Die Vereinigten Staaten und der Iran haben am späten Abend des 7. April 2026 eine zweiwöchige Waffenruhe geschlossen und damit einen drohenden Großangriff auf iranische Infrastruktur abgewendet. Die Einigung kam nach einer diplomatischen Intervention des pakistanischen Premierministers Shehbaz Sharif zustande, rund 90 Minuten vor Ablauf eines Ultimatums aus Washington.

Zweiwöchige Waffenruhe

Die USA und der Iran vereinbaren eine 14-tägige Pause der Kampfhandlungen nach pakistanischer Vermittlung.

Bedingung Hormus-Straße

Die Ruhe gilt unter der Bedingung der sofortigen und sicheren Wiederöffnung der Straße von Hormus für den Welthandel.

Schäden an Infrastruktur

Vor der Einigung kam es zu schweren Angriffen auf iranische Bahnanlagen, eine Universität und das Energiezentrum auf der Insel Charg.

Die USA und der Iran haben in der Nacht zum 7. April 2026 eine zweiwöchige Waffenruhe vereinbart. Damit wurde eine angedrohte massive Bombardierung der zivilen iranischen Infrastruktur abgewendet, nachdem der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif in einer kurzfristigen diplomatischen Initiative vermittelt hatte. Donald Trump verkündete die Aussetzung der US-Offensivoperationen gegen den Iran etwa 90 Minuten vor Ablauf seines selbstgesetzten Ultimatums um 20:00 Uhr Washingtoner Zeit. Zuvor hatte er von Teheran die Wiederöffnung der Straße von Hormus für die Handelsschifffahrt gefordert. Auf seiner Plattform Truth Social teilte Trump mit, er habe einer Aussetzung der Angriffe „für einen Zeitraum von zwei Wochen“ zugestimmt. Vorausgegangen waren Gespräche mit dem pakistanischen Premierminister Shehbaz Sharif und dem pakistanischen Armeegeneral Asim Munir, die ihn um eine Verlängerung der Frist gebeten hatten. Die Vereinbarung ist an die Bedingung geknüpft, dass der Iran die Straße von Hormus „vollständig, sofort und sicher“ öffnet. Trump bezeichnete zudem einen jüngsten iranischen Zehn-Punkte-Friedensvorschlag als „tragfähige Basis“ für ein umfassendes Abkommen und erklärte, beide Seiten seien auf einem guten Weg zu einer langfristigen Lösung. Erste Verhandlungsrunden werden in Islamabad erwartet, obgleich das Weiße Haus diese zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch nicht offiziell bestätigt hatte. Trumps Warnung vor Ende der Zivilisation ging Einigung vorausDer Tag hatte mit rhetorischen Verschärfungen des seit fünf Wochen andauernden Konflikts begonnen. Trump warnte, dass eine „ganze Zivilisation heute Nacht sterben wird, um nie wieder zurückzukehren“, sollte der Iran seinen Forderungen nicht nachkommen. Zuvor hatte er gedroht, sämtliche iranischen Brücken und Kraftwerke „innerhalb von vier Stunden“ zu zerstören. Er behauptete, die US-Streitkräfte verfügten über einen Plan, jede iranische Energieanlage dauerhaft außer Betrieb zu setzen. Der iranische Oberste Nationale Sicherheitsrat reagierte nach Bekanntgabe der Waffenruhe mit der Ausrufung eines militärischen „Sieges“. Man erklärte, der Feind habe in seinem „ungerechten, illegalen und kriminellen Krieg eine unbestreitbare, historische und vernichtende Niederlage“ erlitten. Mohammad Reza Aref, der erste Vizepräsident unter Präsident Masoud Pezeshkian, hatte Trumps Warnungen zuvor in sozialen Medien zurückgewiesen. „Der Iran ist kein „Zwischenfall“ der Geschichte, sondern die Geschichte selbst. Eine Zivilisation, die Jahrhunderte der Turbulenzen und der Wahnvorstellungen derer überlebt hat, die ihr Übles wollen.” — Mohammad Reza Aref via Notícias ao Minuto Aref fügte hinzu, der Iran lasse sich nicht von Trumps „primitiver Rhetorik“ beeinflussen. Der ständige UN-Vertreter Irans, Amir Saeid Iravani, erklärte vor dem UN-Sicherheitsrat, Trumps Äußerungen stellten eine Aufstachelung zu Kriegsverbrechen und möglicherweise zu Völkermord dar. Er warnte, der Iran werde im Falle eines Angriffs sein