Wirtschaft · Madrid, Barcelona und Palma

Spanische Fluggesellschaften planen 5,5 % mehr Winterplätze, warnen aber vor einem schwierigeren Sommer 2027

Der spanische Airline-Verband ALA teilt mit, die Fluggesellschaften hätten für die Wintersaison bis März 2027 insgesamt 145,6 Millionen Sitzplätze eingeplant. Ihr Präsident warnt, dass die Absicherung gegen Treibstoffpreise für den nächsten Sommer schrumpft.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von El Periódico, LaVanguardia, eldiario.es und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Madrid, Barcelona, Palma · Spanien

Winterplätze wachsen in Spanien sehr unterschiedlich

Die Asociación de Líneas Aéreas (ALA), die Fluggesellschaften mit 85 % des spanischen Luftverkehrs vertritt, hat am Montag, 26. Oktober 2026, ihre Winterprognose vorgestellt. Die Airlines haben für eine Saison bis März 2027 insgesamt 145,6 Millionen Sitzplätze eingeplant, 5,5 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Spätere Anpassungen des Flugplans schloss der Verband wegen geopolitischer Unsicherheiten und höherer Treibstoffkosten nicht aus. Das Wachstum fällt je nach Flughafen sehr unterschiedlich aus: Madrid-Barajas legt um 9,7 % auf 37 Millionen Sitzplätze zu, Barcelona-El Prat um 1,9 % auf 26 Millionen. Die Balearen kommen auf insgesamt 10,37 Millionen Sitzplätze, ein Plus von 4,4 %, wobei Palma um 6 % auf 7,98 Millionen und Menorca um 1,2 % auf 700.392 zulegen. Die Kanaren stagnieren, Andalusien wächst um mehr als 4 %.

Sitzplatzwachstum im Winter 2026/27 nach Flughafen%
Madrid-Barajas
9.7 %
Palma
6 %
Barcelona-El Prat
1.9 %
Menorca
1.2 %

Daten aus dem Artikeltext

Sommerverkehr kühlt sich ab, Treibstoffkosten schlagen durch

Zwischen April und September 2026 gab es rund 1,35 Millionen kommerzielle Flüge, 4,7 % mehr als im Vorjahressommer. Die Zahl der Passagiere stieg um 4,4 % auf etwa 191 bis 192 Millionen, sodass das Flugwachstum in diesem Sommer erstmals stärker ausfiel als das Passagierwachstum. Die ALA führt diese Lücke auf die Auslastungsfaktoren zurück, die unter den Kerosinpreisen leiden.

„Die Auslastungsfaktoren beginnen, unter den Kerosinpreisen zu leiden.“

Javier Gándara

Kerosin hat zeitweise fast 1.600 Dollar pro Tonne erreicht, mehr als das Doppelte des Niveaus vor dem Iran-Krieg, und Treibstoff macht rund 30 % der Kosten einer Fluggesellschaft aus. Die meisten Carrier sicherten 60 % bis 80 % ihres Verbrauchs zu Preisen nahe dem Vorkriegsniveau ab, der Rest ist dem Markt ausgesetzt.

Verkehr im Sommer 2026 und Sitzplatzwachstum im Winter 2026/27%
Sommerflüge
4.7 %
Sommerpassagiere
4.4 %
Winterplätze
5.5 %

Daten aus dem Artikeltext

Absicherung für den nächsten Sommer schrumpft

Gándaras Warnung richtet sich auf den nächsten Sommer, den er so beschrieb:

„Der nächste Sommer ist der unsicherste seit den Zeiten von Covid-19.“

Javier Gándara

Für diesen Winter wird die aktuelle Absicherung mit 60 % bis 80 % des Kerosinrisikos angegeben. Für das kommende Jahr erwartet der Verband deutlich weniger, die genannten Schätzungen liegen bei einer Absicherung zwischen 15 % und 40 %, einzelne Carrier bei etwa 15 %. Gándara sagte, sollten die Treibstoffpreise auf dem aktuellen Niveau bleiben, könnten die Airlines die höheren Kosten an die Passagiere weitergeben oder über geringere Margen selbst tragen.

„Die Kosten könnten im nächsten Jahr deutlich steigen, wenn der Treibstoff nicht billiger wird, und jedes Unternehmen wird entscheiden, ob es sie an die Tarife oder an die Margen weitergibt.“

Javier Gándara

Tarife, Emissionsregeln und Flughafenkapazität

Michael O'Leary von Ryanair hat Tariferhöhungen von bis zu 20 % vorhergesagt; eine Zahl, die Gándara nicht bewerten wollte. Die ALA fordert von der Europäischen Union eine Überarbeitung des Emissionshandelssystems, damit es die Mehrkosten für nachhaltigen Flugkraftstoff (SAF) berücksichtigt, der drei- bis achtmal so viel kostet wie herkömmliches Kerosin. Die 110 Millionen Zertifikate, die für SAF reserviert sind, hält der Verband für unzureichend und verlangt 500 Millionen, um die durch die RefuelEU-Regeln entstehenden Kosten auszugleichen. WizzAir, die ungarische Billigfluggesellschaft, hat eine Basis in Madrid angekündigt, wo sie ihre Verbindungen mit Airbus-A321-Flugzeugen ausbauen will. Für den Unterschied zwischen Madrid und Barcelona nennt die ALA keine Ursachen und bezieht zur gemeinsamen Flughafenbetreibung keine Position.

Wie es weitergeht

Bis September wurden 257 Millionen Passagiere gezählt, 4,1 % mehr, und der Verband erwartet einen neuen Passagierrekord für das Gesamtjahr. Die ALA räumt ein, dass sich die Winterzahlen noch ändern könnten, da einige Airlines Kürzungen in ihren endgültigen Flugplänen ankündigen könnten oder Passagiere wegen geringeren verfügbaren Einkommens weniger reisen könnten. Gándara sagte, die Aussichten für den nächsten Sommer hingen vom Nahen Osten ab, und sollte sich die Lage dort nicht verbessern, werde der kommende Sommer sehr schwierig.

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