
Argentinien schlägt Benin 3:0 in Messis letztem Länderspiel; Benin beklagt fehlende Fotos und Trikots
Benins Trainer Gernot Rohr sagt, seinen Spielern seien nach der 0:3-Niederlage Fotos, Trikottausch und der Zugang zum argentinischen Kabinengang verweigert worden. Der Journalist Romain Molina erhob ähnliche Vorwürfe gegen den argentinischen Verband und die Spieler.
Das letzte Spiel
Lionel Messi bestritt am 7. Oktober sein letztes Spiel für Argentinien, ein Freundschaftsspiel, das Argentinien mit 3:0 gegen Benin gewann. Messi verwandelte einen Elfmeter und steuerte zwei Vorlagen zum Sieg bei. Vor dem Anpfiff wurde Benins Matteo Ahlinvi von RFI mit den Worten zitiert, die Chance, Messi in Argentinien gegenüberzustehen, sei eine große Ehre. Nach dem Spiel richtete Messi zudem eine emotionale Ansprache an die Fans.
Es ist eine große Ehre für uns, Lionel Messi in Argentinien in seinem letzten Spiel gegenüberzustehen. Es ist ein Gefühl von Stolz, Freude und immenser Freude.
Benins Darstellung
Benins Trainer Gernot Rohr sagte gegenüber RMC Sport, seine Spieler hätten alles versucht, um Messi zu treffen, doch nichts habe funktioniert. Rohr sagte, der Sicherheitsdienst habe die Spieler Benins nicht in den Gang zum argentinischen Umkleideraum gelassen. Die Spieler Benins hatten Trikots für einen Tausch nach dem Spiel mitgebracht, doch keines wurde übergeben. Rohr wartete mehr als 30 Minuten nach dem Schlusspfiff, und in dieser Zeit signierte Lionel Scaloni ein altes Argentinien-Trikot, das Messi im Spiel getragen hatte und das Rohr bei sich hatte.
Argentinien hat unseren Spielern nichts gegeben, nicht einmal ein Foto mit Messi.
Rohr sagte, seine Spieler seien auf einen Trikottausch vorbereitet gewesen und hätten gehofft, mit der argentinischen Mannschaft zu tauschen.
Wir wollten Trikots tauschen, aber wir haben keine bekommen. Der Sicherheitsdienst wies alle ab.
Vorwürfe und ein Video
Der Journalist Romain Molina schrieb, der argentinische Fußballverband und die Spieler hätten Benin keinen Respekt entgegengebracht. Er listete auf: keine Prämien, keine Rückgabe der erzielten Einnahmen, kein Trikottausch, kein einziges Foto und ein Verbot, den argentinischen Gang zu betreten. Molina schrieb, die Spieler Benins seien wie bloße Requisiten behandelt worden, die man benutzt habe, um Geld zu verdienen. Ein mit den Berichten veröffentlichtes Video zeigt, wie Messi einem Foto mit einem Spieler Benins ausweicht.
Karriere in Zahlen
Przeglad Sportowy berichtet, dass Messi seine Länderspielkarriere mit 208 Spielen, 126 Toren und 69 Vorlagen beendet. TVN24 datiert sein Debüt auf den 17. August 2005 gegen Ungarn, als er mit 18 Jahren in der 63. Minute eingewechselt wurde und 47 Sekunden später die Rote Karte sah. Seine erste Weltmeisterschaft folgte 2006, als er beim 6:0-Sieg gegen Serbien und Montenegro spät traf. Argentiniens Titel 2022 in Katar folgte auf ein 3:3 gegen Frankreich im Finale und einen 4:2-Sieg im Elfmeterschießen, wobei Messi zwei Tore erzielte.
- Debüt gegen Ungarn mit 18 Jahren, Einwechslung in der 63. Minute
- WM-Debüt gegen Serbien und Montenegro, Treffer spät beim 6:0-Sieg
- Olympiafinale in Peking, Argentinien schlägt Nigeria 1:0
- Freundschaftsspiel gegen Brasilien, Messi erzielt drei Tore beim 4:3-Sieg
- WM-Finale gegen Deutschland, Deutschland gewinnt 1:0 nach Verlängerung
- 3:3 gegen Frankreich, Argentinien gewinnt 4:2 im Elfmeterschießen
- Spiele
- 208
- Tore
- 126
- Vorlagen
- 69
Ein Abschied auf den Rängen
Messis Mutter, Celia Messi, hielt an, als sie das River-Plate-Stadion verließ, um den Reporter Gonzalo Sorbo zu begrüßen, der live für den Sender America berichtete. Sie begrüßte ihn mit einer Umarmung und einem Kuss, bevor sie das Stadion schnell verließ. Sorbo dankte ihr später in einem Social-Media-Beitrag und schrieb, die Umarmung werde ihm ein Leben lang in Erinnerung bleiben. Sorbo sagte, die Emotion sei so stark gewesen, dass er die Umarmung einen Moment lang nicht habe beenden können.
Schatz, ich schaue dir immer zu. Ich bin gerührt, das Schlimmste ist überstanden.


