Die US-Notenbank hat ihren Leitzins am 18. März 2026 unverändert gelassen und für den Rest des Jahres nur noch eine Zinssenkung um 0,25 Prozentpunkte signalisiert. Zugleich verschlechterte sich die Lage im Nahen Osten weiter, Öl verteuerte sich und Aktien gerieten weltweit unter Druck. Wenige Stunden später bestätigte auch die japanische Notenbank ihren abwartenden Kurs.

Fed belässt Leitzins unverändert

Die US-Notenbank ließ den Leitzins am 18. März 2026 unverändert und stellte für den Rest des Jahres nur noch eine Senkung um 0,25 Prozentpunkte in Aussicht.

Höhere Inflation begrenzt Spielraum

Aktualisierte Fed-Prognosen deuten auf stärkeren Inflationsdruck hin. Das schränkt aus Sicht der Märkte die Möglichkeiten für eine lockerere Geldpolitik ein.

Powell schließt Erhöhung nicht aus

Jerome Powell sagte laut Reuters, eine Zinserhöhung sei nicht ausgeschlossen, derzeit aber unwahrscheinlich. Zugleich wolle er im Amt bleiben, bis ein Nachfolger bestätigt sei.

Bank of Japan hält ebenfalls still

Die japanische Notenbank beließ ihren Zinssatz am 19. März 2026 unverändert. Anleger rechnen laut Reuters jedoch weiterhin bis Ende Juni mit einem Anstieg auf 1,00%.

Öl und Krieg belasten Märkte

Mit der Verschärfung des Kriegs im Nahen Osten stiegen die Ölpreise, Aktien fielen weltweit und die indische Rupie geriet unter Druck.

Die U.S. Federal Reserve ließ ihren maßgeblichen Leitzins am 18. März 2026 unverändert und signalisierte zugleich, dass die Währungshüter für den Rest des Jahres nur noch mit einer einzigen Zinssenkung um einen Viertelprozentpunkt rechnen. Diese Projektion verunsicherte die Märkte zusätzlich, die wegen des sich verschärfenden Konflikts im Nahen Osten bereits unter Spannung standen. Wie Reuters berichtete, fiel die Entscheidung zu einem Zeitpunkt, als die aktualisierten Prognosen der Fed auf einen stärkeren Inflationsdruck in den kommenden Monaten hindeuteten und damit den Spielraum für geldpolitische Lockerungen einengten. Weltweit gaben Aktienkurse nach, während die Ölpreise am selben Tag anzogen, an dem sich der Krieg im Nahen Osten verschärfte. Das erhöhte den Druck auf die Finanzmärkte rund um den Globus. Die beiden Entscheidungen der Notenbanken — aus Washington und wenige Stunden später aus Tokio — prägten eine unruhige Handelssitzung über mehrere Anlageklassen hinweg. Die Federal Reserve beließ ihren Leitzins nach Websuchergebnissen mit Verweis auf Reuters in einer Spanne von 3,50% bis 3,75%, auch wenn diese konkrete Angabe in den für diese Zusammenfassung unmittelbar geprüften Ausgangsartikeln nicht auftauchte.

Powell will im Amt bleiben, bis ein Nachfolger benannt ist Fed-Chef Jerome Powell beantwortete auch Fragen zu seiner eigenen Zukunft an der Spitze der Notenbank. Nach Angaben von Reuters sagte er, er werde so lange im Amt bleiben, bis ein Nachfolger bestätigt sei. Powell erklärte zudem, eine Zinserhöhung sei nicht grundsätzlich ausgeschlossen, auf absehbare Zeit aber unwahrscheinlich. Diese Formulierung ließ Analysten darüber rätseln, wie groß die Bereitschaft der Fed ist, weitere Inflationsüberraschungen zu tolerieren. Seine Äußerungen fielen in eine Phase politischer Unsicherheit über die Unabhängigkeit der Notenbank, ein Thema, das seit der Rückkehr von Präsident Donald Trump ins Weiße Haus im Januar 2025 immer wieder aufgegriffen wird. Powell steht seit 2018 als Vorsitzender der Federal Reserve an der Spitze der US-Notenbank. Einige Marktanalysten äußerten laut Reuters die Einschätzung, dass die Fed die Zinsen am Ende womöglich das gesamte Jahr 2026 über unverändert lassen könnte, obwohl offiziell noch eine Senkung signalisiert wird. Als Grund nannten sie den unsicheren Inflationspfad, der auch durch steigende Energiekosten infolge des Nahostkonflikts bestimmt werde.

