Nach einem versuchten Brandanschlag auf die Finchley Reform Synagogue im Norden Londons hat die Polizei am Mittwochnachmittag zwei Tatverdächtige in Watford festgenommen. Die Ermittler stufen den Vorfall als antisemitisches Hassverbrechen ein, wobei eine 47-jährige Frau und ein 46-jähriger Mann wegen Brandstiftung mit Gefährdung von Menschenleben in Gewahrsam genommen wurden.
Zwei Festnahmen
Eine Frau (47) und ein Mann (46) wurden in Watford im Zusammenhang mit dem versuchten Brandanschlag festgenommen.
Keine Schäden
Die geworfenen Benzinbomben entzündeten sich nicht; es gab keine Verletzten oder Sachschäden am Synagogengebäude.
Antisemitismus-Verdacht
Die Polizei stuft den Vorfall als Hassverbrechen ein; Spezialisten der Antiterroreinheit unterstützen die Ermittlungen.
In Watford wurden am Mittwochnachmittag zwei Personen nach einem versuchten Brandanschlag auf die Finchley Reform Synagogue im Norden Londons festgenommen. Die Polizei ermittelt wegen einer antisemitisch motivierten Straftat. Nach Angaben der Metropolitan Police wurde zunächst gegen 16:45 Uhr eine 47-jährige Frau an einer Adresse in Watford festgenommen, gefolgt von einem 46-jährigen Mann um 19:15 Uhr im selben Gebiet. Beide Verdächtige befinden sich wegen des Verdachts der Brandstiftung mit Lebensgefahr in Polizeigewahrsam. Der Angriff ereignete sich kurz nach Mitternacht in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch, den 15. April, als zwei dunkel gekleidete und maskierte Personen die Synagoge in der Fallow Court Avenue in North Finchley aufsuchten. Sie warfen einen Ziegelstein sowie zwei Flaschen mit einer mutmaßlich brennbaren Substanz, vermutlich Benzin, gegen das Gebäude. Keine der Flaschen entzündete sich, es wurden weder Schäden noch Verletzungen gemeldet. Mitarbeiter meldeten den Vorfall der Polizei am Mittwochmorgen um 8:30 Uhr. Antiterroreinheit unterstützt Ermittlungen nach SynagogenangriffDie North West Command Unit der Metropolitan Police leitet die Untersuchung mit Unterstützung von Spezialermittlern der Antiterroreinheit. Detective Chief Superintendent Luke Williams, zuständiger Polizeileiter des Bezirks, äußerte die Hoffnung, dass die schnellen Festnahmen zur Beruhigung der Gemeinde beitragen.„„Ich hoffe, dass das schnelle Handeln der Beamten zur Identifizierung und Festnahme von zwei Personen heute ein gewisses Maß an Sicherheit vermittelt und zeigt, wie ernst wir Angriffe dieser Art nehmen.“” — Luke Williams via The GuardianWilliams ging zudem auf Bedenken bezüglich einer möglichen Verbindung zu einem Vorfall im Vormonat ein und erklärte, es gebe derzeit keine Hinweise darauf, dass der Fall Finchley und der Brandanschlag auf einen Krankenwagen in Golders Green zusammenhingen. Er bestätigte, dass die verstärkten Patrouillen im Bereich Finchley fortgesetzt würden. Am Mittwochnachmittag war die Zufahrtsstraße zur Synagoge abgesperrt, während Forensiker Beweise sicherten; drei Polizisten patrouillierten gemeinsam mit zwei Sicherheitskräften vor dem Gebäude. Brandanschlag in Golders Green belastet jüdische GemeindeDer versuchte Anschlag auf die Synagoge erfolgte weniger als einen Monat nach dem Brandanschlag auf vier Krankenwagen von Hatzola. Dieser jüdische Rettungsdienst ist im Stadtteil Golders Green im Nordwesten Londons aktiv; dort wurden die Fahrzeuge in der Nacht zum 23. März 2026 in Brand gesetzt. Bei diesem Feuer wurde niemand verletzt. Anfang April wurden drei Verdächtige, darunter ein 17-jähriger britisch-pakistanischer Staatsbürger sowie zwei britische Staatsangehörige, im Zusammenhang mit der Tat in Golders Green angeklagt. Laut einem Bericht von newsORF.at soll eine wenig bekannte islamistische Gruppe mit mutmaßlichen Verbindungen zum Iran die Verantwortung für den Brandanschlag auf die Krankenwagen übernommen haben. Williams erkannte die Besorgnis in der Bevölkerung an und merkte an, dass jüdische Anwohner über einen weiteren Vorfall so kurz nach dem Brand in Golders Green erheblich beunruhigt seien.Jüngste antisemitische Vorfälle im Vereinigten Königreich: — ; — ; — Kantorin betont Entschlossenheit der GemeindeKantorin Zoë Jacobs, leitende Geistliche der Finchley Reform Synagogue, erklärte, dass sich die Gemeinde von dem Angriff nicht entmutigen lasse und die Bemühungen um den Zusammenhalt im Stadtteil fortsetzen werde.