Fußball · Kansas City
Algerien reicht FIFA-Beschwerde wegen Schiedsrichterleistung ein, nachdem Messi bei WM-Auftakt Roter Karte entgeht
Der algerische Fußballverband hat eine offizielle Beschwerde bei der FIFA eingereicht, in der er eine Schiedsrichterungerechtigkeit bei der 0:3-Auftaktniederlage in der WM-Gruppenphase gegen Argentinien anprangert. Im Mittelpunkt steht ein ungeahndetes Foul von Lionel Messi an Kapitän Aissa Mandi in der ersten Halbzeit.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von DIE WELT, La Libre.be, SAPO und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Der algerische Fußballverband reichte am Tag nach der 0:3-Niederlage eine formelle Berufung bei der FIFA-Schiedsrichterkommission ein, in der er ein ungeahndetes Foul von Messi an Mandi in der ersten Halbzeit anführt.
Der argentinische Stürmer trat in der 30. Minute bei einem Spielstand von 1:0 auf Mandis Wade. Schiedsrichter Szymon Marciniak zeigte keine Karte, und Messi erzielte anschließend drei Tore.
Die Beschwerde bezieht sich auch auf einen Ellbogenstoß von Alexis Mac Allister gegen Ibrahim Maza in der 74. Minute und einen weiteren Ellbogenstoß gegen Anis Hadj Moussa, die beide keine VAR-Überprüfung nach sich zogen.
VAR-Assistent Tomasz Kwiatkowski stammt wie Schiedsrichter Marciniak aus Polen. Der algerische Verband stellte die Konsistenz der Entscheidungen und das Ausbleiben eines VAR-Eingriffs in Frage.
Messis Hattrick brachte seine WM-Torausbeute auf 16 Tore, womit er mit dem Deutschen Miroslav Klose als Rekordtorschütze der Turniergeschichte gleichzog.
- 16.06.Messi erzielt zweites Tor (60. Minute), Argentinien 2:0
- 16.06.Mac Allister-Ellbogenstoß gegen Maza (74. Minute), keine Karte oder VAR-Überprüfung
- 16.06.Messi vollendet Hattrick (76. Minute), Argentinien 3:0
Der Vorfall
Algeriens WM-Auftakt gegen Argentinien am 16. Juni in Kansas City endete mit einer 0:3-Niederlage, doch das Ergebnis wird von einer formellen Beschwerde bei der FIFA-Schiedsrichterkommission überschattet. Im Kern des Vorwurfs steht eine Szene in der ersten Halbzeit, als Lionel Messi bei einem Spielstand von 1:0 auf die Wade von Algerien-Kapitän Aissa Mandi trat. Der polnische Schiedsrichter Szymon Marciniak, der auch das WM-Finale 2022 leitete, zeigte für dieses Foul keine Karte. Messi blieb auf dem Platz und erzielte zwei weitere Tore, vollendete einen Hattrick und zog mit 16 WM-Toren mit Miroslav Kloses Rekord gleich.
„Für mich ist das eine rote Karte. Wir haben diverse Beispiele aus der Bundesliga, wo das mit Rot bestraft wurde.“
Die Beschwerde
Der algerische Fußballverband (FAF) reichte seine Berufung am Tag nach dem Spiel ein, so eine Quelle innerhalb des Verbandes. Die Beschwerde bezieht sich auf das, was der FAF eine „Schiedsrichterungerechtigkeit“ nennt, und verweist speziell auf Messis Foul in der 30. Minute. Eine Quelle teilte AFP mit, dass die Berufung auch zwei Ellbogenstöße argentinischer Spieler anführt – einen von Alexis Mac Allister gegen Ibrahim Maza in der 74. Minute und einen weiteren gegen Anis Hadj Moussa –, die nach Ansicht des Verbandes jeweils eine rote Karte verdient hätten.
