Sicherheit · Amsterdam

Amsterdamer Polizei setzt Taser gegen männlichen Paketboten ein, weil er seinen Transporter nicht wegfahren wollte

Der Vorfall ereignete sich am Donnerstag, 29. Oktober 2026, gegen 15:30 Uhr in der Runstraat im Zentrum von Amsterdam. Der Mann wurde später nach drei Bußgeldern freigelassen; die Polizei erklärt, das Online-Video zeige nur einen Teil des Geschehens.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von NOS, Telegraaf, 7sur7 und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Amsterdam · Niederlande
Wie es dazu kam
  1. 29.10.Ein Beamter setzt den Taser gegen den Paketboten in der Runstraat ein, nachdem dieser sich weigert, seinen Transporter wegzufahren
  2. 29. Oktober 2026, nachmittagsDer Paketbote wird zur Polizeiwache gebracht und erhält drei Bußgelder

Was geschah

Am Donnerstag, 29. Oktober 2026, setzte ein Polizeibeamter gegen 15:30 Uhr eine Elektroschockwaffe gegen einen männlichen Paketboten in der Runstraat ein, einer Einkaufsstraße im Amsterdamer Viertel Negen Straatjes. Die Polizei erklärt, der Mann habe seinen Transporter an einer Stelle abgestellt, an der er nicht stehen durfte, und die Straße während des Be- und Entladens blockiert. Als der Beamte ihn aufforderte, den Wagen wegzufahren, damit der Verkehr passieren könne, habe er sich geweigert und bei seiner Festnahme nicht mitgearbeitet. Die Situation eskalierte daraufhin, und der Beamte, ebenfalls ein Mann, setzte den Taser aus kurzer Distanz ein, woraufhin der Paketbote zu Boden fiel. In dem Gebiet gilt zwischen 12:00 und 18:00 Uhr ein Halteverbot.

Der Paketbote wurde am Nachmittag zur Polizeiwache gebracht, wo er drei Bußgelder erhielt. Die Berichte geben an, dass er anschließend freigelassen wurde und über diese Bußgelder hinaus keine weiteren Sanktionen folgten.

Die Darstellung der Polizei

Die Polizei erklärt, das Online-Video zeige nur einen Bruchteil des Vorfalls. Ein Polizeisprecher sagte gegenüber Reportern, die Beamten hätten auch weiteres Material ausgewertet und es sei mehr geschehen als das, was online zu sehen ist. Die Eskalation habe möglicherweise schon vor Beginn des Clips begonnen. Beamte sind verpflichtet, abzuwägen, welche Gewaltanwendung sie einsetzen, und vorab zu warnen, wo die Situation es zulässt; die Online-Bilder zeigen jedoch nicht, ob eine Warnung ausgesprochen wurde.

Der Sprecher erläuterte die Erwägungen des Beamten mit diesen Worten:

„Irgendwann entscheidet ein Kollege: Anders kann ich das nicht lösen. Dann wählt er eine Elektroschockwaffe.“

Niederländische Polizei

Der Einsatz des Tasers wurde einem Justizbeamten (hulpofficier van justitie) gemeldet, der die Gewaltanwendung überprüfen wird. Die Polizeirichtlinien sehen vor, dass eine Elektroschockwaffe für unmittelbar bedrohliche Situationen bestimmt ist und notwendig, wirksam und der Situation angemessen sein muss.

Das Video und die weitere Debatte

Eine Aufnahme eines Passanten zeigt, wie der Paketbote mit dem Beamten diskutiert und fragt, warum er festgenommen werde, während er die Hände seitlich ausstreckt. Der Beamte geht daraufhin auf ihn zu und setzt den Taser aus kurzer Distanz ein, woraufhin der Mann zu Boden geht. Andere Umstehende äußern hörbar ihren Unmut, und eine Frau fragt, ob der Beamte den Verstand verloren habe. Maarten Brink, Vorsitzender der Nederlandse Politiebond (Niederländische Polizeigewerkschaft), warnte davor, den Vorfall allein anhand von Clips zu beurteilen.

Brink argumentierte, dass ein vollständiges Bild nötig sei, bevor man sich eine Meinung bilde:

„Wir sagen: Man muss das ganze Bild haben. Oft sind das Clips, die geschnitten oder bearbeitet wurden.“

Maarten Brink

Brink fügte hinzu, dass sich Menschen über die Medienberichterstattung schnell ein Urteil bildeten. Er sagte außerdem, jeder Polizeigewalteinsatz werde überprüft, und das gelte für alle Vorfälle.

Wie es weitergeht

Der Einsatz des Tasers wurde dem Justizbeamten gemeldet, der ihn an den Regeln zur Gewaltanwendung prüfen wird. Die Niederländische Polizeigewerkschaft hat erklärt, sie werde während der laufenden Prüfung kein Urteil über den Vorfall oder dessen Ursache fällen. Ausgangspunkt der Gewerkschaft sei, dass Beamte ihre Arbeit sicher und professionell ausüben können müssen. Die Polizei erklärt, jeder Gewalteinsatz werde untersucht, und die Schilderung des Beamten sowie das weitere Material würden Teil dieser Bewertung sein.

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Quellen und Kontext

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