 100 Funktionen erweitert, darunter Einkaufslisten, Geschenkeregister, Produktabonnements und Hilfe bei Fragen zu Zahlung und Abrechnung. Diese Werkzeuge sind über die Amazon-Shopping-App verfügbar, ohne Amazon-Gerät und ohne Prime-Mitgliedschaft.

Gesponserte Produkte können nun unter den Optionen erscheinen, die der Agent per Textnachricht verschickt. Amazon berechnet Werbetreibenden für diese Platzierung noch nichts, und Käufe, die der Agent selbstständig abschließt, enthalten laut Digiday keine Werbung. Das Unternehmen nahm 2025 mehr als 68 Mrd. US-Dollar mit Werbung ein.

Wettbewerber drängen in den Messenger

OpenAI hat im Oktober die Textfunktion für Dot ergänzt, seinen persönlichen Agenten. DoorDash nimmt seit September Bestellungen per Textnachricht entgegen und hat einen eigenen textbasierten Bestellassistenten. Im Oktober erklärte DoorDash, Agenten von Drittanbietern hätten bislang insgesamt nur Hunderte Bestellungen auf der Plattform aufgegeben; man wolle sich künftig stärker auf die Weiterentwicklung des eigenen Agenten konzentrieren.

Feiertagsausgaben und KI

Experten erwarten, dass der US-Einzelhandelsumsatz in der Feiertagssaison die Marke von 1 Billion US-Dollar überschreitet, mit mehr KI-gestütztem Einkauf als in jeder früheren Saison. Omnisend ermittelte, dass 38 Prozent der US-Käufer 2025 etwas direkt über ChatGPT gekauft haben und weitere 63 Prozent KI nutzten, um Einkäufe zu recherchieren, neue Produkte zu finden oder Geschenkelisten zu erstellen. Adobe erwartet, dass Verbraucher von November bis Dezember 275 Mrd. US-Dollar online ausgeben werden, fast 20 Mrd. US-Dollar mehr als 2025. In einer Adobe-Umfrage vom Juli unter 5.000 Personen gaben 77 Prozent der Verbraucher an, KI mache sie sicherer bei dem, was sie online kaufen. Der Traffic von Links aus KI-Chatbots zu Händlern soll im November und Dezember um 130 Prozent steigen.

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