Sicherheit · Mühlbach am Hochkönig und Ehrwald

Deutscher Kletterer (20) am Hochkönig im Schneesturm zurückgelassen – nach 14 Stunden gerettet

Ein 20-jähriger Deutscher wurde auf etwa 2.600 Metern am Klettersteig Königsjodler zurückgelassen, als seine beiden Begleiter weiterkletterten. Bergretter erreichten ihn kurz vor Mitternacht und brachten ihn durch Schnee vom Hochkönig-Massiv ins Tal.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Der Tagesspiegel, Spiegel Online, Süddeutsche Zeitung und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Mühlbach am Hochkönig, Ehrwald · Österreich
Wie es dazu kam
  1. 31.10.Kletterer ruft an einem Notausstieg auf etwa 2.600 Metern um Hilfe
  2. Kurz vor Mitternacht, 31. OktoberElf Retter erreichen den erschöpften, unterkühlten Kletterer
  3. 1.11.Rettungsteam erreicht die Erichhütte nach etwa 14 Stunden

Später Aufbruch, festgesteckt auf 2.600 Metern

Am Samstag, 31. Oktober, brachen drei junge Männer aus Deutschland auf, um den Klettersteig Königsjodler im Hochkönig-Massiv der österreichischen Alpen zu begehen – trotz einer Warnung eines anderen Kletterers und einer schlechten Wetterprognose. Die Bergrettung Salzburg teilte mit, sie seien viel zu spät am Tag in die Route eingestiegen. Gegen 19 Uhr konnte einer von ihnen, ein 20-Jähriger, an einem Notausstieg auf etwa 2.600 Metern nicht mehr weiter und setzte den Alarm ab. Seine beiden Begleiter kletterten weiter und erreichten in der Nacht das Matrashaus, eine bereits geschlossene Berghütte auf 2.941 Metern. Sie ließen ihn am Ausstieg zurück.

Rettung zu Fuß durch die Nacht

Die schlechten Bedingungen hielten den Rettungshubschrauber am Boden, sodass die Bergretter aus Mühlbach zu Fuß aufsteigen mussten. Wolfgang Haggenmüller, Einsatzleiter und Ortsstellenleiter in Mühlbach, sagte, der Aufstieg sei selbst für das Rettungsteam anspruchsvoll gewesen. Während des gesamten Einsatzes hielten die Retter telefonischen Kontakt zu dem Kletterer und forderten ihn auf, in Bewegung zu bleiben. Elf Bergretter erreichten den erschöpften und unterkühlten Mann kurz vor Mitternacht. Haggenmüller sagte, die Anweisungen am Telefon seien klar gewesen:

„Wir haben dem Deutschen erklärt, dass er sich bewegen muss und auf keinen Fall allein absteigen darf.“

Wolfgang Haggenmüller

Abstieg durch Schnee und Rutschungen

Der Abstieg erfolgte am Seil, und die Route war wegen Eis und Glätte nur mit Steigeisen passierbar. Etwa 20 Zentimeter Neuschnee waren gefallen, der Weg war nicht mehr zu erkennen, und im steilen Gelände gingen Schneerutschungen ab. Haggenmüller beschrieb die Bedingungen in einem Satz:

„Es war für alle lebensgefährlich.“

Wolfgang Haggenmüller

Das Team erreichte die Erichhütte auf 1.500 Metern am Sonntag, 1. November, um 8:18 Uhr – nach insgesamt etwa 14 Stunden. Während die Retter aufstiegen, setzte eine weitere Kältewelle mit starkem Schneefall ein. Die Retter berichteten zudem von einer realen Absturzgefahr im steilen, felsigen Gelände.

Ein zweiter Zwischenfall nahe der Zugspitze

Ein separater Fall betraf eine Route von Ehrwald in Österreich in Richtung Zugspitze. Eine 17-Jährige aus Baden-Württemberg und ihr 21-jähriger Begleiter aus Bayern versuchten den Klettersteig Stopselzieher und gerieten auf etwa 2.500 Metern in eine alpine Notlage. Zeitweise sanken sie knietief in den Schnee, und das Paar entschied, dass ein Weitergehen zu gefährlich sei. Der Mann stieg ab, während die junge Frau den Notruf absetzte. Ein Polizeihubschrauber brachte sie unverletzt ins Tal.

Warnungen, Kosten und die Ermittlungen

Gerhard Kremser, Bezirksleiter der Bergrettung im Pongau, sagte, eine weitere Nacht im Freien auf dieser Höhe mit Schneefall wäre für den Kletterer vermutlich tödlich gewesen. Er brachte den Vorfall mit Selbstüberschätzung und ignorierten Warnungen in Verbindung:

„Bergsteigen heißt auch, rechtzeitig umzukehren. Die Berge gehen nicht weg.“

Gerhard Kremser

Kremser sagte, der Einsatz zeige, wie schnell Selbstüberschätzung, ignorierte Warnungen und eine schlechte Routenplanung eine lebensbedrohliche Situation schaffen könnten. Die Alpinpolizei ermittelt nun, und eine Polizeisprecherin sagte, die Staatsanwaltschaft müsse entscheiden, ob das Verhalten der Begleiter strafrechtlich relevant sei. In Deutschland werden Rettungskosten nicht automatisch von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen, die nur zahlt, wenn der Einsatz medizinisch notwendig war.

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