Nach einem folgenschweren Angriff auf einen 69-jährigen Mann im Rollstuhl hat die niederländische Polizei zwei Tatverdächtige festgenommen. Dem Opfer, einem beinamputierten Bettler, wurden am Dienstagnachmittag auf dem Smaragdplein in Utrecht schwere Brandverletzungen zugefügt. Die Ermittler gehen derzeit Hinweisen auf einen vorangegangenen Konflikt zwischen den Beteiligten nach.

Schwerer Angriff auf Rollstuhlfahrer

Ein 69-jähriger beinamputierter Mann wurde in Utrecht mit einem brennenden Werbeblatt angezündet und erlitt schwere Verletzungen.

Zwei Tatverdächtige in Haft

Die Polizei nahm innerhalb von 18 Stunden zwei Männer (37 und 55 Jahre alt) fest; erste Hinweise deuten auf einen persönlichen Konflikt hin.

Breite öffentliche Anteilnahme

Bürgermeisterin Dijksma und Justizminister van Weel verurteilten die Tat als Grenzüberschreitung; Zeugen werden psychologisch betreut.

Die niederländische Polizei hat zwei Verdächtige festgenommen, nachdem am Dienstagnachmittag ein 69-jähriger behinderter Mann in einem elektrischen Rollstuhl im Utrechter Einkaufsbereich Smaragdplein angezündet wurde. Das Opfer erlitt dabei schwere Brandwunden an Armen, Rücken und Kopf. Der Vorfall ereignete sich gegen 15:30 Uhr vor einem Plus-Supermarkt, wo der beinamputierte Mann regelmäßig bettelte. Ein 37-jähriger Verdächtiger konnte bereits am Dienstagabend mithilfe von Zeugenaussagen und Überwachungsbildern ermittelt werden. Ein zweiter Verdächtiger im Alter von 55 Jahren wurde am Mittwochmorgen um 9:00 Uhr in Utrecht festgenommen. Beide befinden sich zur Befragung in Gewahrsam, während die Ermittler die Hintergründe des Angriffs prüfen.

Brennendes Flugblatt hinter den Rücken des Opfers platziert Nach Angaben des Filialleiters des Plus-Supermarktes war das Opfer im Einkaufszentrum bekannt und hielt sich dort regelmäßig zum Betteln auf. Mitarbeiter hatten ihn kurz vor dem Vorfall aufgefordert, den Bereich zu verlassen, da er als störend empfunden wurde. Kurz darauf näherte sich ein Unbekannter mit einem brennenden Werbeflugblatt und platzierte dieses hinter dem Rücken des Mannes, woraufhin dessen Kleidung und der Rollstuhl Feuer fingen. Passanten reagierten sofort, hoben den Mann aus seinem Rollstuhl und versuchten, die Flammen zu löschen, indem sie ihn auf den Rücken legten. Eine Person holte einen Feuerlöscher aus dem Supermarkt, wobei das Feuer zu diesem Zeitpunkt bereits weitgehend unter Kontrolle war. Das Opfer wurde mit schweren Verbrennungen per Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Der Eingang des Einkaufszentrums auf der Supermarktseite blieb nach der Einrichtung eines Tatorts durch die Polizei für etwa eine Stunde gesperrt. „Wir haben ihn weggeschickt, weil er sehr aufdringlich war. Aber kurz darauf, während er noch dort stand, kam ein unbekannter Mann mit einem brennenden Werbeflugblatt herbei und steckte es hinter den Rücken des Opfers.” — Plus branch manager via AD

Bürgermeisterin und Justizminister verurteilen Angriff auf Schutzbedürftigen Utrechts Bürgermeisterin Sharon Dijksma bezeichnete den Vorfall als eine entsetzliche Form der Gewalt und zeigte sich besonders besorgt angesichts der Hilflosigkeit des Opfers. „Da das Opfer keine Fluchtmöglichkeit hatte, wiegt die Tat möglicherweise noch schwerer.” — Sharon Dijksma via NOS Dijksma wies zudem auf die erheblichen psychischen Folgen für die Passanten hin, die den Angriff auf dem belebten Platz miterlebt hatten. Der niederländische Justiz- und Sicherheitsminister David van Weel reagierte mit einer Nachricht auf der Plattform X und sprach von einer Grenzüberschreitung. „Dies überschreitet alle Grenzen. Es ist schrecklich, was hier in Utrecht geschehen ist.” — David van Weel via NOS Van Weel forderte, die Täter zur Rechenschaft zu ziehen. Die Polizei stellte vor Ort Opferschutzdienste für Zeugen bereit und unterstrich die traumatische Wirkung des Geschehens.

Konflikt im Bekanntenkreis als mögliches Motiv Die Polizei gab an, dass die Verdächtigen und das Opfer einander vermutlich kannten und der Vorfall aus einem gegenseitigen Konflikt resultiert haben könnte; dies sei jedoch Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Das Opfer wurde sowohl vom Supermarktleiter als auch von regelmäßigen Besuchern des Einkaufszentrums als Klient der Heilsarmee identifiziert. Gäste einer Cafeteria, die das Opfer vom Platz kannten, äußerten gegenüber dem Algemeen Dagblad die Vermutung, dass es bereits zuvor Streitigkeiten gegeben habe, betonten jedoch, dass nichts diesen Angriff rechtfertigen könne. Das Distrikt-Detektivteam von Utrecht wurde mit dem Fall betraut, was die Schwere des Delikts unterstreicht. Die Polizei appellierte erneut an Zeugen, sich zu melden und bei Bedarf psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen. 2 (Tatverdächtige festgenommen) — Zwei Männer innerhalb von 18 Stunden nach der Tat festgenommen

Angriffe auf obdachlose oder erkennbar schutzbedürftige Personen im öffentlichen Raum führen in den Niederlanden immer wieder zu Debatten über Sicherheit und soziale Exklusion in städtischen Gebieten. Der Smaragdplein ist ein Nachbarschaftszentrum im Süden Utrechts, in dem das Opfer von Anwohnern als bekanntes Gesicht beschrieben wurde. Die Heilsarmee betreibt in niederländischen Städten umfangreiche soziale Unterstützungsangebote und bietet Unterkünfte sowie Tagesdienste für Menschen ohne festen Wohnsitz oder mit körperlichen Einschränkungen an.

Chronik des Brandanschlags in Utrecht — Ereignisse

Mentioned People

  • Sharon Dijksma — Burmistrz Utrechtu i przewodnicząca Stowarzyszenia Gmin Holenderskich (VNG)
  • David van Weel — Minister Sprawiedliwości i Bezpieczeństwa w gabinecie Jettena

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