Wirtschaft · Seattle

Amazon-Aktie fällt: Negativer Free Cash Flow wächst wegen 220 Milliarden Dollar schwerem KI-Investitionsplan

Amazon meldete für die zwölf Monate bis zum 30. September einen negativen Free Cash Flow von 42,4 Milliarden Dollar, die Aktie gab im nachbörslichen Handel nach. Das Unternehmen rechnet für 2026 mit Investitionen in Sachanlagen von 220 Milliarden Dollar.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Axios, The New York Times, Financial Times News und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Seattle · Vereinigte Staaten
Wie es dazu kam
  1. Oktober 2026Amazon streicht weniger als 1.000 Bürojobs im Einzelhandel in den USA, Indien und Großbritannien
  2. 28. Oktober 2026, morgensBeschäftigte der Sparte Geräte und Dienste über bis zu 250 Stellenstreichungen informiert
  3. 28.10.Google und Microsoft legen Quartalszahlen vor
  4. 29.10.Amazon legt nach US-Börsenschluss die Zahlen für das dritte Quartal vor

Free Cash Flow rutscht ins Minus

Amazon meldete am Donnerstag, 29. Oktober 2026, für die zwölf Monate bis zum 30. September 2026 einen negativen Free Cash Flow von 42,4 Milliarden Dollar. Im Vergleichszeitraum bis zum 30. September 2025 hatte derselbe Wert noch plus 14,8 Milliarden Dollar betragen. Den Großteil der Verschiebung führte das Unternehmen auf einen Anstieg der Ausgaben für Grundstücke und Ausrüstung um 94,8 Milliarden Dollar im Zusammenhang mit KI zurück. Der Umsatz erreichte 201,9 Milliarden Dollar und lag damit 12 Prozent höher, verfehlte aber die von S&P Capital IQ geschätzten 202,2 Milliarden Dollar. Auch der Nettogewinn von 20,7 Milliarden Dollar blieb unter der Prognose von 21,4 Milliarden Dollar.

Free Cash Flow von Amazon, zwölf Monate bis 30. SeptemberMrd. $
Zwölf Monate bis 30. Sep. 2025
14.8 Mrd. $
Zwölf Monate bis 30. Sep. 2026
-42.4 Mrd. $

Daten aus dem Artikeltext

Investitionspläne und Reaktion der Aktie

Amazon rechnet für 2026 mit Investitionen in Sachanlagen von 220 Milliarden Dollar. Die Quartalszahlen zu den Investitionen unterscheiden sich je nach Quelle: Bloomberg berichtete von mehr als 77 Milliarden Dollar für Grundstücke und Ausrüstung, die Financial Times nannte 75,8 Milliarden Dollar. Der Umsatz von Amazon Web Services stieg im Quartal um 39 Prozent auf 46 Milliarden Dollar. AWS-Finanzchef John Felton sagte Anfang Oktober gegenüber Axios, er sei „zufrieden mit dem, was wir tun“ mit Blick auf die Investitionen. Anleger haben zudem eine Schätzung von Gartner abgewogen, wonach mehr als 3,5 Billionen Dollar an KI-Infrastrukturinvestitionen bis 2030 wertgemindert werden könnten.

Die Aktie fiel nach dem Bericht: laut Axios um 6,5 Prozent im nachbörslichen Handel, laut Financial Times um rund 5 Prozent, während die New York Times den Rückgang zum Handelsschluss am Donnerstag mit mehr als 4 Prozent angab. Das Werbegeschäft wuchs nur noch um 12 Prozent, nach 26 Prozent im Vorquartal, und könnte unter Druck geraten, wenn sich Käufer KI-Agenten zuwenden.

Eine branchenweite Ausgabenwelle

Amazon, Microsoft, Google und Meta erklärten, sie würden in diesem Jahr mehr als 720 Milliarden Dollar für Rechenzentren und andere Investitionsausgaben ausgeben – etwa dreimal so viel wie vor zwei Jahren. Die meisten der vier Unternehmen geben inzwischen mehr für Rechenzentren aus, als ihre Geschäfte an Barmitteln erwirtschaften, und alle dürften im kommenden Jahr noch mehr ausgeben. Die Google-Aktie war zum Handelsschluss am Donnerstag um mehr als 12 Prozent gefallen, nachdem das Unternehmen am Mittwoch, 28. Oktober, seine Zahlen vorgelegt hatte; die Meta-Aktie fiel um 7 Prozent, nachdem die Ergebnisse zeigten, dass das Unternehmen neue Aktien ausgibt, um Kapital zu beschaffen. Auch Oracle und SpaceX haben ihre Ausgaben und ihre Kreditaufnahme deutlich erhöht.

David Tsui, Analyst für Technologiekredite bei S&P Global Ratings, warnte, die Schwankungen könnten sich über Jahre hinziehen.

„Geringfügige Unterschiede sorgen für große Volatilität“

David Tsui

Er ergänzte, die Erträge der aktuellen Ausgaben lägen noch Jahre entfernt.

Stellenabbau und Grenzen der KI-Nutzung

Amazon strich bis zu 250 Stellen in seiner Sparte Geräte und Dienste, zu der Kindle-E-Reader, Echo-Lautsprecher und Hardware für den Assistenten Alexa gehören. Die Beschäftigten wurden am frühen Mittwoch, 28. Oktober, informiert; eine mit der Sache vertraute Person sagte, die meisten Betroffenen seien Softwareentwickler. Ein Amazon-Sprecher erklärte:

„Wir haben die schwierige Entscheidung getroffen, eine kleine Zahl von Stellen zu streichen“

Amazon

Anfang Oktober hatte Amazon in seiner Einzelhandelssparte in den USA, Indien und Großbritannien weniger als 1.000 Bürojobs gestrichen. Seit 2022 hat das Unternehmen mehr als 57.000 Stellen im Verwaltungsbereich abgebaut und will für das Weihnachtsgeschäft mehr als 300.000 Arbeitskräfte in den USA einstellen.

Amazon hat seinen Programmierern mitgeteilt, der Versuch, Beschäftigte nach ihrer KI-Token-Nutzung zu bewerten, sei „zutiefst fehlerhaft“ gewesen. In einer internen Mitteilung warnte Vizepräsident Terk Terkowitz, solche Kennzahlen als Zielvorgaben zu nutzen, könne die Kosten erhöhen. Das Unternehmen erklärte:

„Urteilsvermögen und Sorgfalt sind entscheidend: Wir sind überzeugt, dass es am besten ist, langfristige Ergebnisse zu messen und sich an ihnen messen zu lassen.“

Amazon

Amazon hatte Anfang des Jahres eine interne Rangliste der intensivsten KI-Nutzer abgeschaltet, und Andy Jassy hatte bereits erklärt, das Unternehmen werde weniger Beschäftigte brauchen, je mehr Arbeit automatisiert werde.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Organisationen
Amazon, Google, Microsoft

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