Sicherheit · Ancona, Turin und Padua

Italienische Polizei nimmt bei landesweiter Razzia gegen Jugendkriminalität 644 junge Menschen fest

Die Polizei meldet 644 Festnahmen, 69 davon Minderjährige, und 1.695 Personen, die landesweit auf freiem Fuß angezeigt wurden. Die rund zwei Wochen dauernde Operation brachte zudem Drogen, Schusswaffen und Diebesgut sicher.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von il Giornale.it, ANSA.it, Tgcom24 und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Ancona, Turin, Padua, Foggia · Italien
Wie es dazu kam
  1. 15.10.Die Polizei in Padua durchsucht Wohnungen und zeigt acht Jugendliche bei der Staatsanwaltschaft an, gegen 14 weitere werden Daspo-Maßnahmen verhängt
  2. 16.10.Tag des Studentenprotests; laut Polizei waren am Vorabend gewalttätige Aktionen geplant
  3. 17.10.Zusammenstöße und Ausschreitungen in italienischen Städten während der Proteste gegen die Lebenshaltungskosten

Eine landesweite Bilanz

Die italienische Polizei meldete landesweit 644 Festnahmen, 69 davon Minderjährige, bei einer koordinierten Operation gegen Jugendkriminalität, die rund zwei Wochen lief und am 2. November 2026 gemeldet wurde. Beamtinnen und Beamte von 106 Squadre Mobili überprüften 236.138 junge Menschen, darunter 23.060 Minderjährige, vor allem in Drogenvierteln und Ausgehzonen. Die Summe von 644 ergibt sich aus 575 Festnahmen Erwachsener plus den 69 Minderjährigen, während andere Angaben 575 Festnahmen einschließlich 69 Minderjähriger nennen und eine Schlagzeile von mehr als 600 spricht. Weitere 1.695 Personen wurden auf freiem Fuß bei den Justizbehörden angezeigt, 373 davon Minderjährige.

Operation gegen Jugendkriminalität: Festnahmen und Anzeigen landesweitPersonen
Festgenommene Erwachsene
575 Personen
Festgenommene Minderjährige
69 Personen
Angezeigte Minderjährige
373 Personen
Alle angezeigten Personen
1695 Personen

Daten aus dem Artikeltext

Drogen und Waffen sichergestellt

Die Ermittler stellten 69,4 kg Kokain, 174,8 kg Cannabinoide und 328,44 g Heroin sicher, dazu kleinere Mengen Ecstasy, Ketamin, Amphetamine und Benzodiazepine. In der Provinz Foggia deckten die Ermittler Crack-Häuser auf, die als behelfsmäßige Werkstätten für die Umwandlung von Kokain in Crack dienten. Bei Durchsuchungen wurden 28 Schusswaffen, 210 Klingenwaffen und 25 weitere Gegenstände, die Verletzungen verursachen können, gefunden, darunter sechs Schraubendreher, zwei Baseballschläger und zwei Teleskopschlagstöcke. Die Beamten stellten zudem Diebesgut wie Goldketten, Tablets, Handys und Kleidung sowie 269.863 Euro Bargeld sicher. Insgesamt wurden 1.394 Verwaltungssanktionen verhängt, insbesondere wegen Drogenkonsums, Verkehrsverstößen und Verstößen gegen Vorschriften für öffentliche Lokale.

Turin und Ancona

In Turin nahm die Mobile Squad 65 Personen auf frischer Tat fest, fünf davon Minderjährige, und zeigte 206 Personen an, darunter 26 Minderjährige. Die Turiner Operation umfasste zudem zwei Festhaltungen, sieben Haftanordnungen und sieben Festnahmen zum Vollzug von Strafen. Die Beamten stellten rund 7 kg Kokain, 77 kg Cannabinoide, einen Molotowcocktail, 50 Patronen, vier Klingenwaffen und rund 16.000 Euro Bargeld sicher. Für drei im Großraum Turin identifizierte Profile wurde die Löschung wegen gewalttätiger Inhalte und Zurschaustellung von Waffen beantragt. In der Provinz Ancona nahm die Polizei neun Personen fest und zeigte 37 an; sie stellte 176,2 g Kokain, 6.383 g Cannabinoide und 151 g Heroin sicher. Die Beamten kontrollierten 2.366 Personen, darunter 359 Minderjährige, und überprüften 534 Fahrzeuge.

Soziale Medien und die Unruhen im Oktober

Il Fatto Quotidiano bringt die Operation mit den Zusammenstößen in italienischen Städten am 17. Oktober während der Proteste gegen die Lebenshaltungskosten in Verbindung und schreibt, die Ermittler hätten sich seit Mitte Oktober auf Chatgruppen und soziale Netzwerke konzentriert. Die Polizei in Padua durchsuchte am 15. Oktober Wohnungen und zeigte acht Jugendliche bei der Staatsanwaltschaft an, gegen 14 weitere junge Menschen wurden Daspo-Maßnahmen verhängt. Laut einer Polizeimitteilung wurden am Vorabend des Studentenprotests vom 16. Oktober gewalttätige Aktionen geplant, darunter das Anzünden von Mülltonnen, das Tragen von Gesichtsmasken, das Mitführen einer Pistole und von Feuerwerkskörpern, Angriffe auf die Questura und die Plünderung eines Geschäfts.

Andrea Olivadese, ein Beamter des Servizio centrale operativo (Sco), beschrieb den Schwerpunkt der Arbeit:

„Besonderes Augenmerk galt den sozialen Netzwerken und der Schließung von Websites, wobei nach rechtswidrigen Inhalten oder Inhalten gesucht wurde, die gewalttätiges Verhalten in jedem Fall verherrlichten.“

Andrea Olivadese

Reaktion der Regierung

Ministerpräsidentin Giorgia Meloni gratulierte der Polizia di Stato zu der Operation, die sie als breit angelegte Anstrengung im gesamten Staatsgebiet beschrieb, die zu Hunderten Festnahmen, Tausenden Anzeigen und großen Sicherstellungen von Drogen und Waffen geführt habe. Sie sagte:

„Wir können uns nicht damit abfinden, dass Gewalt, Missbrauch und Kriminalität zu normalem Verhalten werden, besonders unter jungen Menschen.“

Giorgia Meloni, Ministerpräsidentin Italiens

In ihrer Erklärung dankte sie den Beamten zudem für ihre Professionalität und ihren Einsatz für den öffentlichen Dienst. Sie sagte, der Staat werde weiter handeln, um den Bürgerinnen und Bürgern das Recht zu sichern, in sicheren Städten und Vierteln zu leben. Die Zahlen beziehen sich auf den Zwei-Wochen-Zeitraum der Operation, wie am 2. November 2026 berichtet.

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