Sicherheit · Lissabon

Portugiesische Polizei meldet 54 Videospiel-Adressen, die zur Radikalisierung von Jugendlichen genutzt werden könnten

Die Polícia Judiciária identifizierte die Adressen zwischen dem 14. September und dem 9. Oktober im Rahmen einer von Europol koordinierten Aktion, an der 16 Länder beteiligt waren. Der Großteil des portugiesischen Materials stand im Zusammenhang mit einer True-Crime-Community.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Observador, SAPO, Notícias ao Minuto und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Lissabon · Portugal
Wie es dazu kam
  1. Januar 2026Die PJ startet die Kampagne „Hate online, Kills offline“
  2. 14.09.Die von Europol koordinierte Operation beginnt, 16 Länder nehmen teil
  3. 9.10.Die Operation endet
  4. 3.11.Die PJ gibt bekannt, dass 54 portugiesische Adressen gemeldet wurden

Was die Polizei fand

Die Polícia Judiciária (PJ) teilte am Dienstag, 3. November, mit, sie habe innerhalb von weniger als einem Monat 54 Online-Adressen von Videospielen mit extremistischen Inhalten in Portugal identifiziert. Das Material könnte genutzt werden, um Kinder und Jugendliche zu radikalisieren. Die Arbeit wurde von der Nationalen Einheit für Terrorismusbekämpfung der PJ im Rahmen einer von Europol koordinierten Aktion durchgeführt. Die PJ ordnete die Ergebnisse dem Bereich der Sicherheit von Kindern und Jugendlichen zu.

Der Großteil der portugiesischen Inhalte war an die True Crime Community (TCC) geknüpft, ein Netzwerk von Menschen, die von echten Verbrechen besessen sind. Innerhalb von Spielumgebungen simulierten diese Inhalte Terroranschläge auf Schulen und eine Moschee und verherrlichten die Täter vergangener Anschläge. Die PJ fand zudem herunterladbare Karten für das Virtual-Reality-Spiel Bonelab, mit denen Nutzer diese Szenarien nachstellen konnten.

Zu den in Portugal gefundenen Adressen gehörten außerdem militant-islamistisch geprägte Avatare auf Roblox und eine Discord-Einladung, die TikTok-Nutzer dazu aufforderte, in eine eigene Community zu wechseln. Die 54 Adressen wurden auf der Plattform PERCI hochgeladen und an die Anbieter der Online-Dienste weitergeleitet.

Die Europol-Operation

Die Aktion lief vom 14. September bis zum 9. Oktober und umfasste Partner aus 16 Ländern. Sie meldete mehr als neuntausend Links zu gewalttätigem extremistischem und terroristischem Inhalt, die über mehr als zehn Online-Gaming-Plattformen verbreitet wurden. Dieses Material wurde genutzt, um Propaganda zu verbreiten und junge Menschen anzuwerben. Europaweit bewarben die gemeldeten Inhalte gewalttätigen Extremismus und Terrorismus, inspiriert von Dschihadismus, Rechtsextremismus, Linksextremismus und Anarchismus, und wurden über 47 Social-Media- und Gaming-Plattformen verbreitet.

Warnung vor Anwerbung

Die PJ warnte, diese Aktivitäten könnten sich zu einer koordinierten Produktion und Verbreitung von Propaganda sowie zur Anwerbung neuer Mitglieder und Sympathisanten entwickeln, darunter Jugendliche und Minderjährige. Die Communities bilden die Strukturen, Narrative und Symbole terroristischer Organisationen und Anschläge nach, und ihre Mitglieder schlüpfen möglicherweise in Rollen innerhalb dieser Gruppen oder rekonstruieren Gewaltereignisse. Die Polizei erklärte, das Einbringen terroristischer Ideologien in interaktive Spielerfahrungen könne Radikalisierungsprozesse befeuern.

Die PJ brachte das Risiko mit eigenen Worten auf den Punkt:

„Diese Aktivitäten können sich zu koordinierten Bemühungen entwickeln, Propaganda zu produzieren und zu verbreiten sowie neue Mitglieder und Sympathisanten anzuwerben, darunter Jugendliche und Minderjährige.“

Polícia Judiciária

Präventionsbemühungen

Die PJ erklärte, die Identifizierung und Meldung solcher Inhalte sei entscheidend, um die Verbreitung terroristischer Propaganda zu stoppen und zu verhindern, dass sie zur Anwerbung von Mitgliedern oder zur Vorbereitung von Gewalttaten genutzt werde. Sie erinnerte daran, dass sie im Januar 2026 die Kommunikationskampagne „Hate online, Kills offline“ gestartet habe, die sich mit der Online-Radikalisierung von Kindern und Jugendlichen befasst.

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