Wirtschaft · Berlin
Autoreparaturen in Deutschland laut Versicherern in zehn Jahren um rund 70 Prozent teurer
Eine Autoreparatur kostet in Deutschland inzwischen durchschnittlich 4600 Euro, teilen die Versicherer mit. Die Kfz-Versicherer erwarten für dieses Jahr eine Schadenquote von 99 Prozent.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Bayerischer Rundfunk, tagesschau.de, RP Online und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Der GDV beziffert eine durchschnittliche Autoreparatur in Deutschland auf 4600 Euro, rund 70 Prozent mehr als vor zehn Jahren – bei einem Anstieg der Verbraucherpreise um 26 Prozent.
Die Aufwendungen für Reparaturen und andere Leistungen dürften in diesem Jahr um gut 10 Prozent auf 35 Milliarden Euro steigen, bei einer Schadenquote von 99 Prozent.
Laut Verivox liegen die Kfz-Tarife im Schnitt 2 Prozent über dem Vorjahr, die Kfz-Haftpflicht um 3 Prozent; neue Budget-Online-Policen kosten weniger als ein Jahr zuvor.
Reparaturkosten steigen schneller als die Inflation
Eine durchschnittliche Autoreparatur in Deutschland ist nach Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in zehn Jahren um rund 70 Prozent auf 4600 Euro gestiegen. Sowohl Ersatzteile als auch Werkstattkosten seien überdurchschnittlich stark gestiegen. Die Verbraucherpreise legten im selben Zeitraum um 26 Prozent zu, die Reparaturrechnungen sind also deutlich schneller gewachsen als die allgemeine Inflation. Vorgestellt wurden die Zahlen am 29. Oktober 2026 in Berlin.
Allein im Jahr 2025 stiegen die Werkstattstundensätze nach GDV-Zahlen, die dem SPIEGEL zuerst vorlagen, um durchschnittlich 7,5 Prozent – mehr als dreimal so stark wie die allgemeinen Verbraucherpreise. Zwischen 2017 und 2025 kletterten sie um 62 Prozent. Ersatzteile waren im Schnitt rund sechs Prozent teurer als ein Jahr zuvor, wobei Vordertüren und Motorhauben noch stärker zulegten, wie die GDV-Analyse ergab.
- Werkstattstundensätze
- 62 %
- Verbraucherpreise
- 26 %
Daten aus dem Artikeltext
Was das für die Versicherer bedeutet
Für die Versicherer bedeutet der Kostenanstieg Milliarden an Mehrausgaben. Der GDV erwartet, dass die Aufwendungen der Kfz-Versicherung für Reparaturen und andere Leistungen in diesem Jahr um gut zehn Prozent auf 35 Milliarden Euro steigen. Die Sparte dürfte knapp an einem Verlust vorbeischrammen: Die Schadenquote, die Aufwendungen für Schäden und Verwaltung ins Verhältnis zu den Beitragseinnahmen setzt, wird auf 99 Prozent geschätzt. Damit bleiben dem Versicherer von 100 Euro Beitragseinnahmen rund ein Euro.
GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen brachte den Druck direkt mit der Kostenentwicklung in Verbindung.
„Die stark gestiegenen Preise für Werkstätten und Ersatzteile treiben die Schadenaufwendungen weiter nach oben, und sie wachsen deutlich schneller als die Beitragseinnahmen.“
Beiträge entspannen sich nach drei Jahren der Erhöhungen
Die Kfz-Versicherer haben die Preise in den vergangenen drei Jahren kräftig angehoben, doch inzwischen steigen die Beiträge langsamer. Das Vergleichsportal Verivox teilte am 27. Oktober mit, die Kfz-Tarife lägen in diesem Jahr im Schnitt 2 Prozent über dem Vorjahr, die Kfz-Haftpflicht um 3 Prozent und die Vollkasko um 2 Prozent, während die Angebote der Teilkasko unverändert blieben. Neue Policen im Budgetsegment, die überwiegend von Online-Versicherern stammen, kosten weniger als ein Jahr zuvor. Der GDV beschreibt den Markt als hart umkämpft, mit Preiswettbewerben, die in unregelmäßigen Zyklen alle paar Jahre wiederkehren.
- Kfz-Haftpflicht
- 3 %
- Vollkasko
- 2 %
Daten aus dem Artikeltext
Verivox-Geschäftsführer Aljoscha Ziller warnte davor, die Abschwächung als Trendwende zu deuten.
„Von einer dauerhaften Preisentwicklung kann noch keine Rede sein. Ersatzteile und Reparaturen werden weiter teurer und bleiben Kostentreiber.“
Risikoeinstufung und Wechsel im Herbst
Die Reparaturkosten sind nicht der einzige Faktor für die Beiträge, denn die Versicherer bewerten auch das Risiko jedes einzelnen Versicherungsnehmers. Am wichtigsten ist die Schadensfreiheitsklasse (SF), denn je höher die Klasse eines Fahrers, desto größer der Rabatt. Millionen Autofahrer wechseln jeden Herbst ihre Kfz-Versicherung, um günstigere Tarife zu finden. Wer in diesem Jahr einen niedrigeren Preis sucht, wird laut dem Neukundenvergleich von Verivox vor allem im günstigen Online-Segment fündig.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Bayerischer RundfunkVersicherer: Autoreparaturkosten deutlich teurer geworden
- tagesschau.deMarktbericht: Warum Autoreparaturen immer teurer werden
- RP OnlineProbleme für Versicherungen: Kosten für Autoreparaturen um 70 Prozent gestiegen
- Süddeutsche ZeitungVersicherer: Autoreparaturkosten schießen in die Höhe
- Jörg Asmussen
- Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV)
- Orte
- Berlin, Deutschland
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