Das Ultimatum von US-Präsident Donald Trump zur Wiederöffnung der Straße von Hormus läuft am Dienstagabend um 20:00 Uhr Washingtoner Zeit ab. Trump droht dem Iran mit der systematischen Zerstörung von Kraftwerken und Brücken, sollte bis dahin keine Einigung erzielt werden. Die Operation trägt bereits den Namen „Tag der Kraftwerke und Tag der Brücken“.
Ablauf des US-Ultimatums
Die Frist zur Öffnung der Straße von Hormus endet am Dienstagabend; Trump droht bei Nichterfüllung mit massiven Angriffen auf Kraftwerke und Brücken.
Widerstand europäischer Verbündeter
Frankreich und Großbritannien kritisieren die Pläne als völkerrechtswidrig; London verweigert die Nutzung seiner Stützpunkte für Angriffe auf zivile Ziele.
Zivile Opfer und Warnungen
Bereits vor Ablauf der Frist wurden zahlreiche zivile Opfer gemeldet; die israelische Armee warnt die Bevölkerung vor der Nutzung des Bahnnetzes.
Diplomatische Bemühungen stocken
Ein von Drittstaaten vorgeschlagener 45-tägiger Waffenstillstand wurde bisher weder von Washington noch von Teheran akzeptiert.
Das Ultimatum von US-Präsident Donald Trump, in dem er die Wiederöffnung der Straße von Hormus durch den Iran fordert, läuft am Dienstag, den 7. April 2026, um 20:00 Uhr Washingtoner Zeit (05:00 Uhr am Mittwochmorgen mitteleuropäischer Zeit) ab. Trump droht mit der Zerstörung iranischer Kraftwerke und Brücken für den Fall, dass kein Abkommen zustande kommt. Am Montag erklärte Trump, dass „das gesamte Land in einer einzigen Nacht ausgelöscht werden könnte, und diese Nacht könnte sehr wohl morgen sein“. Er bezeichnete das angedrohte Vorgehen als „Tag der Kraftwerke und Tag der Brücken“. Der Krieg, der am 28. Februar 2026 nach US-amerikanischen und israelischen Angriffen auf den Iran begann, hat laut der Menschenrechtsorganisation HRANA bereits zahlreiche Opfer gefordert. Allein am Dienstag starben bei Bombardierungen auf iranischem Territorium mindestens 33 Menschen, darunter fünf Kinder; am schwersten betroffen waren die Provinzen Alborz, Schahriar und Pardis. Die israelischen Streitkräfte gaben am Dienstag Warnungen in Farsi heraus, in denen die iranische Zivilbevölkerung aufgefordert wurde, Züge und Eisenbahninfrastruktur bis 21:00 Uhr zu meiden, da der Aufenthalt an Gleisanlagen lebensgefährlich sei. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen soll am Dienstag über einen von Bahrain eingebrachten Resolutionsentwurf zur Schifffahrt in der Straße von Hormus abstimmen.
Verbündete distanzieren sich von Trumps Drohungen Frankreich und das Vereinigte Königreich haben sich deutlich gegen die angedrohten Schläge auf zivile Infrastruktur ausgesprochen, wodurch Washington kurz vor Ablauf der Frist in einen Konflikt mit wichtigen Partnern gerät. Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot erklärte gegenüber dem Sender France Info, dass Angriffe auf zivile Ziele und die Energieversorgung „durch das Kriegsrecht und das Völkerrecht verboten sind“ und warnte vor gefährlichen Konsequenzen. „Sie würden zweifellos eine neue Eskalationsphase und Vergeltungsmaßnahmen auslösen, die die Region und die Weltwirtschaft in einen besorgniserregenden und vor allem für unsere eigenen Interessen schädlichen Teufelskreis ziehen würden.” — Jean-Noël Barrot via Deutsche Welle Berichten von LaSexta zufolge hat das Vereinigte Königreich Washington darüber informiert, dass es die Nutzung seiner Stützpunkte für Angriffe auf zivile Infrastruktur nicht gestatten wird. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth, der am Montag gemeinsam mit Trump vor die Presse trat, unterstützte das Ultimatum uneingeschränkt. „Der Iran muss wählen. Er sollte klug wählen, denn dieser Präsident spielt nicht.” — Pete Hegseth via Europa Press Hegseth gab zudem an, dass die Intensität der Angriffe auf iranischem Boden das höchste Niveau seit dem ersten Tag der Operation erreicht habe und warnte, dass der Dienstag noch massivere Angriffe bringen werde. Auf die Frage, ob die angedrohten Bombardierungen Kriegsverbrechen darstellen könnten, wies Trump diese Bedenken zurück; die Iraner seien „bereit, für ihre Freiheit zu leiden“, zudem hätten US-Streitkräfte Nachrichten abgefangen, in denen Iraner zur Fortsetzung der Angriffe aufriefen.
