Nach dem Scheitern der Friedensverhandlungen mit Teheran in Pakistan hat US-Präsident Donald Trump am 12. April 2026 eine sofortige Seeblockade der Straße von Hormus angewiesen. Die US-Marine soll den gesamten Schiffsverkehr in der strategisch wichtigen Wasserstraße kontrollieren und iranische Minen räumen.
Anordnung der Seeblockade
Präsident Trump hat die US-Marine angewiesen, die Straße von Hormus für den iranischen Verkehr zu sperren und Minen zu räumen.
Gescheiterte Diplomatie
Die Blockade folgt unmittelbar auf den Zusammenbruch der Friedensgespräche in Pakistan aufgrund von Uneinigkeiten über das Atomprogramm.
Maritime Einschränkungen
Das tägliche Verkehrsaufkommen ist infolge iranischer Minen und Transitgebühren von 130 auf etwa 15 Schiffe eingebrochen.
US-Präsident Donald Trump hat am 12. April 2026 eine sofortige Seeblockade der Straße von Hormus angeordnet, nur wenige Stunden nachdem die Friedensgespräche zwischen Washington und Teheran in Pakistan ohne Ergebnis beendet worden waren. Trump gab die Anweisung über Truth Social bekannt und erklärte, dass die US-Marine alle Schiffe blockieren werde, die versuchen, die Meerenge zu befahren oder zu verlassen. Zudem sollen Schiffe in internationalen Gewässern abgefangen werden, die Transitgebühren an den Iran gezahlt haben. Laut Reuters erklärte Trump, die Gespräche seien „gut verlaufen, man sei sich in den meisten Punkten einig gewesen“, doch beim iranischen Atomprogramm habe keine Einigung erzielt werden können. Er kündigte zudem an, dass US-Streitkräfte mit der Räumung iranischer Minen beginnen würden, und warnte, dass jeder Iraner, der auf amerikanische Truppen oder zivile Schiffe feuere, „eliminiert werde“. Trump bezeichnete das iranische Gebührensystem als „weltweite Erpressung“ und gab an, dass weitere Länder an der Blockade beteiligt sein würden, ohne diese jedoch namentlich zu nennen.
Iran erhebt Gebühren und zwingt Schiffe in acht Kilometer breiten Korridor Der Iran hat für die Durchquerung der Meerenge eine Gebühr von einem Dollar pro Barrel Rohöl erhoben und weite Teile des Wasserwegs vermint. Laut Berichten von LaSexta werden Schiffe dadurch in einen schmalen Korridor von etwa acht Kilometern mit geringer Wassertiefe gezwungen. Die Verminung hat erhebliche Auswirkungen auf den Seeverkehr: Die Zahl der täglichen Schiffspassagen sank nach Angaben derselben Quelle von 130 (Schiffe pro Tag) — tägliches Verkehrsaufkommen vor der iranischen Verminung auf etwa 15. Diese Störung hat einen Anstieg der weltweiten Kraftstoffpreise ausgelöst und Sorge über eine Verknappung von Rohöl geschürt. Das Marinekommando der iranischen Revolutionsgarden erklärte in einem persischsprachigen Beitrag auf X, dass „der gesamte Verkehr unter der vollen Kontrolle der Streitkräfte“ stehe. Zudem wurde gewarnt, dass Feinde in einem „tödlichen Strudel“ gefangen blieben, sollten sie einen falschen Schritt machen. Dazu wurde laut ANSA ein Video veröffentlicht, das Schiffe im Fadenkreuz zeigt. Bereits am Vortag hatten die Garden erklärt, dass jedes Militärschiff, das die Meerenge zu passieren versuche, „hart angegangen“ werde und die Durchfahrt für zivile Schiffe nur unter bestimmten Bedingungen gestattet sei.
Zwei US-Kriegsschiffe begannen vor Blockadebefehl mit Minenräumung Das US-Zentralkommando teilte laut ANSA mit, dass bereits vor Trumps Blockadebefehl zwei Kriegsschiffe der US-Marine die Straße von Hormus durchquert hatten, um Minenräumoperationen durchzuführen. Während dieses Einsatzes richteten iranische Kräfte eine direkte Warnung an einen der US-Zerstörer: „Dies ist die letzte Warnung. Die letzte Warnung.“ Eines der US-Schiffe antwortete nach Berichten von LaSexta, man handele im Einklang mit internationalem Recht und beabsichtige nicht, die iranischen Streitkräfte herauszufordern. Man werde die geltenden Waffenruheregeln der eigenen Regierung respektieren. Iranische Staatsmedien meldeten unter Berufung auf das Wall Street Journal die Verlegung iranischer Marine-Spezialkräfte an die Südküste, um einer möglichen Bodeninvasion der USA zu begegnen. Washington hatte zuvor die Verlegung tausender Marines und Fallschirmjäger in den Nahen Osten angeordnet. Laut ANSA waren nach Beginn einer zweiwöchigen Waffenruhe weitere Stationierungen geplant. Der Iran hat in den vergangenen Wochen zudem seine Luftverteidigung verstärkt, Minen positioniert und Bunker auf Inseln entlang der Küste errichtet.
Vor der iranischen Verminung: 130, Nach der iranischen Verminung: 15
Konflikt wurzelt in Angriffen vom Februar – Friedensgespräche gescheitert Die aktuelle Konfrontation basiert auf dem militärischen Vorgehen der USA und Israels gegen den Iran, das am 28. Februar 2026 mit Angriffen auf iranisches Territorium begann. Das Scheitern der Friedensgespräche in Pakistan am 12. April markiert eine Eskalation, da Trumps Blockadebefehl nur wenige Stunden nach dem Zusammenbruch der Verhandlungen über die Atomfrage erfolgte. Die Straße von Hormus gilt historisch als einer der strategisch sensibelsten maritimen Engpässe der Welt. Vor dem aktuellen Konflikt passierten laut LaSexta rund 20 Prozent des weltweiten Rohöls diese Meerenge. Der Iran hat in Spannungszeiten wiederholt mit einer Schließung gedroht, doch die aktuelle Verminung und die Erhebung von Transitgebühren stellen ein bislang ungekanntes Maß an physischer Kontrolle dar. Trump erklärte auf Truth Social, dass „zu einem gewissen Zeitpunkt“ Bedingungen erreicht würden, unter denen alle Schiffe frei passieren könnten, gab jedoch dem Iran die Schuld an der derzeitigen Situation. Der Blockadebefehl führt die US-Marine in eine direkte Konfrontation mit iranischen Kräften, was das Risiko bewaffneter Zwischenfälle an einem der weltweit wichtigsten Nadelöhre für die Energieversorgung erhöht.
Mentioned People
- Donald Trump — 47. prezydent Stanów Zjednoczonych
Sources: 126 articles
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