
Paula Badosa feiert emotionales Comeback gegen Coco Gauff und erreicht Viertelfinale in Berlin
Die ehemalige Weltranglistenzweite Paula Badosa drehte nach einem 1:6 im ersten Satz auf und besiegte Coco Gauff mit 6:3, 6:2 bei den Berlin Tennis Open. Damit erreichte sie nach einem von Verletzungen geprägten Jahr ihr erstes WTA-Viertelfinale 2026.
Eine atemberaubende Wende nach einseitigem Start
Coco Gauff rauschte in 26 Minuten durch den ersten Satz, gab nur ein Spiel ab und schien auf dem Weg zu einem ungefährdeten Sieg. Doch Paula Badosa, die als Wildcard-Starternummer 142 der Welt antrat, gab nicht auf. Sie breakte früh im zweiten Satz und hielt dagegen, gewann ihn in 35 Minuten mit 6:3. Im dritten Satz breakte Badosa zum 1:2 und ließ nicht mehr locker, sie schloss den 1:6, 6:3, 6:2-Erfolg nach einer Stunde und 37 Minuten ab. Es war ihr erster Sieg gegen eine Top-10-Spielerin in dieser Saison und ihr bedeutendstes Ergebnis seit ihrem Halbfinaleinzug bei den Australian Open 2025.
Vor einem Jahr habe ich mich hier verletzt und seitdem konnte ich nicht konstant spielen. Ich habe beruflich viel durchgemacht, aber auch persönlich, und jetzt wieder auf diesem Niveau zu spielen, bedeutet mir sehr viel. Endlich habe ich mich heute auf dem Platz wiedergesehen.
Zurück nach einer Reihe von Verletzungen
Badosa, einst die Nummer 2 der Welt, kämpft seit 2023 mit einem chronischen Stressbruch im Rücken und riss sich im vergangenen Sommer das Labrum in der rechten Hüfte. Bei den Berliner Turnieren im Vorjahr gab sie im Viertelfinale auf, verlor dann in der ersten Runde von Wimbledon und kehrte nur kurz in Peking zurück, bevor sie die Saison beendete. Die Verletzungen ließen ihre Weltrangliste abstürzen, und sie kam mit fünf Niederlagen in Folge nach Berlin. Ihr emotionales Interview auf dem Platz, geführt von der ehemaligen Spielerin Andrea Petkovic, zeigte die Schwere des Comebacks.
Wie Sie sehen können, bin ich sehr emotional. Es war sehr schwer. Ich habe viele Schwierigkeiten durchgemacht, sowohl beruflich als auch persönlich. Wieder auf diesem Niveau zu spielen, bedeutet mir sehr viel. Ich liebe diesen Sport, deshalb komme ich immer wieder zurück.
Gauffs Rasensaison beginnt mit weiterer Enttäuschung
Für Gauff setzt sich mit dieser Niederlage eine Durststrecke auf Rasen fort. Die US-Open-Siegerin von 2023 und Roland-Garros-Siegerin von 2025 gewann 2025 kein einziges Match auf diesem Belag und schied in Berlin und Wimbledon jeweils in der ersten Runde aus. Ihre Position als Weltranglistensiebte und an Nummer fünf gesetzte Spielerin in Berlin bot wenig Schutz gegen Badosas entschlossenes Spiel. Die Aufschlagquote der Amerikanerin fiel über die drei Sätze hinweg, und sie wurde in den letzten beiden Sätzen jeweils zweimal gebreakt. Sie wird sich nun auf das Doppel mit ihrer Partnerin Jessica Pegula konzentrieren.
In weiteren Zweitrundenmatches setzte sich Pegula mit 6:2, 6:4 gegen Katerina Siniakova durch, während Alexandra Eala die Queen's-Club-Siegerin Donna Vekic mit 7:5, 6:4 besiegte. Badosa trifft als Nächstes auf die Siegerin der Partie zwischen Linda Noskova und Diane Perry.