„„Dies ist eindeutig ein Versuch, die britische jüdische Gemeinschaft einzuschüchtern. Wir werden dem Brückenbau im gesamten Bezirk Barnet weiterhin Priorität einräumen und uns von diesen feigen Taten nicht einschüchtern lassen.“” — Zoë Jacobs via Notícias ao MinutoDie Synagoge wies in einer Stellungnahme in den sozialen Medien darauf hin, dass die emotionale und psychologische Belastung durch den versuchten Anschlag für die jüdische Gemeinschaft erheblich sei, drückte jedoch gleichzeitig Dankbarkeit für die Solidarität der Nachbarn, der Polizei und der Politik aus. Sarah Sackman, Labour-Abgeordnete für Finchley und Golders Green sowie Staatsministerin im Justizministerium, bezeichnete den Angriff als Teil einer besorgniserregenden Serie von Vorfällen gegen jüdische Bürger in Großbritannien.„„Britische Juden müssen ihr Leben ohne Angst führen können – egal, ob sie ihre Kinder in den Kindergarten bringen oder die Synagoge besuchen. Wir wollen nicht hinter immer höheren Mauern leben.“” — Sarah Sackman via The GuardianLondons Bürgermeister Sadiq Khan dankte der Polizei für das rasche Eingreifen bei diesem gravierenden Vorfall. Der Angriff auf die Finchley Reform Synagogue folgt auf die Ereignisse vom Oktober 2025, als bei einem Anschlag auf eine Synagoge in Manchester zwei Gläubige getötet und drei weitere schwer verletzt worden waren, was die angespannte Sicherheitslage für die jüdische Gemeinschaft im Land verschärft hat.Antisemitische Vorfälle im Vereinigten Königreich sorgen bei jüdischen Organisationen und Sicherheitsbehörden für anhaltende Besorgnis. Der Angriff auf eine Synagoge in Manchester am 2. Oktober 2025, bei dem zwei Menschen starben, gilt als einer der gewalttätigsten Vorfälle der jüngeren Geschichte. Die Finchley Reform Synagogue ist eine Reformgemeinde in der Fallow Court Avenue im Londoner Bezirk Barnet und Mitglied des Dachverbandes Movement for Reform Judaism. Das Viertel Golders Green, in dem der Anschlag auf die Hatzola-Fahrzeuge stattfand, beheimatet eine der größten jüdischen Gemeinden Londons.
Mentioned People
- Sadiq Khan — Burmistrz Londynu od 2016 roku
- Sarah Sackman — Posłanka do parlamentu z okręgu Finchley i Golders Green oraz wiceminister ds. sądów i usług prawnych
- Luke Williams — Nadinspektor prowadzący działania policyjne w północno-zachodnim Londynie
- Zoë Jacobs — Kantor synagogi Finchley Reform
Sources: 17 articles
- Duas pessoas procuradas por tentativa de incêndio contra uma sinagoga em Londres (JN)
- Casal detido por atirar garrafas com gasolina contra sinagoga em Londres (Notícias ao Minuto)
- Deux arrestations après une tentative d'incendie criminel contre une synagogue à Londres (La Libre.be)
- Un homme et une femme arrêtés pour avoir tenté d'incendier une synagogue à Londres (Le Parisien)
- Zwei Festnahmen nach Angriff auf Synagoge in London (newsORF.at)
- Two arrested over attempted arson attack on synagogue in north London (The Guardian)
- Polícia britânica procura suspeitos após tentativa para deflagrar incêndio em sinagoga (Observador)
- Nou atac antisemit la Londra: a fost vizată o sinagogă din nordul orașului (G4Media.ro)
- Versuchter Brandanschlag auf Synagoge in London (der Standard)
- Tentative d'incendie d'une synagogue à Londres, deux suspects recherchés (20minutes)