Migration · Berlin

Deutschland verzeichnet mit 5.707 neuen Anträgen den niedrigsten Oktober-Asylzugang seit 2011

In Deutschland wurden im Oktober 2026 insgesamt 5.707 neue Asylzugänge registriert – der niedrigste Oktoberwert seit 2011. Auch die illegalen Grenzübertritte sanken in diesem Monat auf 3.270, den niedrigsten Monatswert des Jahres.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Deutsche Welle, N-tv und DIE WELT. Veröffentlicht . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Berlin · Deutschland
Wie es dazu kam
  1. September 2024Grenzkontrollen zu allen Nachbarländern beginnen, eingeführt unter Nancy Faeser
  2. Mai 2025Die Regierung Merz tritt ihr Amt an und beginnt ihre Migrationswende
  3. Juni 2026Das neue Gemeinsame Europäische Asylsystem (GEAS) tritt in Kraft
  4. Oktober 2026Die Asylzugänge fallen auf 5.707, den niedrigsten Oktoberwert seit 2011

Die Zugänge fallen auf den niedrigsten Oktoberwert seit 2011

Das Bundesinnenministerium zählte im Oktober 2026 insgesamt 5.707 im Asylverfahren registrierte Personen; die Zahlen wurden zuerst von Bild gemeldet und am Mittwoch, 4. November, von einer Sprecherin des Ministeriums gegenüber AFP bestätigt. Laut WELT ist das der niedrigste Oktoberwert seit 2011, als 4.106 Menschen registriert wurden. Im Vergleich zum Oktober 2024, als 19.785 Zugänge gezählt wurden, ist die Zahl um fast 70 % gesunken. Die Quellen nennen unterschiedliche Vorjahreswerte: DW berichtet von einem Rückgang um 40 % gegenüber Oktober 2025, während WELT für Oktober 2025 8.823 Zugänge und einen Rückgang von etwa 35 % angibt.

Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) bezeichnete die Zahlen als Trendwende und sagte, die Regierung wolle diese verfestigen. Gegenüber Bild sagte er:

„Wir drängen die illegale Migration erfolgreich zurück.“

Alexander Dobrindt, Bundesinnenminister
Asylanträge und Zugänge im Oktober in ausgewählten JahrenPersonen
Oktober 2011
4106 Personen
Oktober 2024
19785 Personen
Oktober 2025
8823 Personen
Oktober 2026
5707 Personen

Daten aus dem Artikeltext

Grenzübertritte und Zurückweisungen

Auch die illegalen Grenzübertritte gingen zurück. Die Bundespolizei registrierte im Oktober 3.270 Fälle, nach 3.668 im September, der niedrigste Monatswert seit mehr als fünf Jahren; zuletzt waren im Januar, Februar und Mai 2021 weniger Fälle erfasst worden. In den ersten zehn Monaten des Jahres zählte die Bundespolizei 40.193 illegale Einreisen an Land-, Luft- und Seegrenzen. Das sind 12.745 weniger als im Vorjahreszeitraum, ein Rückgang von etwa 24 %.

Seit dem Amtsantritt der Koalition aus CDU/CSU und SPD im Mai 2025 wurden 47.551 Menschen an der deutschen Grenze zurückgewiesen. Weitere 2.432 Personen wurden gestoppt, weil für sie ein bestehendes Wiedereinreiseverbot galt. Die Zurückweisungen von Asylsuchenden an der Grenze stoßen laut WELT auf breite Kritik.

Illegale Grenzübertritte in Deutschland, September und Oktober 2026Fälle
September 2026
3668 Fälle
Oktober 2026
3270 Fälle

Daten aus dem Artikeltext

Die Politik hinter dem Rückgang

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und seine Koalition begannen nach dem Amtsantritt im Mai 2025 mit dem, was sie eine Migrationswende nennen. Dobrindt ordnete schärfere Kontrollen an den Grenzen zu den Nachbarländern und die Zurückweisung von Migranten an der Grenze an. Deutschland kontrolliert seit September 2024 die Grenzen zu allen Nachbarländern – eine Maßnahme, die unter seiner Vorgängerin Nancy Faeser (SPD) eingeführt wurde. Zuvor hatte Deutschland bereits Kontrollen an den Grenzen zu Polen, Tschechien, Österreich und der Schweiz eingeführt und dies mit der Migrationslage begründet.

Das neue Gemeinsame Europäische Asylsystem (GEAS) trat im Juni 2026 in Kraft. Die EU will damit die Asylverfahren harmonisieren, die Außengrenzen strenger kontrollieren und Migration wirksamer steuern. Dobrindt sagt, die Regierung wolle den Rückgang nun dauerhaft machen und gemeinsam mit europäischen Partnern Ordnung, Kontrolle und Steuerung in die illegale Migration bringen.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Organisationen
Europäische Union

Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.

Pollar unterstützen