Regierung · Mailand, Turin und Florenz
Mantovano bringt Jugendunruhen mit Drogen in Verbindung – Proteste in Mailand und Turin spalten Italien
Staatssekretär Alfredo Mantovano sagte, viele der an den Ausschreitungen vom 17. und 18. Oktober beteiligten jungen Menschen hätten Drogen genommen, während Mailands Bürgermeister um ein Treffen mit Giorgia Meloni bat – wegen der wirtschaftlichen Not, die hinter den Protesten steht.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Il Fatto Quotidiano, il Giornale.it und ANSA.it. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Staatssekretär Alfredo Mantovano sagte, viele der an den Ausschreitungen vom 17. und 18. Oktober beteiligten jungen Menschen hätten vor den Verwüstungen Drogen genommen – eine Behauptung, die der M5S-Fraktionsvorsitzende Riccardo Ricciardi als beschämend bezeichnete.
Der Ministerrat billigte das Dekretgesetz am 20. Oktober, in Kraft seit dem 23. Oktober, mit zwei bis fünf Jahren Haft für Teilnehmende von Gruppen und bis zu zwölf Jahren für Organisatoren.
Ein Bericht von Fratelli d'Italia zählt in sechs überwachten Städten über 4.000 identifizierte Personen, 98 Anzeigen und 12 Festnahmen.
Ein Turiner Dossier zählt seit März 11 friedliche Demonstrationen, darunter der Turin Pride mit 65.000 Menschen, während laut der Gewerkschaft Silf zwei Finanzieri aus Aosta beim Turiner Protest am Samstag verletzt wurden.
- 17.10.Protest gegen Lebenshaltungskosten in Mailand schlägt in Gewalt um; auch aus Turin, Bologna und Bergamo werden Ausschreitungen gemeldet
- 20.10.Ministerrat billigt Dekretgesetz gegen organisierte Gewalt bei Demonstrationen
- 23.10.Dekretgesetz tritt in Kraft
- 24.10.Demonstrationen am Samstag in Mailand und Turin; zwei Finanzieri aus Aosta in Turin verletzt
Mailands Wochenende ohne die erwarteten Zusammenstöße
Die Demonstration am Samstag, 24. Oktober, in Mailand mobilisierte zahlreiche Menschen und blieb friedlich, sagte Bürgermeister Giuseppe Sala im Stadtrat und räumte zugleich ein, dass es am Wochenende des 17. und 18. Oktober Ausschreitungen und Straftaten gegeben habe. Er argumentierte, neben der Gewalt gebe es einen Protest, der echte wirtschaftliche und soziale Not zum Ausdruck bringe, und dieser lasse sich nicht als reines Problem der öffentlichen Ordnung abtun. Sala formulierte es so:
„Ein wirtschaftliches und soziales Unbehagen, das man nicht ignorieren und nicht als Problem der öffentlichen Ordnung abtun kann.“
Sala sagte, die Bürgermeister der großen italienischen Städte hätten darum gebeten, von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni empfangen zu werden, um die Schwierigkeiten in ihren Gebieten darzulegen; er warte auf eine Antwort auf dieses Gesuch. Bei einer Veranstaltung von Bookcity dankte er den Ladenbesitzern, die ihre Türen offen hielten, und merkte an, dass am Samstag fast alle Geschäfte geöffnet blieben, nur wenige hätten geschlossen. Mailand verdanke seinem Handel viel, und in schwierigen Momenten müsse die Stadt geeint und ruhig bleiben.
Die Reaktion der Regierung und die Drogenäußerungen
Staatssekretär Alfredo Mantovano sagte in einem gestreamten Interview beim Festival delle Regioni in Florenz, viele der jungen Menschen hinter den Ausschreitungen vom 17. und 18. Oktober hätten Drogen genommen, bevor es zu Verwüstungen und Plünderungen kam. Er wolle nicht verallgemeinern, aber ein Teil von ihnen habe Substanzen konsumiert, bevor er an der Gewalt teilgenommen habe. Sein Argument fasste er so zusammen:
„Leider läuft die Einnahme von Substanzen darauf hinaus, die Bremsen des Verhaltens zu kappen.“
Die Äußerungen riefen sofort Riccardo Ricciardi auf den Plan, den Fraktionsvorsitzenden der Fünf-Sterne-Bewegung (M5S) in der Abgeordnetenkammer, der sie als beschämend bezeichnete und sagte, sie zielten darauf, jeden sozialen Protest zu delegitimieren. Ricciardi warf der Regierung vor, junge Menschen als untätig und nun als Drogenkonsumenten darzustellen, während sie Probleme wie Wohnen und Löhne ignoriere. Die Worte richteten sich an Millionen junger Menschen im ganzen Land.
