Regierung · Warschau

Żurek: Anhörungen am Verfassungsgericht in wenigen Wochen – Kritik an Nawrockis Besuch

Justizminister Waldemar Żurek erklärte am Sonntag, 1. November, das Verfassungsgericht könne in wenigen Wochen mit der inhaltlichen Prüfung von Fällen beginnen. Den nächtlichen Zutritt von Präsident Karol Nawrocki in das Gerichtsgebäude nannte er einen Fall für die strafrechtliche Bewertung.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von naTemat.pl, oko.press, polsatnews.pl und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Warschau · Polen
Wie es dazu kam
  1. 30.10.Anträge auf Aufhebung der Immunität des suspendierten Präsidenten und des suspendierten Vizepräsidenten des Verfassungsgerichts eingereicht
  2. Nacht vom 30. auf den 31. Oktober 2026Präsident Karol Nawrocki betritt das Gebäude des Verfassungsgerichts, nachdem er seine Reise in den Senegal abgebrochen hat
  3. 1.11.Żurek sagt, die ersten Anhörungen am Verfassungsgericht seien eine Frage von Wochen
  4. 3.11.Vollversammlung der Richter des Verfassungsgerichts soll den Haushalt für 2027 verabschieden

Wechsel an der Spitze des Gerichts

Anna Korwin-Piotrowska übernahm am Freitag, 30. Oktober, die Leitung des Verfassungsgerichts und suspendierte Bogdan Święczkowski von seinen Pflichten als Präsident. Anträge auf Aufhebung der Immunität von Święczkowski und von Bartłomiej Sochański, dem suspendierten Vizepräsidenten, wurden am selben Tag eingereicht. Żurek, der Justizminister und Generalstaatsanwalt ist, sagte, er habe mehrere Verfahren zum Verfassungsgericht gebracht, die Święczkowski betreffen, darunter strafrechtliche Angelegenheiten. Er argumentierte, Święczkowski verhalte sich, als gelte das Gesetz für ihn nicht, und er wolle, dass die Anträge so schnell wie möglich entschieden werden.

Korwin-Piotrowska berief für Dienstag, 3. November eine Vollversammlung der Richter des Verfassungsgerichts ein, auf der der Haushalt des Gerichts für 2027 verabschiedet werden soll. Żurek sagte, die frühere Führung habe es versäumt, diesen Haushalt zum Abschluss zu bringen, und er begrüße die Entscheidung, die Versammlung einzuberufen.

Anhörungen in wenigen Wochen

Am Sonntag, 1. November, sagte Żurek im Sender TVP Info, die ersten Anhörungen und die ersten Entscheidungen in der Sache seien eine Frage von Wochen. Er bezeichnete das Tempo als schnell und zeigte sich zufrieden.

„Es ist eine Frage von Wochen, bis wir die ersten Anhörungen haben und die ersten Fälle in der Sache entschieden werden. Das ist schon schnell, und ich bin froh darüber.“

Waldemar Żurek, Justizminister und Generalstaatsanwalt

Żurek machte zudem die politische Ausrichtung des Gerichts in den vergangenen Jahren dafür verantwortlich, dass Beschwerden von Bürgern lange unerledigt blieben. Zweifel bestehen weiterhin, ob die Versammlung überhaupt zusammenkommen kann. Für Beschlüsse sind zwei Drittel der 15 Richter nötig, also zehn Anwesende, während nur acht vom derzeitigen Sejm gewählte Richter sicher teilnehmen.

Erforderliche Richter für das Quorum gegenüber sicher teilnehmenden, vom Sejm gewählten RichternRichter
Erforderliches Quorum (2/3 von 15 Richtern)
10 Richter
Sicher teilnehmende, vom Sejm gewählte Richter
8 Richter

Daten aus dem Artikeltext

Nawrockis nächtlicher Besuch am Gericht

Präsident Karol Nawrocki brach eine Reise in den Senegal ab und kehrte nach Warschau zurück. Nach Konsultationen mit dem Ersten Präsidenten des Obersten Gerichts begab er sich in der Nacht vom 30. auf den 31. Oktober zum Gebäude des Verfassungsgerichts an der Aleja Szucha. Aufnahmen des Zutritts wurden online gestellt, und Polsat News berichtete von Rangeleien mit Menschen, die im Türbereich standen. Die Proteste vor dem Gericht hatten sich nach dem Führungswechsel verstärkt.

Żurek nannte den Zutritt einen Banditenüberfall und sagte, die Staatsanwaltschaft müsse Konsequenzen ziehen. Die Mitarbeiter Nawrockis hätten sich in dem Gebäude straffrei verhalten, sagte er, und dankte der Polizei dafür, in einer Krise einen kühlen Kopf bewahrt zu haben. Er fügte hinzu, die Unverletzlichkeit des Gebäudes des Verfassungsgerichts sei verletzt worden.

„Ich bewerte seinen Zutritt zum Verfassungsgericht bereits strafrechtlich. Es war eine Verletzung der Unverletzlichkeit des Gebäudes des Verfassungsgerichts.“

Waldemar Żurek, Justizminister und Generalstaatsanwalt

Wie es weitergeht

Die Vollversammlung am Dienstag, 3. November, ist der nächste geplante Schritt; ihre Beschlussfähigkeit und der Haushalt für 2027 werden zeigen, ob das Gericht seine Arbeit wieder aufnehmen kann. Żurek hat darauf gedrängt, die Immunitätsanträge gegen Święczkowski und Sochański zügig zu entscheiden. Die Artikel nennen kein Datum für die ersten Anhörungen, sodass der Zeitplan von der Versammlung und den anhängigen Anträgen abhängt.

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