
Amsterdamer Polizei sucht tätowierten Schützen nach tödlichem Schuss auf den 34-jährigen Kish Baboeram vor einer Bar
Kish Baboeram starb auf dem Amstelveenseweg nach einem Kopfschuss nahe der Brücke Overtoomsesluis; die Polizei fahndet nach einem schlanken Tatverdächtigen, der in den Vondelpark floh.
Tödliche Schüsse am Amstelveenseweg
In den frühen Morgenstunden des Samstags, 3. Oktober 2026, kam es in Amsterdam zu einer tödlichen Schießerei, bei der ein 34-jähriger Anwohner auf offener Straße starb. Der Vorfall ereignete sich kurz nach 02:30 Uhr auf dem Bürgersteig des Amstelveenseweg, nahe den Hausnummern 20 und 21 im Grenzbereich zwischen Oud-Zuid und Amsterdam-West. Die Schüsse fielen unmittelbar vor einem Gastronomiebetrieb nahe der Bar Sao Paulo und der Brücke Overtoomsesluis, nordwestlich des Vondelparks. Aufnahmen von Überwachungskameras zeigten das Opfer regungslos auf dem Bauch auf dem Gehweg neben einer großen Blutlache, während eine Gruppe von Männern vor dem Lokal stand und eine Frau in Panik darum bat, die Polizei zu verständigen. Rettungskräfte, darunter Sanitäter und die spezialisierte Besatzung eines Traumahubschraubers, wurden an den Ort entsandt und begannen mit Wiederbelebungsmaßnahmen, doch das Opfer erlag seinen Verletzungen noch am Tatort.
Hintergrund des Opfers und mutmaßlicher Streit
Behörden und lokale Medien identifizierten den Toten als den 34-jährigen Kish Baboeram, einen Amsterdamer, der ursprünglich aus dem Stadtteil Zuidoost stammt. Bekannte berichteten, Baboeram sei bei den Schüssen am Kopf getroffen worden. Nach Angaben von Personen aus seinem Umfeld unterhielt Baboeram Kontakte zu Kriminellen in Amsterdam-Zuidoost und hatte Verbindungen zur Hardcore-Fangruppierung des Fußballklubs Ajax, wobei Quellen erklärten, er gelte nicht als Schwerkrimineller. Aus Gerichtsakten geht hervor, dass er sich 2016 wegen Fahrerflucht nach einem Verkehrsunfall verantworten musste, bei dem er ein Opfer hilflos zurückließ. Zuletzt, im Sommer 2026, erschien er wegen Vorwürfen im Zusammenhang mit Drohungen und Beleidigungen vor Gericht. Bekannte gaben an, Baboeram sei in einen andauernden Streit mit dem Schützen verwickelt gewesen; Berichten zufolge ging es bei dem Konflikt um finanzielle Differenzen.
Fahndung nach dem Täter und Ermittlungen der Polizei
Der Schütze floh unmittelbar nach der Tat zu Fuß in Richtung des nahen Vondelparks. Auf Grundlage erster Zeugenaussagen vor Ort beschrieb die Polizei den Tatverdächtigen als schlanken, hellhäutigen Mann mit einer auffälligen Tätowierung an der rechten Hand. Einsatzkräfte sperrten den Bereich um den Amstelveenseweg und die Brücke Overtoomsesluis für mehrere Stunden weiträumig ab, um forensische Spuren zu sichern und Beweismaterial zu sammeln. Bis zum Samstagnachmittag wurde niemand im Zusammenhang mit dem Tötungsdelikt festgenommen. Die Amsterdamer Polizei leitete eine groß angelegte Mordermittlung ein und rief die Öffentlichkeit dazu auf, sich zu melden – Zeugen oder Personen mit relevantem Videomaterial. Hinweise könnten auch anonym abgegeben werden.
- Baboeram muss sich wegen Fahrerflucht und Zurücklassens eines verletzten Opfers verantworten
- Baboeram erscheint wegen Vorwürfen im Zusammenhang mit Drohungen und Beleidigungen vor Gericht
- Baboeram wird vor einer Bar am Amstelveenseweg tödlich angeschossen, der Schütze flieht in Richtung Vondelpark
Bewertung als gezielter Angriff
Die Ermittler der Polizei gehen davon aus, dass es sich bei den tödlichen Schüssen um einen gezielten Angriff und nicht um eine zufällige Auseinandersetzung handelte. Forensiker dokumentierten stundenlang Beweise auf dem Gehweg vor dem Lokal und befragten Zeugen, die sich in den frühen Morgenstunden in unmittelbarer Nähe aufgehalten hatten. Die Behörden versuchen, die Fluchtroute des Verdächtigen in Richtung Vondelpark nachzuvollziehen, sichten Überwachungsaufnahmen aus umliegenden Straßen und prüfen den Hintergrund des Opfers. Eine Tatwaffe wurde bislang nicht öffentlich sichergestellt, und die Suche nach dem tätowierten Täter läuft stadtweit weiter.


