Regierung · Dublin

Dáil stimmt 86:70 für Abschaffung der dreitägigen Bedenkzeit vor Schwangerschaftsabbruch – Sinn-Féin-Gesetzentwurf geht in den Ausschuss

Der Dáil hat dafür gestimmt, einen Gesetzentwurf von Sinn Féin weiterzuverfolgen, der die verpflichtende dreitägige Bedenkzeit für einen frühen Schwangerschaftsabbruch abschafft. 86 Abgeordnete stimmten dafür, 70 dagegen. Das Gesetz muss nun den Ausschuss durchlaufen und könnte noch vor Jahresende in Kraft treten.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Irish Independent, Irish Examiner, TheJournal.ie und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Dublin · Irland
Wie es dazu kam
  1. 25.05.Referendum hebt den achten Verfassungszusatz auf; 66,4 % stimmen mit Ja.
  2. 2023Die Überprüfung durch Marie O'Shea empfiehlt die Abschaffung der dreitägigen Wartezeit.
  3. 17.06.Dáil verabschiedet Sinn-Féin-Gesetzentwurf zur Abschaffung der Wartezeit mit 86:70 Stimmen.
  4. 31.12.Gesetz soll nach Prüfung durch Ausschuss und Attorney General in Kraft treten.

Abstimmungsergebnis

Der Dáil verabschiedete den Gesetzentwurf eines Hinterbänklers am Mittwochabend mit 86 zu 70 Stimmen. Der Text ändert das Gesetz zum Schutz des Lebens während der Schwangerschaft, indem er die Auflage streicht, dass Frauen nach einem ersten Beratungsgespräch drei Tage warten müssen, bevor sie einen frühen Schwangerschaftsabbruch vornehmen lassen können. Der gesundheitspolitische Sprecher von Sinn Féin, David Cullinane, der den Gesetzentwurf einbrachte, sagte, die Änderung sei gezielt und minimal.

„Er tut nur eines. Er schlägt vor, die verpflichtende dreitägige Wartezeit für den Zugang zu einem Schwangerschaftsabbruch in der Frühschwangerschaft zu streichen.“

David Cullinane, Gesundheitspolitischer Sprecher von Sinn Féin

Regierungsfraktion bei Gewissensentscheidung gespalten

Den Regierungsabgeordneten wurde eine Gewissensentscheidung zugestanden, und das Ergebnis offenbarte deutliche Risse. Premierminister Micheál Martin und Vize-Premierminister Simon Harris stimmten für den Gesetzentwurf, ebenso wie Gesundheitsministerin Jennifer Carroll MacNeill, Finanzminister Jack Chambers und Klimaschutzminister Darragh O'Brien. Kinder- und Jugendministerin Norma Foley stimmte dagegen und argumentierte, die Bedenkzeit sei Teil des Referendumspakets von 2018 gewesen.

„Ich glaube, als es 2018 dem Volk vorgelegt wurde, war das Teil dessen, was dem Volk vorgelegt wurde. Daher werde ich nicht für die Abschaffung der dreitägigen Wartezeit stimmen.“

Norma Foley, Ministerin für Kinder und Jugend

Auch der stellvertretende Finanzminister Robert Troy, der ebenfalls mit Nein stimmte, verwies auf eine Schätzung, wonach über 10.000 Frauen während der Wartezeit ihre Meinung geändert und sich gegen einen Abbruch entschieden hätten. Mehrere andere Abgeordnete von Fianna Fáil und Fine Gael schlossen sich der Opposition an.

Ursprung der Bedenkzeit und die Überprüfung durch O'Shea

Die dreitägige Pause wurde 2018 in das ursprüngliche Gesetz eingefügt, um einige Abgeordnete nach dem Referendum zur Aufhebung des achten Verfassungszusatzes zu beruhigen. Eine gesetzlich vorgeschriebene Überprüfung unter der Leitung der Rechtsanwältin Marie O'Shea wurde 2023 veröffentlicht und empfahl die Streichung der Wartezeit. Darin wurde festgestellt, dass die Teilnehmerinnen diese überwältigend nicht als vorteilhaft empfanden. Der Bericht bezeichnete die Wartezeit als ein wiederkehrendes Hindernis, doch es wurde erst in der laufenden Legislaturperiode des Dáil gehandelt.

Weitere politische Dynamiken

Die Vorsitzende von Sinn Féin, Mary Lou McDonald, sagte, die Wartezeit hätte nie existieren dürfen, und forderte die Abgeordneten auf, „Frauen zu vertrauen“. Die Vorsitzende der Labour-Partei, Ivana Bacik, sagte, der Gesetzentwurf gehe nicht weit genug, und bezeichnete die Wartezeit als „ein übrig gebliebenes, beleidigendes, patriarchalisches Misstrauen gegenüber Frauen“. Die Sozialdemokraten hatten zuvor eine umfassendere Reform vorgeschlagen, aber Sinn Féin unterstützte diese nicht. Die Verabschiedung eines Oppositionsgesetzes zu einem sensiblen gesellschaftlichen Thema ist selten und bietet Sinn Féin eine Gelegenheit, Kritiker von links zu entkräften.

Nächste Schritte

Der Gesetzentwurf geht nun an den Gesundheitsausschuss des Oireachtas zur detaillierten Prüfung. Gesundheitsministerin Jennifer Carroll MacNeill wird voraussichtlich den Attorney General Rossa Fanning zu Änderungen konsultieren. Wenn die Ausschussphase und die anschließende Ausarbeitung reibungslos verlaufen, könnte das Gesetz noch vor Ende 2026 verabschiedet werden.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Orte
Dublin

Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.

Pollar unterstützen