
Militärischer A400M mit 20-Tonnen-Löschmittelkit schließt sich am Samstagnachmittag dem Kampf gegen die Brände in der Gironde an
Ein militärisches Transportflugzeug, ausgestattet mit einem Prototyp eines Löschmittel-Abwurfkits, wird am Samstagnachmittag über den Bränden in der Gironde eingesetzt – Wochen vor dem ursprünglich geplanten Einsatztermin.
Das Flugzeug und seine Fähigkeiten
Ein militärisches Transportflugzeug vom Typ Airbus A400M wird ab Samstagnachmittag, dem 25. Juli 2026, in den Luftkampf gegen die massiven Waldbrände in der Gironde und den Landes eingreifen. Das normalerweise für Truppen- und Materialtransporte genutzte Flugzeug wurde mit einem von Airbus entwickelten Prototyp-Kit im Frachtraum ausgestattet: einem riesigen Tank mit 20 Tonnen Löschmittel, was der Kapazität von zwei Dash-Flugzeugen entspricht. Der A400M ist doppelt so lang wie die Canadair und kann die dreifache Menge Wasser oder Löschmittel transportieren, kann jedoch im Gegensatz zur Canadair kein Wasser im Flug aufnehmen und muss zur Wiederbefüllung landen – ein Vorgang, der nur zehn Minuten dauert.
Das Kit gilt noch als experimentell; seine Aufnahme in den operativen Dienst war ursprünglich für Ende des Monats, den 29. Juli, vorgesehen, um technische Vorbereitungen und notwendige Tests zu ermöglichen. Auf Antrag von Verteidigungsminister Sébastien Lecornu kündigte Matignon die Beschleunigung dieses Zeitplans an. Innenminister Laurent Nuñez bestätigte auf einer Pressekonferenz, dass das Flugzeug ab Samstagnachmittag eingreifen solle.
Operative Rolle
Der Sprecher des Zivilschutzes, Oberst Jérôme Boulanger, erläuterte die Taktik. Der A400M werde nicht direkt die Flammenfronten angreifen, sondern Löschmittellinien weit vor dem Feuer legen, um dessen Ausbreitung zu stoppen. Jeder Abwurf schaffe eine Barriere von mehr als 600 Metern Länge. Ein weiterer entscheidender Vorteil sei die Nachtflugfähigkeit. Während Löschflugzeuge wie Dash und Canadair nach Einbruch der Dunkelheit am Boden bleiben und die Bodentruppen ohne Luftunterstützung lassen, könne der A400M weiter in der Luft bleiben.
„Er wird die Brände nicht direkt angreifen, sondern Löschmittellinien legen (…) weit genug vor dem Feuer, um genau dessen Ausbreitung zu verhindern“, sagte Oberst Boulanger gegenüber Franceinfo.
Derzeit existiert nur ein Prototyp des Kits, aber Airbus hat angedeutet, dass auf Anfrage innerhalb weniger Monate weitere Einheiten produziert werden könnten.
Politischer Streit um den Zeitplan
Der beschleunigte Einsatz folgt auf einen scharfen politischen Schlagabtausch. Der Vorsitzende von La France Insoumise, Jean-Luc Mélenchon, hatte zehn Tage lang auf den Einsatz des A400M gedrängt und auf X geschrieben, als der Schritt endlich angekündigt wurde: „Endlich schickt Macron den A400M an die Feuerfront.“ Zuvor hatte er beklagt, dass seine Warnung nicht beachtet worden sei, und hinzugefügt: „Die Wut!“
Regierungssprecherin Maud Bregeon hatte am Freitag geantwortet, die Anpassung der A400M sei „etwas länger und komplexer als ein Kinder-Lego-Spiel (oder Ihre Kommentare auf X)“, während sie bestätigte, dass das Flugzeug bis zum 29. Juli einsatzbereit sein werde. Mélenchon entgegnete, der Feuerwehreinsatz des A400M sei seit einem Jahr auf dem Tisch und in Spanien bereits als Löschmittelverstärkung im Einsatz. Bregeon widersprach: „Das A400M-Löschmittelkit ist in Spanien nicht im operativen Dienst. In Frankreich und Spanien wurden Tests durchgeführt, die jedoch noch durch einen ersten operativen Einsatz konkretisiert werden mussten: Das tun wir jetzt. Wir handeln, wir kommentieren nicht.“
Der Vorsitzende des Rassemblement National, Jordan Bardella, argumentierte, die Regierung werde „nicht umhinkommen, dem französischen Volk die Verzögerung beim Einsatz des Airbus A400M und die fehlenden Mittel für den Zivilschutz zu erklären.“ Der Horizons-Präsidentschaftskandidat Édouard Philippe sagte, es sei notwendig, „alle Konsequenzen aus diesen Bränden zu ziehen“, um Brände zu bekämpfen, die „häufiger, früher und heftiger“ auftreten.
Europäische Verstärkung
Präsident Emmanuel Macron hat auch zur europäischen Solidarität aufgerufen. Zwei kroatische Canadairs waren am Freitag, dem 24. Juli, auf dem Weg. Diese Einheiten ergänzen die nationale Luftflotte, die bereits bei den Bränden in der Gironde im Einsatz ist.
- Die Tests des A400M-Löschmittelkits beginnen in Frankreich und Spanien, so Regierungssprecherin Maud Bregeon.
- Neue Tests verlaufen erfolgreich; Regierung bestätigt Einsatztermin 29. Juli.
- Einsatz beschleunigt: Matignon kündigt an, dass der A400M auf Antrag von Lecornu ab Samstagnachmittag, 25. Juli, fliegen wird.
- Ursprünglich geplanter Eintritt in den operativen Dienst.
Pilotenausbildung und der letzte Schritt zum Einsatz
Armeepiloten absolvieren eine Anpassungsausbildung, um eine präzise Missionsdurchführung zu gewährleisten. Der Luftfahrt- und Verteidigungsexperte Xavier Tytelman erklärte gegenüber Franceinfo, dass die Piloten lernen müssten, sich auf das Feuer einzustellen, genau zu verstehen, wo sie abwerfen müssen und wie sie mit dem Gelände umgehen. Das Ausbildungsfenster hatte ursprünglich den Einsatztermin auf den 29. Juli verschoben; die Entscheidung, das Flugzeug bereits am Samstag, den 25. Juli, einzusetzen, bringt es vier Tage früher als geplant zum Einsatz.
Diese Piloten müssen sich anpassen und in der Lage sein, sich an das Feuer anzupassen, um präzise Missionen durchführen zu können: wo sie abwerfen müssen, wie sie sich in Bezug auf das Gelände anpassen müssen.
- A400M (Prototyp-Kit)
- 20 Tonnen
- Dash
- 10 Tonnen
- Canadair
- 6.7 Tonnen