Bank of Japan hält still, Anleger achten auf spätere Erhöhungen Die Bank of Japan ließ ihren wichtigsten Zinssatz am 19. März 2026 unverändert, wie Reuters berichtete. Investoren hatten diese Entscheidung weithin erwartet, nachdem Informanten Reuters bereits früher im Monat gesagt hatten, der Iran-Konflikt habe die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass die BOJ im März auf eine Zinserhöhung verzichten werde. Eine Reuters-Umfrage vom 10. März ergab, dass die BOJ bei dieser Sitzung ihren Satz voraussichtlich bei 0,75% belassen, ihn aber bis Ende Juni wahrscheinlich auf 1,00% anheben werde. Nach der Entscheidung der BOJ geriet der Yen unter Druck. Reuters berichtete, an den Devisenmärkten habe sich die Aufmerksamkeit nach dem Stillhalten der Fed am Vortag auf die japanische Zentralbank verlagert. BOJ-Vizegouverneur Ryozo Himino hatte bereits früher im März nach Angaben von Reuters gesagt, die Notenbank rechne damit, die Zinsen weiter anzuheben, nannte jedoch keinen Zeitpunkt. Die Kombination aus einer unveränderten Fed, einer unveränderten BOJ und stark steigenden Ölpreisen schuf ein schwieriges Umfeld für asiatische Währungen und Aktienmärkte.

Die Federal Reserve begann 2022 mit einer aggressiven Serie von Zinserhöhungen, um einen kräftigen Inflationsanstieg zu bekämpfen, und brachte den maßgeblichen Leitzins schließlich auf den höchsten Stand seit mehreren Jahrzehnten. Die Bank of Japan hielt dagegen über Jahre an einer ultralockeren Geldpolitik fest, bevor sie einen schrittweisen Straffungszyklus einleitete. Der Iran-Konflikt, der am 28. Februar 2026 begann, als die Vereinigten Staaten und Israel die Operation Epic Fury starteten, hat den globalen Energiemärkten eine zusätzliche Unsicherheitsebene hinzugefügt. Bewegungen der Ölpreise schlagen dabei sowohl in den Vereinigten Staaten als auch in Japan unmittelbar auf die Inflationserwartungen durch.

Ölpreisanstieg setzt Rupie unter Druck, Aktien geben nach Die indische Rupie geriet an den Offshore-Märkten für nicht lieferbare Termingeschäfte unter Abwertungsdruck, weil sich der Anstieg der Ölpreise verstärkte, berichtete Reuters. Steigende Rohölkosten treffen insbesondere Volkswirtschaften, die stark von Importen abhängig sind. Weltweit sackten Aktienkurse am selben Tag ab, als der sich verschärfende Krieg im Nahen Osten Anleger nach Angaben von Reuters in als sicher geltende Anlagen trieb und sie zugleich aus Aktien herausdrängte. Die beiden Entscheidungen der Notenbanken — beide entschieden sich für Vorsicht — trugen kaum dazu bei, die Nervosität in einem Marktumfeld zu dämpfen, das bereits von geopolitischen Risiken geprägt war. Von Reuters zitierte Analysten warnten, die Fed könnte die Zinsen faktisch das gesamte Jahr 2026 über unverändert lassen, obwohl offiziell noch eine Senkung projiziert wird, falls sich die vom Öl getriebene Inflation als hartnäckiger erweisen sollte als erwartet. Dass die Geldpolitik in den beiden größten Volkswirtschaften der Welt zugleich stillhält und in einer bedeutenden Förderregion ein offener Krieg geführt wird, ließ Händler mit nur wenigen klaren Hinweisen darauf zurück, wie sich Zinsen und Währungen als Nächstes entwickeln werden.

Fed rate-cut expectations for 2026: Erwartete Zinssenkungen im Jahr 2026 (before: Mehrere Senkungen erwartet (frühere Prognosen), after: Eine einzige Senkung um einen Viertelprozentpunkt (Projektion vom März 2026)); Möglichkeit einer Zinserhöhung (before: Nicht thematisiert, after: Nicht ausgeschlossen, aber unwahrscheinlich, laut Powell)

Mentioned People

  • Jerome Powell — 16. przewodniczący Rezerwy Federalnej od 2018 r.