Iran ruft zu Menschenketten auf und droht mit regionaler Vergeltung Im Iran riefen die Behörden die Bürger dazu auf, am Dienstagnachmittag und -abend in Erwartung der nächtlichen Angriffe Menschenketten an Kraftwerken zu bilden. Der iranische Vize-Sportminister Alireza Rahimi veröffentlichte diesen Appell und bezeichnete die potenziellen Angriffe als Kriegsverbrechen. „Wir rufen alle dazu auf, sich an den Händen zu halten: Angriffe auf die öffentliche Infrastruktur sind ein Kriegsverbrechen.” — Alireza Rahimi via El Periódico Das gemeinsame Militärkommando des Iran gab eine parallele Warnung heraus, wonach jede neue Aggression gegen zivile Ziele eine „vielfache Antwort“ gegen amerikanische und israelische Interessen in der Region nach sich ziehen werde. Teheran drohte zudem damit, dass jeder Angriff auf seine Kraftwerke mit Schlägen gegen gleichwertige Anlagen in den Golfstaaten beantwortet werde. Laut einem von RFI zitierten Regierungssprecher taten iranische Beamte Trumps Ultimatum öffentlich als „arrogante Rhetorik“ ab, die „keine Auswirkungen“ auf die eigenen Operationen habe. Der iranische Rote Halbmond meldete 15 getötete Zivilisten durch US-amerikanische und israelische Angriffe in den frühen Morgenstunden des Dienstags und erklärte, das „humanitäre Völkerrecht schreibe ausdrücklich vor, dass Angriffe auf wehrlose Zivilisten Kriegsverbrechen sind“. Iraner im Land, die aufgrund einer seit über fünf Wochen bestehenden Internetsperre unter Pseudonymen mit der BBC sprachen, äußerten die Angst, den Zugang zu Wasser und Strom zu verlieren. „Ich habe das Gefühl, dass wir immer tiefer in einen Sumpf sinken. Was können wir als einfache Leute tun? Wir können nichts tun. Wir können ihn nicht aufhalten. Ich denke ständig an ein Szenario, in dem ich in einem Monat mit meiner Familie dasitze und es kein Wasser, keinen Strom, einfach gar nichts mehr gibt.” — Kasra via BBC
Der Krieg zwischen der US-israelischen Koalition und dem Iran begann am 28. Februar 2026 mit Angriffen, bei denen der damalige Oberste Führer Ali Chamenei am ersten Tag des Konflikts getötet wurde. Sein Sohn Mojtaba Chamenei wurde daraufhin am 9. März 2026 zum neuen Obersten Führer ernannt. Die Straße von Hormus, durch die etwa 20 Prozent des weltweiten Rohölangebots fließen, ist seit Beginn der Feindseligkeiten teilweise gesperrt, was zu Kraftstoffpreissteigerungen und Störungen der globalen Handelswege führte. Der Konflikt hat auch den Libanon erfasst, wo die Hisbollah als Verbündeter des Iran agiert.
Vorschlag für Waffenruhe stockt, diplomatisches Fenster schließt sich Vermittler aus Pakistan, der Türkei und Ägypten legten einen Vorschlag für eine 45-tägige Waffenruhe vor, um ein Zeitfenster für Verhandlungen vor einer dauerhaften Einstellung der Feindseligkeiten zu schaffen. Bisher hat jedoch keine Seite den Plan angenommen. Wie RFI unter Berufung auf die New York Times berichtet, erklärten Beamte des Weißen Hauses, dass Trump dem Vorschlag nicht zugestimmt habe. Der Iran wiederum lehnt jede vorübergehende Waffenruhe ab, die keine Garantien gegen künftige Angriffe, ein Protokoll für den Verkehr in der Straße von Hormus, die Aufhebung von Sanktionen und Entschädigungen für Bombenschäden enthält – Bedingungen, die Analysten und die Redaktion von El País als in den verbleibenden Stunden unerfüllbar bezeichneten. Die Vereinten Nationen warnten vor möglichen Kriegsverbrechen aufgrund systematischer Angriffe auf die Zivilbevölkerung auf beiden Seiten des Konflikts. Laut El Mundo wurden allein am Montag 573 (dokumentierte Angriffe) — Angriffe in 20 der 31 Provinzen des Iran an einem einzigen Tag registriert. Trump zeigte sich trotz seiner Drohgebärden während der Pressekonferenz am Montag optimistisch hinsichtlich der Verhandlungen – eine Signalkombination, die der spanische Journalist Pedro Vallín bei Al Rojo Vivo als charakteristisch für den sprunghaften Ansatz des Präsidenten beschrieb. „Wir werden sehen, wie weit er sich traut, wie weit er geht und auf wen er zählen kann. Wenn man Donald Trump jetzt über die Verhandlungen sprechen hört, scheint er optimistisch über deren Fortschritt zu sein. Aber wir wissen bereits, dass dies reine Zyklothymie ist und in den kommenden Stunden in unkontrollierte Wut umschlagen kann.” — Pedro Vallín via LaSexta
Wichtige Ereignisse vor Ablauf von Trumps Iran-Ultimatum: — ; — ; — ; — ; —
Mentioned People
- Donald Trump — 47. prezydent Stanów Zjednoczonych
- Jean-Noël Barrot — Minister spraw zagranicznych Francji
- Pete Hegseth — 29. sekretarz obrony Stanów Zjednoczonych
- Alireza Rahimi — irański wiceminister sportu
Sources: 13 articles
- La UE apela a la diplomacia como única "solución" y rechaza amenazas... (europa press)
- Mario Saavedra analiza las amenazas de EEUU a Irán: "Puede cumplirlas y violar todas las leyes de la guerra" (LaSexta)
- Israel lanza un aviso "urgente" a los iraníes para que no se acerquen a los trenes a horas de expirar el ultimátum de Trump (20 minutos)
- Israel ataca infraestructuras civiles en Irán horas antes de que expire el ultimátum de Trump (RTVE.es)
- Francia rechaza posibles ataques a infraestructura de Irán (Deutsche Welle)
- Irán amenaza con "represalias a gran escala" si EEUU e Israel vuelven a atacar objetivos civiles (EL MUNDO)
- Pedro Vallín analiza las amenazas de EEUU a Irán: "Trump se va encontrando cada vez más solo y está tensando la estructura de poder en la Casa Blanca" (LaSexta)
- Irán llama a formar cadenas humanas en centrales eléctricas ante la inminencia de los ataques de EEUU (El Periódico)
- Trump a Irán: "Todo el país podría ser eliminado en una sola noche (RFI)
- Trump recorda el seu ultimàtum i subratlla que "Iran pot ser arrasat... (europa press)