Der iranische Außenminister Abbas Araghchi wird am Freitagabend, dem 24. April 2026, in Islamabad erwartet, um eine mögliche zweite Runde direkter Friedensgespräche mit den USA vorzubereiten. Pakistanische Regierungsvertreter bestätigten den Besuch nach mehreren Telefonaten zwischen Araghchi und der pakistanischen Führung. Während ein US-Logistikteam bereits vor Ort ist, steht die Bestätigung einer US-Delegation noch aus.

Diplomatische Initiative

Außenminister Abbas Araghchi reist für eine mögliche zweite Verhandlungsrunde mit den USA nach Islamabad.

Pakistans Vermittlung

Direkte Telefonate zwischen dem iranischen Außenminister und der pakistanischen Führung lösten die diplomatische Blockade.

Vorgeschichte der Eskalation

Nach dem Scheitern der ersten Gespräche am 11. April hatte Präsident Trump eine Seeblockade verhängt, woraufhin der Iran Schiffe in der Straße von Hormus festsetzte.

Der iranische Außenminister Abbas Araghchi wird voraussichtlich am Freitagabend, dem 24. April 2026, in Islamabad eintreffen. Dies könnte den Weg für eine zweite Runde direkter Friedensgespräche zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten ebnen, um den anhaltenden Krieg zu beenden. Hochrangige pakistanische Regierungsvertreter bestätigten diese Entwicklung gegenüber Al Jazeera, nachdem Araghchi am Freitagmorgen mehrere Telefonate mit der pakistanischen Führung geführt hatte. Ein Logistik- und Sicherheitsteam der USA befindet sich laut informierten Kreisen bereits in Islamabad, um die Verhandlungen vorzubereiten. Die USA haben bislang nicht bestätigt, ob und wann sie eine Delegation entsenden oder wer diese leiten wird. Ein pakistanischer Beamter erklärte gegenüber Al Jazeera, es bestehe nun eine „hohe Wahrscheinlichkeit für einen Durchbruch“ zwischen beiden Seiten, nachdem die Spannungen in der Straße von Hormus tagelang eskaliert waren. Blockade und Schiffsbesetzungen belasteten VorbereitungenDer Weg zu einer zweiten Gesprächsrunde gestaltete sich schwierig, seit die erste Runde am 11. April 2026 in Islamabad ohne Ergebnis zu Ende gegangen war. Präsident Donald Trump ordnete am 13. April, nur zwei Tage nach dem Scheitern der Gespräche, eine Seeblockade iranischer Häfen an. Der Iran reagierte mit der Ankündigung, erst nach Aufhebung der Blockade an den Verhandlungstisch zurückzukehren, was Trump wiederum ablehnte. Die Spannungen in der Meerenge verschärften sich weiter, als die USA ein unter iranischer Flagge fahrendes Schiff beschlagnahmten. Der Iran setzte daraufhin seinerseits zwei Schiffe fest und beschoss ein drittes. Seit Anfang März 2026 hatte der Iran die Passage für die meisten Schiffe faktisch blockiert, was den Druck auf die globale Schifffahrt erhöhte. Bis Mitte der Woche galt eine Fortsetzung der Gespräche als äußerst ungewiss.US-Iran-Gespräche in Islamabad — Zeitstrahl: — ; — ; — ; — Pakistans Vermittlerrolle entscheidend für Wiederaufnahme des DialogsDer Kurswechsel Teherans erfolgte nach einem Telefonat zwischen Araghchi und dem stellvertretenden pakistanischen Premierminister und Außenminister Ishaq Dar am Freitagmorgen. Laut dem pakistanischen Außenministerium betonte Dar die Bedeutung eines kontinuierlichen Dialogs, während Araghchi die „stete und konstruktive Vermittlerrolle“ Pakistans würdigte. Die iranische Staatsagentur IRNA berichtete zudem von einem Gespräch Araghchis mit dem pakistanischen Armeechef, Feldmarschall Asim Munir, was von offizieller pakistanischer Seite jedoch weder bestätigt noch dementiert wurde. Pakistan fungiert als Gastgeber und Vermittler der Verhandlungen — eine Rolle, die angesichts der eingeschränkten direkten Kommunikation zwischen Washington und Teheran zunehmend an Bedeutung gewonnen hat. Die Gespräche am Freitagmorgen scheinen die Blockadehaltung nach der Verhängung der Seesanktionen gelöst zu haben. US-Team vor Ort, Delegationsleitung noch offenIn dieser Woche traffen laut Al Jazeera mindestens neun US-Flugzeuge in Islamabad ein, die Kommunikationsausrüstung, Fahrzeuge sowie Sicherheits- und Technikpersonal für den Dialog transportierten. 9 (Flugzeuge) — US-Flugzeuge trafen zur Vorbereitung der Gespräche in Islamabad ein Ein Sprecher der US-Botschaft in Islamabad lehnte eine Stellungnahme zu den Vorbereitungen ab; die iranische Botschaft reagierte zunächst nicht auf Anfragen. In der ersten Gesprächsrunde am 11. April wurde die US-Delegation von Vizepräsident JD Vance sowie Trumps Sondergesandtem Steve Wirkoff und seinem Schwiegersohn Jared Kushner geleitet. Eine erneute Delegation unter Führung von Vance war eigentlich bereits zu Beginn dieser Woche in Islamabad erwartet worden, doch die Pläne wurden verschoben, nachdem der Iran seine Teilnahme vorerst abgesagt hatte. Die iranische Delegation wurde am 11. April vom Parlamentssprecher Mohammad Bagher Ghalibaf angeführt, der als enger Vertrauter der Revolutionsgarden gilt. Die personelle Besetzung beider Seiten für die mögliche zweite Runde ist noch nicht offiziell bestätigt.Der Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran begann am 28. Februar 2026 mit einer Operation, bei der auch der damalige Oberste Führer Ali Chamenei getötet wurde. Am 9. März 2026 ernannte der Iran dessen Sohn, Mojtaba Chamenei, zum neuen Obersten Führer. Anfang März 2026 begann der Iran mit der Blockade der Straße von Hormus, was aufgrund der Bedeutung der Wasserstraße für die globalen Energiemärkte eine erhebliche Eskalation darstellte. Die ersten direkten Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran fanden am 11. April 2026 in Islamabad statt und markierten den ersten direkten diplomatischen Kontakt seit Kriegsbeginn.

Mentioned People

  • Abbas Araghchi — Minister spraw zagranicznych Iranu od sierpnia 2024 roku
  • Donald Trump — 47. prezydent Stanów Zjednoczonych
  • JD Vance — 50. wiceprezydent Stanów Zjednoczonych
  • Ishaq Dar — 6. wicepremier i 38. minister spraw zagranicznych Pakistanu od 2024 roku

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