„Die Worte von Staatssekretär Mantovano gegenüber Millionen junger Frauen und Männer in unserem Land sind beschämend.“
Das Dekret und die Zahlen der Ermittlungen
Ein Bericht des parlamentarischen Studienbüros von Fratelli d'Italia schreibt der Regierung zu, am 24. Oktober Verwüstungen verhindert zu haben. Er beschreibt den 17. Oktober in Mailand, als ein Protest gegen die Lebenshaltungskosten mit rund 5.000 Teilnehmenden in Brände und Plünderungen umschlug, mit einem von Confcommercio auf 700.000 Euro geschätzten Schaden über zwei Tage. Auch Turin, Bologna und Bergamo wurden von Ausschreitungen getroffen, Dutzende Beamte wurden verletzt, es gab zahlreiche Festnahmen. Der Ministerrat billigte am 20. Oktober ein Dekretgesetz, das seit dem 23. Oktober in Kraft ist und einen Straftatbestand der organisierten Gewalt bei öffentlichen Demonstrationen schafft. Wer in Gruppen von mindestens fünf Personen gefährliche Gegenstände einsetzt, dem drohen zwei bis fünf Jahre Haft, Organisatoren und Anstifter – auch solche, die über soziale Medien agieren – bis zu zwölf Jahre. Das Dekret weitet zudem die Möglichkeit einer bis zu zwölfstündigen Gewahrsamnahme auf Minderjährige aus und legt je nach Fall Geldbußen von 500 bis 2.000 Euro für Eltern fest. Derselbe Bericht zählt in sechs überwachten Städten über 4.000 identifizierte Personen, 98 Anzeigen und 12 Festnahmen.
- Identifiziert (über 4.000)
- 4000
- Angezeigt
- 98
- Festgenommen
- 12
Daten aus dem Artikeltext
Turin: friedliche Märsche, eine Polizei-Auseinandersetzung und ein Uni-Protest
Ein in Turin erstelltes Ermittlungsdossier zählt seit März 11 Demonstrationen, teils mit Zehntausenden Teilnehmenden, die ohne Zwischenfälle verliefen. Die Liste umfasst den Turin Pride mit 65.000 Menschen und eine Street Parade, die von autonomen studentischen Kollektiven organisiert wurde. In dem Dossier zitierte Quellen sagen, nicht das Vorgehen der Polizei erzeuge die Konfrontationen. Giorgio Rossetto, 64, eine Veteranengestalt der italienischen autonomen Bewegung, wurde im Askatasuna-Megaverfahren am Turiner Berufungsgericht befragt, wo er zu den Angeklagten zählt, denen kriminelle Vereinigung zur Last gelegt wird. Er beschrieb das Vorgehen der Polizei als rein muskulös, erklärte, am 24. Oktober hätten sich etwa 10.000 Menschen auf der Piazza Castello befunden, und wies zurück, Anführer von Askatasuna zu sein; solche Behauptungen seien Falschmeldungen. Die Gewerkschaft Silf erklärte, zwei in Aosta stationierte Finanzieri seien bei der Turiner Demonstration am Samstag verletzt worden, und nannte Böller, Steine, Flaschen und Stöcke, die auf die Beamten geworfen worden seien. Vor der Eröffnungsfeier des akademischen Jahres der Universität protestierten einige Dutzend Studierende gegen Botschafter Maurizio Massari, Italiens früheren UN-Vertreter, wegen seiner Haltung zu Francesca Albanese.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Il Fatto QuotidianoUnruhen vom 17. Oktober, Mantovano: „Jugendliche vor den Plünderungen auf Drogen“Disordini 17 ottobre, Mantovano: "Ragazzi sotto droghe prima dei saccheggi" · Original auf Italienisch
- il Giornale.itDie Regierung Meloni sichert die Plätze und stoppt die Verwüster: alle Zahlen zum Durchgreifen gegen GewalttäterIl governo Meloni blinda le piazze e ferma i devastatori: tutti i numeri della stretta sui violenti · Original auf Italienisch
- ANSA.itSala, neben Unruhen gibt es Proteste, die echte Sorgen ausdrückenSala, accanto a disordini ci sono proteste che esprimono preoccupazioni reali - Notizie · Original auf Italienisch
- ANSA.itDossier, „in Turin 11 friedliche Märsche seit März, Polizei provoziert keine Zusammenstöße“Dossier, 'a Torino 11 cortei pacifici da marzo, polizia non provoca scontri' - Notizie · Original auf Italienisch
- Giuseppe Sala
- Bürgermeister von Mailand, der von der friedlichen Demonstration am 24. Oktober sprach und um ein Treffen mit Giorgia Meloni bat
- Giorgia Meloni
- Ministerpräsidentin, die die Bürgermeister der italienischen Städte wegen der Schwierigkeiten vor Ort empfangen soll
- Alfredo Mantovano
- Staatssekretär im Amt des Ministerpräsidenten, der die Ausschreitungen mit Drogenkonsum in Verbindung brachte
- Riccardo Ricciardi
- Fraktionsvorsitzender der M5S in der Abgeordnetenkammer, der Mantovanos Äußerungen verurteilte
- Maurizio Massari
- Italiens früherer UN-Vertreter und Botschafter, Ziel eines Studentenprotests bei der Turiner Universitätsfeier
- Francesca Albanese
- UN-Berichterstatterin, deren Positionen den Studentenprotest gegen Maurizio Massari auslösten
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