US-Vizepräsident JD Vance ist am 7. April 2026 in Budapest eingetroffen, um Ministerpräsident Viktor Orbán kurz vor den ungarischen Parlamentswahlen am 12. April öffentlich den Rücken zu stärken. Während einer gemeinsamen Pressekonferenz warf Vance der Europäischen Union eine „beschämende“ Einmischung in den ungarischen Wahlkampf vor. Es handelt sich laut Berichten um den ersten offiziellen Besuch eines amtierenden US-Vizepräsidenten in der ungarischen Hauptstadt.
Unterstützung für Orbán im Wahlkampf
JD Vance besucht Budapest wenige Tage vor der Wahl, um Viktor Orbán offiziell zu stärken und die EU der Wahleinmischung zu bezichtigen.
Angebot eines Friedensgipfels
Orbán bietet Budapest erneut als neutralen Ort für direkte Friedensverhandlungen zwischen den USA und Russland zum Ukraine-Krieg an.
Militärische Ziele im Iran
Vance erklärt die US-Militärziele im Konflikt mit dem Iran für weitgehend erreicht und stellt ein baldiges Ende der Kampfhandlungen in Aussicht.
US-Vizepräsident JD Vance traf am 7. April 2026 in Budapest ein, um den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán wenige Tage vor den für den 12. April angesetzten Parlamentswahlen öffentlich zu unterstützen. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz warf er der Europäischen Union eine „beschämende“ Einmischung in die ungarischen Wahlen vor. Vance und seine Ehefrau Usha Vance wurden am Budapester Flughafen Ferihegy vom ungarischen Außenminister Péter Szijjártó sowie der US-Geschäftsträgerin Caroline Savage empfangen. Der Besuch markiert laut ANSA die erste offizielle Reise eines amtierenden US-Vizepräsidenten nach Budapest. Orbáns Sprecher Zoltan Kovacs bezeichnete das Ereignis in sozialen Medien als „historischen Besuch“ und hieß die US-Delegation willkommen, die gekommen sei, um „ihre Unterstützung für Orbán zum Ausdruck zu bringen“. Nach der Pressekonferenz war ein Auftritt von Vance bei einer Wahlkampfveranstaltung im MTK Sportpark im Osten der Hauptstadt geplant.
Viktor Orbán amtiert seit 2010 als ungarischer Ministerpräsident, nachdem er dieses Amt bereits von 1998 bis 2002 innehatte. Er führt die Fidesz-Partei an, der er seit 2003 vorsteht. Innerhalb der Europäischen Union hat Orbán Ungarn als Gegenstimme in Fragen der Energiepolitik, Migration und des Ukraine-Krieges positioniert, was regelmäßig zu Konflikten mit den EU-Institutionen in Brüssel führt. Die Wahlen am 12. April gelten als bedeutender Test für Orbán, der sich einer Herausforderung durch Oppositionsführer Péter Magyar und dessen Tisza-Partei gegenübersieht.
Vance kritisiert Brüssel wegen angeblicher Wahleinmischung Vance griff die EU-Institutionen während der Pressekonferenz scharf an und stellte seinen Besuch explizit als Reaktion auf externen Druck auf den demokratischen Prozess in Ungarn dar. „„Was in diesem Land geschehen ist, was inmitten dieses Wahlkampfes geschehen ist, ist eines der schlimmsten Beispiele für ausländische Wahleinmischung, die ich je gesehen oder von denen ich je gelesen habe“” — JD Vance via Reuters, so Vance. Er beschuldigte Brüsseler Bürokraten, der ungarischen Wirtschaft schaden und die energetische Unabhängigkeit des Landes untergraben zu wollen – aus persönlicher Abneigung gegen Orbán. „„Die Bürokraten in Brüssel haben versucht, die Wirtschaft Ungarns zu zerstören. Sie haben versucht, Ungarns Energieunabhängigkeit zu schwächen. Sie haben versucht, die Kosten für die ungarischen Verbraucher in die Höhe zu treiben, und das alles nur, weil sie diesen Mann hassen“” — JD Vance via Reuters. Vance lobte Orbán zudem als Verteidiger der „westlichen Zivilisation“ und bezeichnete die USA und Ungarn als Bollwerk für christliche Werte, Familienpolitik und Meinungsfreiheit. Orbán sei eine „seltene Ausnahme“ in Europa, die bereit sei, diese Werte zu verteidigen. Orbán erklärte seinerseits, die Wahl von Donald Trump habe ein „goldenes Zeitalter“ in den ungarisch-amerikanischen Beziehungen eingeleitet.
