Die US-Notenbank hat ihren Leitzins am 18. März 2026 zum zweiten Mal in Folge nicht verändert. Die Spanne bleibt bei 3,50 bis 3,75 Prozent. Fed-Chef Jerome Powell verwies ausdrücklich auf den Konflikt mit Iran als Belastungsfaktor für Konjunktur und Ölpreise. An Europas Börsen überwogen daraufhin uneinheitliche Tendenzen; Mailand schloss im Minus, London gab am stärksten nach.

Fed lässt Leitzins unverändert

Die US-Notenbank beließ den Zielkorridor am 18. März 2026 zum zweiten Mal in Folge bei 3,50 bis 3,75 Prozent.

Powell verweist auf Iran-Konflikt

Jerome Powell nannte den Konflikt mit Iran ausdrücklich als Faktor für den wirtschaftlichen Ausblick und verwies auf Folgen für Ölpreise und Gesamtwirtschaft.

Fed erwartet höhere Inflation

Nach Berichten unter Verweis auf Reuters und Bloomberg rechnet die Fed mit höherer Inflation und nur einer Zinssenkung im Gesamtjahr 2026, während die Arbeitslosigkeit stabil bleiben dürfte.

Europäische Börsen schließen uneinheitlich

Mailand verlor 0,33 Prozent, London 0,94 Prozent und Paris 0,06 Prozent. Besonders in Mailand belasteten Energie-, Industrie- und einzelne Konsumwerte.

Mailand dreht im Tagesverlauf ins Minus

Frühe Gewinne an der Borsa Italiana wurden durch Rückgänge bei Acea, De Nora, Enel, Stellantis und Campari aufgezehrt.

Die US-Federal Reserve hat ihren Leitzins am 18. März 2026 die zweite Sitzung in Folge unverändert gelassen. Der Zielkorridor für den Leitzins blieb bei 3,50 bis 3,75 Prozent, während die Währungshüter steigenden Inflationsdruck gegen die breitere wirtschaftliche Unsicherheit abwogen. Fed-Chef Jerome Powell verwies ausdrücklich auf den Konflikt mit Iran als einen Faktor, der den wirtschaftlichen Ausblick beeinflusse. Er nannte dabei die Auswirkungen auf den Ölpreis und auf die Gesamtwirtschaft. Die Entscheidung fiel zu einem Zeitpunkt, als die europäischen Aktienmärkte uneinheitlich aus dem Handel gingen. In Mailand schloss die Borsa Italiana mit einem Minus von 0,33 Prozent. Belastet wurde der Markt vor allem durch Kursverluste bei Enel, Stellantis und Campari. Der Londoner FTSE 100 verzeichnete unter den großen europäischen Indizes mit minus 0,94 Prozent den deutlichsten Rückgang, während der Pariser CAC 40 nur um 0,06 Prozent nachgab.

Powell nennt Iran-Konflikt als wirtschaftlichen Risikofaktor Jerome Powell, der seit 2018 Vorsitzender der Federal Reserve ist, machte deutlich, dass geopolitische Entwicklungen im Nahen Osten die Einschätzung der Notenbank zur Wirtschaftslage belasteten. Nach einem Bericht von Europa Press sagte Powell, der Iran-Konflikt werde sich auf die Wirtschaft auswirken. Das gilt als bemerkenswerter Hinweis darauf, dass militärische Operationen in der Region inzwischen in die Beratungen der Zentralbank einfließen. Die Ölpreise stiegen am 18. März nach einem Angriff auf iranische Einrichtungen, wie ANSA berichtete. Dadurch kam neuer Aufwärtsdruck auf die Energiekosten weltweit. Die Fed stellte nach Websuchergebnissen unter Verweis auf Reuters und Bloomberg eine höhere Inflation sowie nur eine einzige Zinssenkung im Gesamtjahr 2026 in Aussicht. Die Arbeitslosigkeit dürfte den Erwartungen zufolge stabil bleiben. Der FOMC beließ den Leitzins in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent. Auf diesem Niveau liegt er damit nun seit zwei aufeinanderfolgenden Sitzungen.

Die Federal Reserve begann 2022 einen aggressiven Zinserhöhungszyklus, um die stark gestiegene Inflation zu bekämpfen, und hob die Zinsen auf Höchststände seit mehreren Jahrzehnten an, bevor sie zu einer schrittweisen Lockerung überging. Die aktuelle Leitzinsspanne von 3,50 bis 3,75 Prozent steht für einen vorsichtigen Kurs bei weiteren Senkungen, da die Notenbank eine weiterhin über dem Ziel liegende Inflation gegen Risiken für das Wachstum abwägt. Die US-israelische Militäroperation gegen Iran mit dem Namen Operation Epic Fury begann am 28. Februar 2026 und hat seit ihrem Start erhebliche Unsicherheit in die globalen Energie- und Finanzmärkte gebracht.

Frühe Gewinne in Mailand im Tagesverlauf vollständig aufgezehrt Der Handelstag in Mailand am 18. März verlief in zwei deutlich unterschiedlichen Phasen. Zu Beginn legte die Borsa Italiana nach Angaben von ANSA zu, gestützt von Kursgewinnen bei Mode- und Bankwerten. Bereits im Vormittagshandel belasteten jedoch deutliche Rückgänge bei Acea und De Nora den Index. Am Nachmittag drehte der Markt dann insgesamt ins Minus. -0.33 (%) — Schlussverlust der Mailänder Borsa Italiana am 18. März Die Aktien des italienischen Energiekonzerns Enel, des multinationalen Autobauers Stellantis und des Getränkekonzerns Campari gaben bis zum Handelsschluss ebenfalls nach. Die Sitzung spiegelte die breitere Unsicherheit an den europäischen Märkten wider, während Anleger die Zinsentscheidung der Fed und die im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt steigenden Ölpreise einordneten.

London FTSE 100: -0.94, Milan Borsa Italiana: -0.33, Paris CAC 40: -0.06

Energie- und Industriewerte stehen besonders unter Druck Die Kursverluste bei Acea und De Nora im Vormittagshandel wurden von ANSA als starke Einbrüche beschrieben. Sie fielen besonders auf, obwohl andere Teile des Mailänder Marktes zu diesem Zeitpunkt noch im Plus lagen. Acea, die italienische Holding im Versorgungsbereich mit Aktivitäten in den Sektoren Wasser, Umwelt und Energie, und De Nora, spezialisiert auf elektrochemische Industrieprozesse, verzeichneten beide deutliche Verluste. Bis zum Handelsschluss weitete sich der Verkaufsdruck auf Enel aus, eines der größten Energieunternehmen Italiens. Das verweist auf die Empfindlichkeit des Energiesektors gegenüber steigenden Ölpreisen. Stellantis und Campari ergänzten die Liste der auffälligen Verlierer und standen dabei für die Branchen Automobil und Konsumgüter. Der Londoner FTSE 100 verbuchte unter den drei beobachteten großen europäischen Märkten mit minus 0,94 Prozent den stärksten prozentualen Rückgang, während Paris die Verluste auf 0,06 Prozent begrenzte. Die Unterschiede zwischen den europäischen Märkten deuteten darauf hin, dass Anleger geopolitische und geldpolitische Risiken selektiv einpreisten, statt auf die Entwicklungen des Tages einheitlich zu reagieren.

Mentioned People

  • Jerome Powell — 16. przewodniczący Rezerwy Federalnej od 2018 roku