Fußball · London, New York und Liverpool

Britischer Premierminister Andy Burnham schlägt Pilotversuch zur Aufhebung des Alkoholverbots von 1985 vor

Der britische Premierminister Andy Burnham hat einen Pilotversuch zur Aufhebung des Verbots von 1985 gefordert, das den Alkoholkonsum in Sichtweite des Spielfelds in den fünf obersten englischen Fußball-Ligen untersagt. Das Vorhaben stößt auf Unterstützung von Fangruppen, aber auf Widerstand der Polizei.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von RFI, The Guardian, The Independent und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er

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Kurz gefasst

London, New York, Liverpool · Vereinigtes Königreich, Vereinigte Staaten
Wie es dazu kam
  1. 1986Der Public Order Act lockert die Alkoholbeschränkungen für Stadionlogen
  2. 2025Die Women's Super League startet einen 18-monatigen Testversuch, der Alkohol in den Rängen erlaubt
  3. 23.09.Premierminister Andy Burnham schlägt einen Pilotversuch für Alkohol in den Rängen des englischen Fußballs vor

Burnhams Vorschlag für einen Pilotversuch

Der britische Premierminister Andy Burnham erklärte während seines Fluges zur UN-Generalversammlung in New York, dass er eine Überprüfung der seit langem bestehenden Beschränkungen des Alkoholkonsums in Sichtweite des Spielfelds bei englischen Männerfußballspielen befürworte. Burnham, der ein lebenslanger Everton-Dauerkarteninhaber ist und den kanadischen Premierminister Mark Carney eine Woche zuvor zu einem Spiel mitgenommen hatte, argumentierte, dass die unterschiedliche Behandlung von Fußballzuschauern im Vergleich zu Fans von Cricket, Rugby oder Pferderennen eine ungerechte Diskriminierung darstelle. Während Regierungsquellen klarstellten, dass seine Äußerungen eine persönliche Haltung und keine formelle politische Ankündigung widerspiegelten, schlug Burnham vor, die Lockerung zunächst in einem Pilotversuch zu testen.

„Diese Gesetzgebung stammt aus einer Zeit, in der Fußball ganz anders war, und ich glaube wirklich, dass es Gründe gibt, diese Diskriminierung abzuschaffen. Es gibt verschiedene Wege, dies umzusetzen. Es könnte auf Testbasis geschehen.“

Andy Burnham, Premierminister des Vereinigten Königreichs

Ursprünge der Stadionbeschränkungen

Die Beschränkungen gehen auf den Sporting Events (Control of Alcohol etc.) Act 1985 zurück, der unter der konservativen Regierung von Premierministerin Margaret Thatcher eingeführt wurde. Das Gesetz wurde nach erheblichen Ausschreitungen erlassen, darunter das FA-Cup-Spiel zwischen Luton Town und Millwall im März 1985 und die Heysel-Stadionkatastrophe in Belgien, bei der 39 Zuschauer starben. Das Gesetz von 1985 verbot den Alkoholkonsum in Sichtweite des Spielfelds in den fünf obersten Ligen des englischen Männerfußballs, von der Premier League bis zur National League. Während die Zuschauer auf den Stadionvorplätzen vor den Spielen und in der Halbzeitpause Alkohol kaufen und konsumieren können, ist es nach wie vor verboten, Getränke mit auf die Plätze zu nehmen. Die Regeln wurden später durch den Public Order Act 1986 geändert, um den Ausschank von Alkohol in den Logen zu erlauben.

Sicherheitsbedenken und regulatorische Debatte

Der Vorschlag stößt auf scharfen Widerstand der Strafverfolgungsbehörden. Ein Sprecher der UK Football Policing Unit warnte vor einer Lockerung des Gesetzes und erklärte, Alkohol bleibe ein wesentlicher Faktor für Fußballausschreitungen und eine Ausweitung des Konsums während der Spiele wäre unverantwortlich. Daten der UKFPU verzeichneten in der Saison 2025–2026 1.644 spieltagsbezogene Vorfälle in England und Wales – die höchste jährliche Zahl seit Beginn der Datenerhebung im Jahr 2017. Kampagnenmacher wiesen auch auf breitere gesellschaftliche Risiken hin und verwiesen auf eine Studie von Women's Aid, die zeigt, dass die Meldungen von häuslicher Gewalt rund um Turnierspiele ansteigen.

Gemeldeter Anstieg der Fälle häuslicher Gewalt rund um Turnierspiele%
Sieg oder Unentschieden
26 %
Niederlage
38 %

Daten aus dem Artikeltext

Reaktionen aus dem Sport

Vertreter der Fans und Fußballligaoffizielle haben sich offener für Reformen gezeigt. Der Football Supporters' Association unter der Leitung von Tom Greatrex begrüßte Burnhams Äußerungen und bezeichnete die bestehende Gesetzgebung als überholt. Die English Football League bestätigte, dass ihre Mitgliedsvereine ein Mandat zur Lobbyarbeit für eine Gesetzesreform erteilt haben, und argumentiert, dass die Stadionverwaltung, die Sicherheitsstandards und das Ordnungspersonal sich seit 1985 erheblich weiterentwickelt haben. Unterdessen erklärte Premier-League-Geschäftsführer Richard Masters, dass die höchste Spielklasse keine formelle Position bezogen habe und eine sorgfältige Abwägung erforderlich sei, bevor man eine regulatorische Änderung unterstütze.

Präzedenzfälle im Frauenfußball und in Schottland

Befürworter einer Reform weisen auf jüngste Veränderungen in anderen Wettbewerben hin. Die englische Women's Super League erlaubt ab dieser Saison Alkohol auf den Stadionplätzen, nachdem ein 18-monatiger Testversuch abgeschlossen wurde. Eine Umfrage der Liga ergab, dass 90 % der Fans der Meinung waren, dass die Spiele sicher und familienfreundlich blieben. Da der Frauenfußball nicht unter das Gesetz von 1985 fällt, setzte der Verband der WSL die Änderung eigenständig um. In Schottland, wo Stadionalkohol seit 1981 nach einem Aufruhr beim schottischen Pokalfinale 1980 zwischen Rangers und Celtic verboten war, führten die Behörden Pilotprojekte für Vereinsspiele ein und weiteten die Testläufe auf Spiele der Nationalmannschaft gegen die Schweiz und Slowenien aus.

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