Der US-amerikanische Vizepräsident JD Vance ist am 7. April 2026 zu einem offiziellen Besuch in Budapest eingetroffen, um Ministerpräsident Viktor Orbán kurz vor den ungarischen Parlamentswahlen zu unterstützen. Vance erklärte dabei, dass die militärischen Ziele der USA im Konflikt mit dem Iran erreicht seien und ein baldiges Ende des Krieges bevorstehe. Orbán schlug zudem Ungarn als Austragungsort für einen möglichen Friedensgipfel zwischen den USA und Russland zur Ukraine-Krise vor.
Abzug aus dem Iran-Konflikt
JD Vance erklärte die militärischen Ziele der USA im Iran für erreicht und stellte ein baldiges Ende des am 28. Februar 2026 begonnenen Krieges in Aussicht.
Wahlkampfhilfe für Orbán
Der Besuch fünf Tage vor der Wahl dient der Stärkung Orbáns gegen den Herausforderer Péter Magyar, dessen Tisza-Partei derzeit in Umfragen führt.
Friedensinitiative zur Ukraine
Orbán bot Budapest als neutralen Ort für direkte Verhandlungen zwischen den USA und Russland an, um den Ukraine-Krieg zu beenden.
US-Vizepräsident JD Vance ist am 7. April 2026 in Budapest eingetroffen, um fünf Tage vor den ungarischen Parlamentswahlen Ministerpräsident Viktor Orbán zu treffen. Orbáns Sprecher Zoltan Kovacs bezeichnete dies als „historischen Besuch“, da es die erste offizielle Reise eines amtierenden US-Vizepräsidenten nach Budapest darstellt. Vance und seine Ehefrau Usha wurden am Flughafen Ferihegy vom ungarischen Außenminister Péter Szijjártó mit Blumen begrüßt, bevor die Delegation mit der US-Geschäftsträgerin Caroline Savage zusammentraf. Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz erklärte Vance, die militärischen Ziele der USA im Krieg gegen den Iran seien erreicht und der Konflikt werde in Kürze enden. Orbán wiederum bezeichnete die Wahl von Donald Trump als Beginn eines „goldenen Zeitalters“ in den ungarisch-amerikanischen Beziehungen und bot Ungarn als möglichen Gastgeber für einen Friedensgipfel zur Ukraine zwischen den USA und Russland an.
Vance erklärt Ziele im Iran-Krieg für erreicht Vance gab seine bislang direkteste öffentliche Einschätzung zum laufenden Militäreinsatz der USA und Israels gegen den Iran ab und erklärte vor Journalisten, das Ergebnis liege nun bei Teheran. „„Die militärischen Ziele der Vereinigten Staaten wurden erreicht. Das bedeutet, wie der Präsident sagte, dass dieser Krieg in Kürze enden wird. Und ich glaube, dass die Art des Abschlusses letztlich von den Iranern abhängt.“” — JD Vance via ANSA Vance äußerte sich auch zu jüngsten Berichten über Angriffe auf die Insel Kharg Island. Er glaube nicht, dass diese Entwicklungen eine Änderung in der Strategie von Präsident Trump darstellten. Er fügte hinzu, dass noch „viele Verhandlungen“ anstünden, bevor eine etwaige Ultimatum-Frist ablaufe. Der Konflikt hatte am 28. Februar 2026 begonnen, als US-amerikanische und israelische Streitkräfte im Rahmen der Operation „Epic Fury“ Angriffe gegen den Iran starteten.
