Wirtschaft · Zaandam und Amsterdam

Ahold Delhaize beziffert Cyberangriff auf 200 bis 250 Millionen Euro Umsatzausfall und senkt Gewinnprognose für 2026

Ahold Delhaize rechnet damit, dass der Cyberangriff im Oktober den Umsatz im vierten Quartal um 200 bis 250 Millionen Euro drückt und das Betriebsergebnis um 75 bis 100 Millionen Euro niedriger ausfällt. Die Online-Lieferung von Albert Heijn lief erst nach zwölf Tagen wieder an.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Het Parool, de Volkskrant, NOS und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Zaandam, Amsterdam · Niederlande
Wie es dazu kam
  1. 11.10.Eindringen in die Computersysteme von Ahold Delhaize, Systeme werden vorsorglich vom Netz genommen
  2. Nach zwölf Tagen AusfallDie Online-Lieferung von Lebensmitteln bei Albert Heijn ist wieder möglich
  3. Woche vom 2. November 2026Das belgische Delhaize wird von einem separaten Hackerangriff auf seine Kühlaggregate getroffen
  4. 4.11.Veröffentlichung der Quartalszahlen mit erwartetem Umsatzausfall von 200 bis 250 Millionen Euro im vierten Quartal

Quartalszahlen und der Umsatzeinbruch

Ahold Delhaize hat am Mittwoch, 4. November 2026, seine Zahlen für das dritte Quartal vorgelegt: Der Umsatz lag bei 23,1 Milliarden Euro. Der Konzern teilte mit, der Cyberangriff im Oktober werde den Umsatz im vierten Quartal um 200 bis 250 Millionen Euro verringern. Bei den Wachstumszahlen weichen die Berichte voneinander ab: NOS nennt ein Umsatzwachstum von 1,9 Prozent, bereinigt um ungünstige Wechselkurse von 2,6 Prozent, und meldet einen Anstieg des Betriebsergebnisses um mehr als 7 Prozent auf 976 Millionen Euro. Der Telegraaf nennt ein bereinigtes Betriebsergebnis von 946 Millionen Euro und schreibt, die Zahlen hätten die Erwartungen der Analysten übertroffen; die bereinigte operative Marge liege bei 4,1 Prozent gegenüber den von Analysten erwarteten 4,0 Prozent.

Wie sich der Angriff abspielte

De Volkskrant berichtet, ein Eindringen in die Computersysteme habe den Konzern am 11. Oktober getroffen und ihn mindestens zwölf Tage lang unter Druck gehalten. Vorsorglich nahm Ahold Delhaize einen großen Teil seiner Systeme vom Netz. Supermärkte in den Niederlanden und Belgien sowie Ketten wie Gall & Gall konnten tagelang nicht beliefert werden, Kundinnen und Kunden standen vor leeren Regalen. Het Parool berichtet, die Websites und Apps von Albert Heijn, Etos, Gall & Gall und weiteren Ketten seien tagelang nicht erreichbar gewesen, mehrere Verteilzentren hätten die Arbeit eingestellt und die Lieferung nach Hause sei zwei Wochen lang ausgesetzt worden. Laut Het Parool war die Online-Tochter Bol nicht betroffen, und der Angriff habe sich gegen den Laden- und Supermarktbetrieb in den Niederlanden, Belgien und den Vereinigten Staaten gerichtet.

Ausblick und Prognose

Die Unternehmensleitung erwartet, dass der Angriff das Betriebsergebnis im vierten Quartal um 75 bis 100 Millionen Euro senkt. Für das Gesamtjahr 2026 wird beim Wachstum des bereinigten Ergebnisses je Aktie nun ein niedriger einstelliger Prozentwert erwartet, wie NOS und Telegraaf berichten, nach zuvor mittlerer bis hoher einstelliger Prognose. Der Telegraaf merkt an, die Analysten hätten ihre Schätzungen erstellt, bevor das Unternehmen Systeme abschalten musste, was das Übertreffen der Quartalserwartungen umso bemerkenswerter mache. Das bereinigte Umsatzwachstum in Europa auf vergleichbarer Basis erreichte 2,1 Prozent gegenüber einem Konsens von 1,3 Prozent, während das Wachstum in den Vereinigten Staaten bei 0,5 Prozent lag und damit leicht über den erwarteten 0,3 Prozent.

Ein zweiter Hackerangriff und die Reaktion

Wie NOS berichtet, wurde die belgische Tochter Delhaize im Laufe derselben Woche Opfer eines weiteren Hackerangriffs, bei dem Eindringlinge die Temperatur von Kühlaggregaten erhöhten. Het Parool beschreibt das Ziel als die Supermarkt-Gefriertruhen von Delhaize in Belgien, und NOS meldet, auch andere europäische Supermarktketten seien bei ähnlichen Angriffen getroffen worden. In der Erklärung zu den Quartalszahlen sagte Frans Muller, der größte Teil der Störung sei innerhalb von zwei Wochen unter Kontrolle gebracht worden, doch die Arbeiten zur Wiederherstellung des Normalbetriebs dauerten an.

„Obwohl der größte Teil der Störung innerhalb von zwei Wochen unter Kontrolle gebracht werden konnte, laufen die Arbeiten zur vollständigen Wiederherstellung unseres normalen Geschäftsbetriebs noch.“

Frans Muller, Vorstandsvorsitzender von Ahold Delhaize

Laut Het Parool kündigte Muller Sonderaktionen und kleine Gesten an, um Kundinnen und Kunden zurückzugewinnen. Der Konzern will seine Digitalstrategie nicht ändern, obwohl seine IT-Systeme vom Supermarktregal bis zum Verteilzentrum eng verzahnt sind und genau diese Verknüpfung ihn angreifbar macht. Muller ordnete das übergreifende Risiko in derselben Erklärung ein.

„Cyberbedrohungen werden für Unternehmen zu einer immer härteren Realität.“

Frans Muller, Vorstandsvorsitzender von Ahold Delhaize

Chronologie der Störung

Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten datierten und der Reihenfolge nach berichteten Ereignisse aus den Quellen.

Die volle Wirkung des Angriffs wird sich in den Zahlen des vierten Quartals zeigen, die noch nicht veröffentlicht sind.

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Quellen und Kontext

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