Regierung · Canberra, Melbourne und Sydney
Australien verschärft Visaregeln für Studenten und Backpacker, um Nettozuwanderung auf 225.000 zu senken
Innenminister Tony Burke kündigte strengere Visaregeln für internationale Studenten und Backpacker an, um die Nettozuwanderung Australiens bis 2028 auf 225.000 zu senken.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von The Guardian, vrtnws.be, NOS und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Innenminister Tony Burke kündigte Pläne an, die Nettozuwanderung von 292.000 auf 245.000 im laufenden Haushaltsjahr und bis 2027–2028 auf 225.000 zu senken.
Internationale Studierende dürfen keine Angehörigen mehr mitbringen, was eine Kategorie betrifft, die im vergangenen Jahr 45.000 der 337.000 ausgestellten Studentenvisa ausmachte.
Australien führt ein Losverfahren ein, das Verlängerungen im zweiten Jahr auf 45.000 Plätze und im dritten Jahr auf 5.000 Plätze begrenzt, während die Bearbeitungszeit auf drei Monate erhöht wird.
Mike Guerin, Geschäftsführer des National Farmers Federation, warnte vor Ernteausfällen vor Weihnachten, während Bran Black, Leiter des Business Council of Australia, auf Engpässe in jedem dritten Beruf hinwies.
Neue Grenzen für Studenten- und Besuchervisa
Der australische Innenminister Tony Burke kündigte überarbeitete Einwanderungsregeln an, die darauf abzielen, die Nettozuwanderung zu reduzieren und das sogenannte ‚Visa-Hopping‘ im Inland einzudämmen. Nach den neuen Maßnahmen ist es internationalen Studierenden grundsätzlich nicht mehr gestattet, Partner oder Kinder mitzubringen, mit engen Ausnahmen für bestimmte Studierende aus südostasiatischen und pazifischen Ländern. Im vergangenen Jahr stellte Australien mehr als 337.000 Studentenvisa aus, von denen etwa 45.000 an Familienangehörige und Angehörige gingen. Die internationale Bildung erwirtschaftete im Jahr bis Juni 2025 Exporteinnahmen und inländische Studentenausgaben in Höhe von 53,6 Milliarden australischen Dollar (etwa 38 Milliarden Euro). Um zu verhindern, dass Antragsteller durch aufeinanderfolgende Einschreibungen kontinuierlich Visa verlängern, müssen Verlängerungen einen Fortschritt zu einem höheren Qualifikationsniveau erfordern. Darüber hinaus enthalten Standard-Besuchervisa eine obligatorische ‚No Further Stay‘-Klausel, die Touristen daran hindert, ihren Status innerhalb Australiens zu ändern.
Backpacker-Lotterie und Durchsetzungsmaßnahmen
Die Änderungen überarbeiten auch das Working-Holiday-Visa-System und führen ein Losverfahren für Ausländer ein, die einen mehrjährigen Aufenthalt anstreben. Die Bearbeitungszeiten für Working-Holiday-Visa werden von einem Tag auf drei Monate steigen. Die Regierung hat eine jährliche Quote von 45.000 Plätzen für Verlängerungen im zweiten Jahr festgelegt und die Verlängerungen im dritten Jahr auf 5.000 Plätze begrenzt. Britische Staatsbürger bleiben von diesen Obergrenzen und regionalen Arbeitsverpflichtungen im Rahmen bestehender Handelsvereinbarungen ausgenommen. Um die Einhaltung zu überwachen und Visumüberschreitungen zu bekämpfen, stellt die Regierung 100 zusätzliche Vollzugsbeamte ein und eröffnet 250 Einwanderungshaftplätze, darunter eine umfunktionierte ehemalige Quarantäneeinrichtung in Melbourne.
- Obergrenze Verlängerung zweites Jahr
- 45000 Plätze
- Obergrenze Verlängerung drittes Jahr
- 5000 Plätze
Daten aus dem Artikeltext
Branchenreaktionen und wirtschaftliche Debatte
Die Ankündigungen riefen rasche Reaktionen von Wirtschafts- und Agrarvertretern hervor. Mike Guerin, Geschäftsführer des National Farmers Federation, warnte, dass Arbeitskräftemangel die Obst- und Gemüseernte vor Weihnachten beeinträchtigen würde, was zu leeren Regalen und höheren Lebensmittelpreisen führen würde. Burke wies diese Prognosen zurück und wies darauf hin, dass das Pacific Australia Labour Mobility Scheme alternative regionale Arbeitskräfte biete.
„Wir brauchen Einwanderung. Wir müssen nur sicherstellen, dass sie auf die Bedürfnisse Australiens in Bezug auf Zahlen und die verschiedenen Kategorien ausgerichtet ist, die für unsere Wirtschaft funktionieren.“
Bran Black, Geschäftsführer des Business Council of Australia, unterstützte die Maßnahmen zur Verbesserung der Integrität des Visasystems, äußerte jedoch Bedenken hinsichtlich der Einschränkungen für Backpacker, da fast jeder dritte inländische Beruf unter Arbeitskräftemangel leidet. Burke betonte, dass ausländische Arbeitskräfte für den heimischen Bau weiterhin unverzichtbar seien, und wies darauf hin, dass im Ausland geborene Handwerker fast zwei Drittel der in Sydney und Melbourne tätigen Gipser ausmachen.
Politischer Druck und demografische Ziele
Die australische Regierung strebt an, die jährliche Nettozuwanderung von 292.000 auf 245.000 im laufenden Haushaltsjahr und bis zum Haushaltsjahr 2027–2028 auf 225.000 zu senken. Burke bestritt, dass die politischen Änderungen durch den Aufstieg der rechten One-Nation-Partei ausgelöst wurden, die zwischen 25 % und 30 % der Stimmen erhält. One Nation hat sich dafür ausgesprochen, die Migrantenbevölkerung Australiens innerhalb von drei Jahren um 750.000 zu reduzieren und eine jährliche Obergrenze für die Nettozuwanderung von 130.000 festzulegen. Die prioritäre Visabearbeitung konzentriert sich nun auf stark nachgefragte inländische Sektoren, darunter Gesundheitswesen, Bauwesen, Bildung und Strafverfolgung.
- Vorjahr
- 292000 Personen
- Ziel laufendes Haushaltsjahr
- 245000 Personen
- Ziel 2027–2028
- 225000 Personen
Daten aus dem Artikeltext
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- The GuardianIn a debate about migration, the ABC had to present multiple views. But where to draw the line? | Weekly Beast
- The GuardianMigrant battle shifts to food prices; Hyrox athlete says sorry; and are we facing a 'spermapocalypse'?
- The GuardianAmid claims of 'mass migration', Labor hopes a measured approach will take the hot air out of the debate
- The GuardianTony Burke rejects farmers' claims that immigration changes will increase food prices
- Tony Burke
- Australischer Innenminister
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