Orbán als Verteidiger christlicher Werte gewürdigt Vance nutzte die Pressekonferenz für eine ausführliche politische Unterstützungserklärung für Orbán und ordnete ihre gemeinsame Agenda zivilisatorisch ein. „„Was die Vereinigten Staaten und Ungarn unter der Führung von Viktor und Präsident Trump gemeinsam repräsentieren, ist die Verteidigung der westlichen Zivilisation.“” — JD Vance via ANSA Er führte diese Vision weiter aus und nannte das Recht von Familien auf ein „Leben in Würde“, den Schutz von Kindern vor ideologischer Indoktrination in Schulen und die Verankerung beider Gesellschaften in christlichen Werten. Vance bezeichnete Orbán als „seltene Ausnahme“ unter den europäischen Staatschefs, die bereit seien, diese Prinzipien zu verteidigen. Dies sei einer der Gründe für seine Reise gewesen. Zudem lobte Vance die ungarische Energiepolitik; Ungarns relative Unabhängigkeit von den Preissteigerungen in Europa sei ein „Modell für den gesamten Kontinent“. „„Wir wollen, dass Europa erfolgreich ist. Wir wollen, dass europäische Familien in der Lage sind, ihre Häuser zu heizen und Wohlstand aufzubauen. Wir wollen ein Europa, das energetisch unabhängig und tatsächlich handlungsfähig ist.“” — JD Vance via ANSA
Ungarn schlägt Gipfel vor – Wahlen stehen bevor In der Ukraine-Frage positionierten sich beide Politiker als Friedensstifter. Vance bezeichnete Trump und Orbán als jene „zwei Staatsmänner, die am meisten getan haben, um diesen zerstörerischen Konflikt zu stoppen“. Orbán erklärte die Bereitschaft Ungarns, einen Gipfel zwischen den USA und Russland auszurichten, sollte ein solches Treffen notwendig werden. Er stellte diesen Vorschlag in den Kontext seiner langjährigen Kritik an der Führung der Europäischen Union. „„Die Europäer, insbesondere Brüssel, blockieren weiterhin Friedensgespräche mit Russland.“” — Viktor Orbán via ANSA Orbán argumentierte zudem, dass die Abwesenheit Trumps im Präsidentenamt im Jahr 2022 eine direkte Ursache für den Ausbruch des Krieges gewesen sei – eine Behauptung, die Vance auf dem Podium bekräftigte. Der Besuch hatte eine deutliche wahltaktische Komponente: Orbán steht vor einer erheblichen Herausforderung durch Oppositionsführer Péter Magyar und dessen Tisza-Partei, die in den meisten Umfragen vor der Wahl am 12. April führt. Vance sollte am späten Nachmittag bei einer Wahlkampfveranstaltung im MTK-Sportpark im Osten Budapests auftreten, was den politischen Charakter des Besuchs unterstrich.
Viktor Orbán führt Ungarn seit 2010 als Ministerpräsident an, nachdem er das Amt bereits von 1998 bis 2002 innehatte. Seine Fidesz-Partei dominiert seit über einem Jahrzehnt die ungarische Politik, doch die Wahlen im April 2026 gelten als eine der schwierigsten Auseinandersetzungen seiner Amtszeit, da Péter Magyars Tisza-Partei in mehreren Umfragen vor Fidesz liegt. Ungarn verfolgt innerhalb der EU einen eigenständigen außenpolitischen Kurs und hat wiederholt EU-Sanktionen oder Hilfen im Zusammenhang mit dem Russland-Ukraine-Krieg verzögert oder blockiert. Orbán pflegt enge Beziehungen zur Trump-Administration und positioniert Budapest als ideologischen Verbündeten Washingtons in Fragen der Migration, Familienpolitik und Energieunabhängigkeit.
Besuch von Vance in Budapest — 7. April 2026: — ; — ; — ; —
Mentioned People
- JD Vance — 50. wiceprezydent Stanów Zjednoczonych
- Viktor Orbán — 56. premier Węgier
- Péter Szijjártó — Minister Spraw Zagranicznych i Handlu Węgier
- Donald Trump — 47. prezydent Stanów Zjednoczonych
- Péter Magyar — Lider partii Tisza i polityczny rywal Orbána
- Usha Vance — Żona wiceprezydenta USA
Sources: 111 articles
- Budapest, Vance chiama Trump dal palco del comizio ma risponde la segreteria telefonica (La Repubblica.it)
- Niespodziewany telefon do Trumpa. "Kocham Orbana" (FAKT24.pl)
- J. D. Vance in Ungarn: Und dann ist Trump am Apparat (Süddeutsche Zeitung)
- US-Vizepräsident J.D. Vance besucht Viktor Orbán vor der Ungarn-Wahl (Frankfurter Allgemeine)
- Vance na spotkaniu z Węgrami zadzwonił do Trumpa! (wpolityce.pl)
- Drohende Niederlage: Vance springt Orban in Wahlkampf zur Seite (newsORF.at)
- Donald Trump diz ser "um grande fã" de Viktor Orbán (Notícias ao Minuto)
- US-Vize in Ungarn: Kann Vance Orbán vor der Wahl noch helfen? (tagesschau.de)
- J.D.Vance na wielu w Budapecie dzwoni do Trumpa (TVN24)
- Węgry: Lider opozycji Magyar: Stany Zjednoczone będą dla rządu Tiszy kluczowym partnerem (wnp.pl)