
World Emoji Day 2026: 90 Prozent der Deutschen nutzen Emojis, doch fast die Hälfte ist unsicher bei der Bedeutung
Eine Bitkom-Umfrage zum World Emoji Day am 17. Juli zeigt: Während die Gen Z kaum noch ohne die Bildzeichen kommuniziert, verzichtet ein Viertel der Babyboomer komplett auf sie.
Eine digitale Spaltung zwischen den Generationen
Emojis sind aus dem digitalen Alltag nicht mehr wegzudenken. Lediglich zehn Prozent der über 16-Jährigen in Deutschland geben an, die kleinen Bildzeichen in Textnachrichten gar nicht zu verwenden. Von den 26 Prozent der Bevölkerung, die Emojis in jeder Nachricht einsetzen, sind es vor allem junge Menschen. Unter den 16- bis 29-Jährigen (Generation Z) liegt dieser Anteil bei 36 Prozent, und weitere 43 Prozent aus dieser Altersgruppe nutzen sie in der Mehrzahl ihrer Messages.
- 16–29 Jahre
- 36 %
- 30–49 Jahre
- 33 %
- ab 65 Jahren
- 14 %
Bei den über 65-Jährigen zeigt sich ein anderes Bild. Nur 14 Prozent der sogenannten Babyboomer schmücken jede Nachricht mit Emojis, 26 Prozent tun dies in der Mehrzahl ihrer Nachrichten. Ein Viertel dieser Altersgruppe gibt sogar an, nie Emojis zu verwenden. Zum Vergleich: In der Gen Z und unter den 30- bis 49-Jährigen behaupten jeweils nur drei Prozent, vollständig auf Emojis zu verzichten.
Komplette Enthaltsamkeit ist selten
Die repräsentative Befragung des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 1.000 Menschen in Deutschland ab 16 Jahren erscheint anlässlich des World Emoji Days am 17. Juli. Sie zeichnet das Bild einer weitgehend emojifizierten Gesellschaft. Doch es gibt Nuancen. Während 36 Prozent der Gesamtbevölkerung die Symbole in der Mehrzahl ihrer Nachrichten verwenden, tut dies ein Fünftel nur in einem kleinen Teil der gesendeten Texte. Sieben Prozent greifen nach eigener Einschätzung kaum zu den Icons.
- In jeder Nachricht
- 26 %
- In der Mehrzahl der Nachrichten
- 36 %
- In wenigen Nachrichten
- 20 %
- Kaum
- 7 %
- Gar nicht
- 10 %
Die häufigere Nutzung unter Jüngeren zeigt sich auch im Vergleich zur Kohorte der 30- bis 49-Jährigen. In dieser Altersgruppe sagen 21 Prozent, Emojis nur in wenigen Nachrichten zu verwenden (gegen nur zwölf Prozent bei der Gen Z).
Bedeutung nicht immer klar
Die schiere Masse an Emojis und deren manchmal kryptische Zweitbedeutungen führen zu Missverständnissen. Fast die Hälfte der Bevölkerung räumt Verständnisprobleme ein. 43 Prozent der Befragten sagen, es sei ihnen nicht immer klar, was einzelne Emojis konkret ausdrücken sollen.
Mir ist nicht immer klar, was die einzelnen Emojis bedeuten.
Diese Unsicherheit betrifft generationsübergreifend viele Nutzer. Fast 50 Prozent der über 65-Jährigen sind verunsichert. Selbst bei den Jüngeren unter 30 Jahren, die gemeinhin als versiert im digitalen Code gelten, gestehen 36 Prozent, dass ihnen die Bedeutung mancher Symbole nicht immer geläufig ist.
Lachen und Herzen dominieren
Entgegen dem Klischee setzen die Deutschen in ihren Chats mit Emojis in erster Linie auf positive Emotionen. Auf die Frage nach ihren Favoriten nennen zwölf Prozent der Emoji-Nutzerinnen und -Nutzer Symbole für Lachen und Freude. Auf dem zweiten Platz folgen mit elf Prozent Liebes- und Herz-Emojis, danach kommen Gesten und Hände wie hochgestreckte Daumen, klatschende Hände oder eine winkende Hand.

