- 7.07.Argentinien schlägt Ägypten im Achtelfinale in Atlanta 3:2, nachdem es 0:2 zurückgelegen hatte
- 9.07.Pierluigi Collina verurteilt Äußerungen, die die Integrität der Spielleiter infrage stellen
- 19.10.Der ägyptische Fußballverband gibt die FIFA-Sperren gegen Hossam Hassan, Ibrahim Hassan und Mostafa Ziko bekannt
Sanktionen des Weltverbands
Die Disziplinarkommission der FIFA hat drei Mitglieder des ägyptischen WM-Trosses wegen Äußerungen nach dem Achtelfinal-Aus gegen Argentinien gesperrt. Die FIFA bestätigte, dass Cheftrainer Hossam Hassan eine Sperre von drei Spielen und eine Geldstrafe von 20.000 Dollar erhielt. Sein Zwillingsbruder Ibrahim Hassan, der als Teammanager der Nationalmannschaft arbeitet, erhielt dieselbe Drei-Spiele-Sperre und Geldstrafe wegen Verstoßes gegen Artikel 13 des Disziplinarreglements. Angreifer Mostafa Ziko wurde wegen Verstößen gegen die Artikel 13 und 14 mit fünf Spielen Sperre und 20.000 Dollar Geldstrafe belegt. Der ägyptische Fußballverband gab die Entscheidungen am Montag, 19. Oktober, bekannt. Das Spiel fand am 7. Juli in Atlanta statt, Al Jazeera datiert es allerdings auf den 6. Juli.
Das Spiel und die Beschwerden
Ägypten führte 2:0, verlor dann aber 3:2 gegen Argentinien. Ein Tor von Ziko war zuvor aberkannt worden, als Ägypten 1:0 führte, nachdem der Video-Schiedsrichter ein Foul an Lisandro Martinez in der Entstehung bemerkt hatte. Ziko erhöhte danach auf 2:0. Cristian Romero verkürzte, Lionel Messi glich mit seinem achten Turniertor aus, Enzo Fernandez erzielte den Siegtreffer. Ägypten ist zudem der Ansicht, dass ein Strafstoß wegen eines Ziehens von Alexis Mac Allister in der Entstehung des Siegtors hätte gegeben werden müssen, und ein Mitglied des Trainerstabs sah nach diesem Tor die Rote Karte.
Hossam Hassan sagte, Ägypten sei um den Viertelfinalplatz betrogen worden, und machte den Druck auf den Schiedsrichter für das Ergebnis verantwortlich. In der Pressekonferenz nach dem Spiel sagte er, die argentinische Seite habe Druck auf den Schiedsrichter ausgeübt:
„Es scheint Druck der argentinischen Seite auf den Schiedsrichter gegeben zu haben, der zu diesem Ergebnis geführt hat.“
Ziko ging weiter und warf Letexier vor, die Partie manipuliert zu haben; der Unparteiische habe die Anstrengungen der Mannschaft mit seinen Entscheidungen zunichtegemacht. Er behauptete zudem, die FIFA wolle Messi im Turnier halten, und bezeichnete das Spiel als „arrangiert“.
„Wir wollten euch alle glücklich machen. Es war nicht vorgesehen. Es lag am Schiedsrichter.“
Reaktionen von FIFA und Ägypten
Pierluigi Collina, Schiedsrichterchef der FIFA, verurteilte die Vorwürfe in einer am 9. Juli veröffentlichten Erklärung. Er warnte, solche Äußerungen könnten Reaktionen auslösen, die zu Drohungen gegen die Spielleiter und ihre Familien führen:
„Niemand kann die Integrität der Schiedsrichter bei der FIFA-Weltmeisterschaft infrage stellen.“
Der ägyptische Fußballverband hat die Disziplinarkommission um die ausführliche Begründung und Rechtfertigung der Entscheidungen gebeten. Er kündigte an, die rechtlichen Aspekte der Strafe zu prüfen, und plant Einspruch.
Auswirkungen auf Ägyptens Spiele
Die Sperren könnten beide Hassans aus den Afrika-Cup-Qualifikationsspielen Ägyptens gegen Malawi im November sowie aus dem ersten Spiel im März-Länderspielfenster heraushalten. AD berichtet, der Trainer werde sowohl das Auswärts- als auch das Heimspiel gegen Malawi und die Partie gegen Angola verpassen. Ziko steht erst im Juni 2027 wieder zur Verfügung.
- Hossam Hassan
- 3 Spiele
- Ibrahim Hassan
- 3 Spiele
- Mostafa Ziko
- 5 Spiele
Daten aus dem Artikeltext