Orbán bietet Budapest als Ort für US-Russland-Friedensgipfel an Orbán nutzte die Pressekonferenz, um Ungarns Angebot zu erneuern, als Gastgeber für einen möglichen Gipfel zwischen den USA und Russland zur Beendigung des Ukraine-Krieges zu fungieren. „„Ungarn ist auch heute bereit: Wenn die Vereinigten Staaten und die Russen glauben, dass ein Friedensgipfel zwischen ihnen notwendig ist, ist Budapest gerne bereit, dieses Treffen auszurichten“” — Viktor Orbán via ANSA. Orbán argumentierte, dass europäische Staats- und Regierungschefs Friedensverhandlungen behinderten. Er behauptete zudem, der Krieg hätte nicht begonnen, wäre Donald Trump 2022 Präsident gewesen. Vance schloss sich dieser Einschätzung an und würdigte Trump und Orbán als jene zwei Führungspersönlichkeiten, die durch diplomatische Bemühungen am meisten getan hätten, um den Konflikt zu stoppen. „„Der Krieg hätte wahrscheinlich nie begonnen, wenn Donald Trump vor vier Jahren Präsident gewesen wäre“” — JD Vance via ANSA. Zudem räumte Vance ein, dass Teile des ukrainischen Geheimdienstes versucht hätten, sowohl amerikanische als auch ungarische Wahlen zu beeinflussen.
Vance sieht US-Militärziele im Iran weitgehend erreicht Vance äußerte sich in Budapest auch zum laufenden Krieg der USA und Israels gegen den Iran. Er erklärte, die militärischen Ziele der USA seien erreicht und der Konflikt werde in Kürze enden. „„Die militärischen Ziele der Vereinigten Staaten wurden erreicht. Das bedeutet, wie der Präsident sagte, dass dieser Krieg in Kürze enden wird. Ich glaube, dass die Art des Abschlusses letztlich von den Iranern abhängt“” — JD Vance via ANSA. Vance skizzierte zwei Szenarien: Entweder werde der Iran ein „normales Land“, das die Unterstützung von Terrorismus aufgibt, oder die wirtschaftliche Lage des Landes werde sich weiter massiv verschlechtern. Er ging zudem auf Berichte über Insel Charg ein und stellte klar, dass Berichte über dortige Angriffe keine Änderung der strategischen Haltung von Präsident Trump darstellten. Vance betonte, dass noch „viele Verhandlungen“ bevorstünden, bevor Ultimaten abliefen.
Mentioned People
- JD Vance — 50. wiceprezydent Stanów Zjednoczonych
- Viktor Orbán — premier Węgier sprawujący urząd od 2010 roku
- Donald Trump — 47. prezydent Stanów Zjednoczonych
- Péter Magyar — lider partii Tisza, dawniej związany z Fideszem
Sources: 145 articles
- Le vice-président américain vante aux Hongrois les mérites de Viktor Orban à l'approche des législatives | RTS (rts.ch)
- Quand JD Vance fait campagne pour Viktor Orbán à l'approche des élections législatives en Hongrie (Le Parisien)
- >>>ANSA/ Vance da Orban, 'inviato da Trump contro i burocrati Ue' - Altre news - Ansa.it (ANSA.it)
- J.D. Vance kritisiert "ausländische Wahl-Einmischung" und macht Wahlkampf für Orbán - WELT (DIE WELT)
- JD Vance in Ungarn: US-Vizepräsident unterstützt Viktor Orbán im Wahlkampf (Spiegel Online)
- Ungarn: JD Vance und Donald Trump demonstrieren Unterstützung für Viktor Orbán (ZEIT ONLINE)
- Hongrie : JD Vance accuse Bruxelles et tente de sauver Viktor Orban à quelques jours des législatives (SudOuest.fr)
- Вэнс в Будапеште: поддержка Орбана, критика Брюсселя (Deutsche Welle)
- Trump: Kocham Viktora Orbana i jestem jego fanem (www.gazetaprawna.pl)
- Trump stumps for Viktor Orban in phone call during Vance's rally (POLITICO)