„Die Berufung betrifft vor allem Messis Foul, das nach allgemeiner Auffassung eine rote Karte verdient hätte.“
VAR unter Beschuss
Auch der Einsatz des Video-Assistenten steht in der Kritik. Algerische Spieler protestierten sofort nach Messis Foul und forderten eine VAR-Überprüfung, doch das Schiedsrichterteam (zu dem auch VAR-Assistent Tomasz Kwiatkowski aus Polen gehörte) griff nicht ein. Auch der Ellbogenstoß von Mac Allister gegen Maza, der den algerischen Stürmer für längere Zeit am Boden liegen ließ, zog keine VAR-Überprüfung nach sich. Das portugiesische Portal SAPO berichtete, dass der Verband die Nichteinmischung als Bedrohung der Integrität des Spiels auf höchster Ebene betrachtet.
Wie es weitergeht
Algerien trifft am Montagabend in einem Pflichtspiel auf Jordanien, nachdem es die Auftaktniederlage hinnehmen musste. Argentinien spielt am selben Tag zuvor gegen Österreich. Es wird nicht erwartet, dass sich das Spielergebnis ändert; die Beschwerde fordert von der FIFA eine Erklärung der Schiedsrichterentscheidungen, nicht eine Umkehrung des Ergebnisses. Die Kontroverse hat ein Turnier belastet, das laut SAPO bereits von mehreren umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen geprägt ist, und das Video von Messis Foul kursiert in den sozialen Medien.
Messis persönlicher Hintergrund
Nach dem Spiel war Messi in Tränen aufgelöst und erklärte später, dass seine Emotionen nichts mit dem Sport zu tun hätten. In einer am Donnerstag veröffentlichten Erklärung bestätigte die Familie Messi, dass Messis Vater Jorge wegen eines gesundheitlichen Problems behandelt wird und sich auf dem Weg der Besserung befindet. Die Familie bat um Privatsphäre und kritisierte, was sie als verantwortungslose Medienspekulationen über Jorge Messis Zustand bezeichnete.
„Ehrlich gesagt, völlig unabhängig vom Sport, habe ich einige schwierige, komplizierte Tage durchgemacht. Ich bin der gesamten Delegation, meinen Teamkollegen dankbar. Sie waren immer für mich da, wie immer. Sie haben mir viel Kraft gegeben, um das durchzustehen, und das ist alles.“
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- DIE WELTWM 2026: Es geht um Messi - Algerien legt nach 0:3 gegen Argentinien Protest ein
- La Libre.beCoupe du monde 2026 - L'Algérie saisit la FIFA au sujet de l'arbitrage de son match contre l'Argentine
- SAPOArgélia queixa-se à FIFA por expulsão perdoada a Messi frente à Argentina
- Le Figaro.frCoupe du monde 2026 : l'Algérie dénonce une "injustice arbitrale" face à l'Argentine de Messi et dépose un recours devant la Fifa
- Lionel Messi
- Argentinischer Stürmer und Kapitän, erzielte einen Hattrick gegen Algerien und zog mit Miroslav Kloses Rekord von 16 WM-Toren gleich
- Szymon Marciniak
- Polnischer Schiedsrichter, der das Spiel Argentinien gegen Algerien und das WM-Finale 2022 leitete
- Aissa Mandi
- Algerischer Kapitän und Verteidiger, von Messi in der 30. Minute gefoult
- Alexis Mac Allister
- Argentinischer und Liverpooler Mittelfeldspieler, beschuldigt, Ibrahim Maza in der 74. Minute mit dem Ellbogen gestoßen zu haben
- Ibrahim Maza
- Algerischer Stürmer, in der 74. Minute von einem Ellbogenstoß von Mac Allister getroffen
- Anis Hadj Moussa
- Algerischer Spieler, in der Beschwerde als von einem Ellbogenstoß in einem separaten Vorfall betroffen genannt
- Miroslav Klose
- Deutscher ehemaliger Stürmer, gemeinsam mit 16 Toren Rekordtorschütze der WM-Geschichte
- Tomasz Kwiatkowski
- Polnischer VAR-Assistent für das Spiel Argentinien gegen Algerien
- Patrick Ittrich
- Ehemaliger Bundesliga-Schiedsrichter und TV-Experte, der sagte, Messis Foul hätte eine rote Karte verdient
- Jorge Messi
- Lionel Messis Vater, derzeit in ärztlicher Behandlung
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