
Russische Angriffe töten fünf Menschen in Dnipro und Mykolajiw, während Selenskyj New York besucht
Bei nächtlichen russischen Raketen-, Drohnen- und Artillerieangriffen wurden vier Menschen in Dnipro und ein Kind in Mykolajiw getötet, während Wolodymyr Selenskyj zu Gesprächen mit Donald Trump nach New York reiste.
Nächtliche Angriffe in der Oblast Dnipropetrowsk
Russische Streitkräfte starteten in der Nacht zum 22. September 2026 einen koordinierten Angriff auf vier Verwaltungsbezirke der Oblast Dnipropetrowsk. Dabei kamen Raketen, unbemannte Luftfahrzeuge und schwere Artillerie gegen kommunale Infrastruktur und Gewerbeimmobilien zum Einsatz. Im regionalen Zentrum Dnipro verursachte der Beschuss schwere Zerstörungen an gewerblichen Lagerhäusern und einer Industrieanlage. Erste Berichte der Regionalbehörden um 05:46 Uhr gingen zunächst von zwei Toten und sechs Verletzten aus. Als die Rettungskräfte im Laufe des Morgens in die eingestürzten Gebäude vordrangen, korrigierten die Behörden die Zahl der Todesopfer nach oben. Auch schwere Industrieanlagen in den nahegelegenen Städten Krywyj Rih und Pawlohrad wurden bei dem regionalen Bombardement getroffen.
Der Feind griff vier Bezirke der Region mit Raketen, Drohnen und Artillerie an.
Zivile Opfer und Schäden in Mykolajiw
Die russische Angriffswelle am Dienstagmorgen erstreckte sich über die Oblast Dnipropetrowsk hinaus bis in die Südukraine. In der Oblast Mykolajiw traf eine russische Langstreckendrohne eine Wohnsiedlung und verursachte örtliche Zerstörungen und zivile Opfer. Der amtierende Gouverneur Heorhij Reschetilow berichtete, dass bei dem Drohnenangriff ein dreijähriges Kind getötet wurde. In einer benachbarten Siedlung derselben Region erlitten vier weitere Zivilisten Verletzungen durch die Explosion, darunter eine Person, die in kritischem Zustand ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Insgesamt wurden in den Oblasten Dnipropetrowsk und Mykolajiw fünf Tote und zehn Verletzte bei den nächtlichen Operationen bestätigt.
- Oblast Dnipropetrowsk
- 4 Personen
- Oblast Mykolajiw
- 1 Personen
Suchaktionen an Industrieanlagen
Rettungskräfte in Dnipro konzentrierten ihre Bergungsarbeiten auf das beschädigte Industrieunternehmen, wo Raketen- und Artillerietreffer Gebäudeeinstürze verursacht hatten. Die Einsatzkräfte arbeiteten sich durch Schuttberge und verbogenes Metall, um unter den eingestürzten Decken eingeschlossene Mitarbeiter und Anwesende zu erreichen. Oleksandr Ganscha, Leiter der regionalen Militärverwaltung und der regionalen Polizeibehörde, erklärte, dass die Such- und Rettungsteams vier Leichen direkt aus den Trümmern des Unternehmens geborgen hätten. Die Einsatzkräfte vor Ort warnten, dass möglicherweise weitere Arbeiter unter den Trümmern eingeschlossen seien, und hielten den ganzen Morgen über aktive Suchteams vor Ort. Die angegriffene Anlage erlitt umfangreiche strukturelle Zerstörungen, ebenso wie mehrere benachbarte Lagerhäuser im Industriegebiet.
Es könnten noch Menschen unter den Trümmern des durch einen feindlichen Angriff beschädigten Unternehmens sein. Die Such- und Rettungsarbeiten laufen.
- Regionalbehörden melden zwei Tote und sechs Verletzte bei Angriffen auf vier Bezirke der Oblast Dnipropetrowsk
- Offizielle Zahl der Todesopfer in Dnipro wird auf vier aktualisiert, während Suchaktionen am beschädigten Unternehmen fortgesetzt werden
- Wolodymyr Selenskyj trifft in New York ein, vor den geplanten Gesprächen mit Donald Trump
Diplomatische Gespräche bei den Vereinten Nationen
Die nächtlichen Angriffe ereigneten sich, als der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in New York eintraf, um an der Generalversammlung der Vereinten Nationen teilzunehmen. Selenskyj wird am Dienstag am Rande der Versammlung ein bilaterales Treffen mit dem US-Präsidenten Donald Trump abhalten, um über diplomatische Initiativen zu sprechen. Washington hat kürzlich seine diplomatischen Vermittlungsbemühungen wieder aufgenommen, um ein Ende des seit mehr als vier Jahren andauernden Krieges auszuhandeln. In auf der Social-Media-Plattform X veröffentlichten Stellungnahmen bestätigte Selenskyj, dass er sich auch mit europäischen Staats- und Regierungschefs, US-Senatoren und Führungskräften amerikanischer Unternehmen treffen werde. Der ukrainische Führer erklärte, dass seine Delegation konkrete Sicherheitsvorschläge vorlege, eine verstärkte Lieferung von Luftabwehrsystemen anstrebe und eine nachhaltige finanzielle Unterstützung sichern wolle.
Es gibt konkrete Sicherheitsvorschläge und Deeskalationsschritte, die das Ende des Krieges näher bringen könnten. Wir arbeiten daran, die Luftverteidigung zu stärken und eine ausreichende Finanzierung für die Ukraine sicherzustellen.