Recht auf Selbstverteidigung mit „unmittelbaren und proportionalen Gegenmaßnahmen“ ausüben. Israelische Angriffe auf Eisenbahnen, Universität und Synagoge vor WaffenruheVor Inkrafttreten der Waffenruhe führten israelische Streitkräfte Angriffe auf die iranische Infrastruktur durch. Dabei wurden acht Abschnitte von Eisenbahnen und Brücken in Städten wie Teheran, Karadsch, Täbris, Qom und Kaschan sowie ein petrochemischer Komplex in Schiras getroffen. Nach israelischen Angaben zielten die Angriffe auf Schienenwege darauf ab, militärische Materialtransporte des Regimes zu unterbinden. Laut Berichten des portugiesischen Mediums SAPO kamen in Kaschan mindestens zwei Personen ums Leben. Die Sharif-Universität in Teheran, eine weltweit führende Institution für Ingenieurwesen und Künstliche Intelligenz, wurde bei einem israelischen Luftangriff teilweise zerstört. Auch die Rafi-Nyia-Synagoge in Teheran wurde zerstört. Die israelischen Streitkräfte bestritten zunächst Angriffe auf zivile Ziele, sprachen später jedoch von einem „Kollateralschaden“ bei einem Angriff auf einen hochrangigen iranischen Funktionär. Das iranische Bildungsministerium gab an, seit Konfliktbeginn seien etwa 30 Universitäten getroffen worden; diese Zahl ließ sich nicht unabhängig verifizieren. US-Streitkräfte griffen separat militärische Ziele auf Charg an, über die 90 Prozent der iranischen Ölexporte abgewickelt werden. 90 (Prozent) — Anteil der iranischen Ölexporte über die Insel Charg Internationaler Druck und diplomatische Bemühungen unter ZeitdruckDie eskalierenden Drohungen lösten international besorgte Reaktionen aus. UN-Generalsekretär António Guterres zeigte sich „zutiefst besorgt“ über Trumps Aussagen und betonte, kein militärisches Ziel rechtfertige ziviles Leid. Augusto Santos Silva, ehemaliger portugiesischer Außenminister, kritisierte Trump indirekt scharf. „Ein politischer Führer, der droht, eine Zivilisation zu zerstören, ist ein unmoralisches Wesen, dessen Kult der Tod ist, ein paranoider Despot, ein Kriegsverbrecher und absolut unwissend gegenüber jeglichem historischen Wissen.” — Augusto Santos Silva via Notícias ao Minuto Santos Silva schloss seinen Beitrag mit dem Wort „Faschist“. Der Iran hatte zudem gedroht, bei US-Angriffen auf eigene Energieanlagen die Ölinfrastruktur der Golfstaaten, einschließlich Saudi Aramco, anzugreifen. Eine von Bahrain eingebrachte UN-Sicherheitsratsresolution zur Öffnung der Straße von Hormus scheiterte am Veto Chinas und Russlands. Die Vermittlungsbemühungen Pakistans, unterstützt von Ägypten, der Türkei und China, boten schließlich den diplomatischen Ausweg. Während Trump behauptete, die USA hätten alle militärischen Ziele übertroffen, feierte die iranische Regierung das Ergebnis ebenfalls als historischen Sieg.Die militärische Kampagne der USA und Israels gegen den Iran, bekannt als Operation Epic Fury, begann am 28. Februar 2026 und führte bereits zu Beginn zum Tod von Revolutionsführer Ali Khamenei. Sein Sohn Mojtaba Khamenei trat am 9. März 2026 die Nachfolge an. Der Iran reagierte mit der Blockade der Straße von Hormus, was zu erheblichen Störungen auf dem globalen Energiemarkt führte.Wichtige Ereignisse bis zur Waffenruhe am 7. April: — ; — ; — ; — ; —

Mentioned People

  • Donald Trump — 47. prezydent Stanów Zjednoczonych
  • Shehbaz Sharif — premier Pakistanu od 2024 roku
  • Benjamin Netanyahu — premier Izraela
  • Amir Saeid Iravani — Stały Przedstawiciel Iranu przy Organizacji Narodów Zjednoczonych
  • Mohammad Reza Aref — pierwszy wiceprezydent Iranu od 2024 roku
  • Augusto Santos Silva — były minister spraw zagranicznych i przewodniczący Zgromadzenia Republiki Portugalii
  • JD Vance — 50. wiceprezydent Stanów Zjednoczonych
  • Masoud Pezeshkian — dziewiąty prezydent Iranu od 2024 roku

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