Migration · Lissabon

Portugals Statistikamt korrigiert Auswanderung über fünf Jahre auf 782.248 Personen

Die neue Methode des INE zählt jeden, der Portugal für mehr als ein Jahr verlässt, als Auswanderer. Die Summe für 2021 bis 2025 liegt mehr als doppelt so hoch wie der Höchstwert von 350.000 des Observatório da Emigração.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von PÚBLICO, Notícias ao Minuto, Diário de Notícias und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Lissabon · Portugal

Was die revidierten Zahlen zeigen

Das Instituto Nacional de Estatística (INE) hat seine Auswanderungsschätzungen überarbeitet, und die neue Reihe setzt die Fortzüge weit über die früheren Zahlen. Für 2021 bis 2024 stieg der Wert von 124.000 auf mehr als 600.000 Personen. Rechnet man 2025 hinzu, ergibt sich ein Fünfjahreswert von 782.248 Personen, wie aus den am 5. November 2026 gemeldeten INE-Zahlen hervorgeht. Das INE zählt jeden als Auswanderer, der Portugal für mindestens ein Jahr verlässt; die Berechnung stützt sich auf Verwaltungsdaten. Nach dieser Methode liegt die Summe für 2021 bis 2025 mehr als doppelt so hoch wie die zuvor vom Observatório da Emigração veröffentlichte Zahl.

Warum die Zahlen abweichen

Das Observatório da Emigração hatte geschätzt, dass sich die Fortzüge bei 60.000 bis 70.000 pro Jahr einpendelten und über fünf Jahre höchstens 350.000 erreichten. Die beiden Stellen erfassen Fortzüge unterschiedlich, die Lücke spiegelt daher die Methode und nicht einen Fehler wider. Ein automatisch erzeugtes Transkript einer Sendung von Observador, das auf mögliche Fehler hinweist, besagt, das Observatório habe nur Personen portugiesischer Staatsangehörigkeit gezählt, während das INE sowohl portugiesische Staatsbürger als auch Ausländer erfasse.

Auswanderung aus Portugal 2021 bis 2025: frühere Schätzung vs. INE-RevisionPersonen
Observatório da Emigração (Höchstwert)
350000 Personen
Revidierter Wert des INE
782248 Personen

Daten aus dem Artikeltext

Reaktion im Parlament

Carlos Pereira, Abgeordneter der Sozialistischen Partei (PS), kündigte in der Assembleia da República an, seine Fraktion werde eine parlamentarische Anhörung der INE-Leitung beantragen. Er nannte die wiederholten Revisionen ein "bastante grave" Problem und sagte, der Antrag werde nach dem Ende der Debatte über den Staatshaushalt 2027 (OE2027) eingereicht. Pereira sagte, die PS akzeptiere, wie das INE die Zuzüge ins Land berechne, warnte aber, instabile Zahlen könnten zu einer Politik führen, die nicht der Realität entspreche.

„Wir dachten, die Dinge hätten sich stabilisiert, doch nun ist eine neue Revision der Wanderungsbilanz aufgetaucht.“

Carlos Pereira, Abgeordneter

Pereira verwies zudem auf die Auswanderung junger Menschen und nannte Daten für 2024 und 2025, denen zufolge jährlich etwa 90.000 Menschen im Alter von 20 bis 40 Jahren auswandern. Er sagte, die PS wolle verstehen, worum es bei den Statistiken gehe, und merkte an, das Statistikamt sei eine unabhängige Behörde.

Was offen bleibt

Der Antrag der PS ist noch nicht eingereicht, da Pereira ihn an das Ende des Haushaltsverfahrens OE2027 geknüpft hat. Seine Zahl zur Altersgruppe betrifft nur 2024 und 2025, während die INE-Summe von 2021 bis 2025 reicht. Die Revisionen haben außerdem den Wert für 2021 bis 2024 von 124.000 auf mehr als 600.000 verändert – eine Verschiebung, die die parlamentarische Anhörung klären soll.

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