Am Montag, den 13. April 2026, beginnt das US-Militär mit einer umfassenden Seeblockade aller iranischen Häfen und Küstengebiete. Diese Entscheidung folgt auf das Scheitern der Friedensverhandlungen zwischen Washington und Teheran in Islamabad, was die Ölpreise auf über 100 US-Dollar pro Barrel steigen ließ.

USA beginnen Seeblockade

Das US-Militär blockiert ab Montag 10 Uhr EDT alle iranischen Häfen und Küstengebiete als Reaktion auf gescheiterte Friedensgespräche.

Ölpreise steigen rasant

Die Preise für Brent und WTI legten um über 7 Prozent zu; Analysten halten Preise bis zu 150 US-Dollar pro Barrel für möglich.

Machtwechsel in Ungarn

Überraschende Wahlniederlage von Viktor Orbán gegen Péter Magyar sorgt für einen starken Anstieg des ungarischen Forint.

Börsen in Asien unter Druck

Die wichtigsten Indizes in Japan, Hongkong und Südkorea verzeichnen Verluste aufgrund der geopolitischen Unsicherheit.

Die Streitkräfte der Vereinigten Staaten werden am Montag, den 13. April 2026, um 10:00 Uhr EDT (14:00 Uhr GMT) eine Seeblockade aller iranischen Häfen und Küstengebiete einleiten. Zuvor waren Friedensgespräche zwischen Washington und Teheran am Wochenende im pakistanischen Islamabad ohne Einigung abgebrochen worden, woraufhin die Ölpreise über die Marke von 100 US-Dollar pro Barrel stiegen und die asiatischen Aktienmärkte Verluste verzeichneten. Das U.S. Central Command gab bekannt, dass die Blockade „unparteiisch gegen Schiffe aller Nationen durchgesetzt werde, die iranische Häfen und Küstengebiete anlaufen oder verlassen, einschließlich aller iranischen Häfen am Arabischen Golf und am Golf von Oman“. Schiffe, welche die Straße von Hormus auf dem Weg zu oder von nicht-iranischen Häfen passieren, werden laut Militärangaben nicht behindert. Präsident Donald Trump kündigte zudem an, dass die US-Marine mit der Räumung von Seeminen beginnen werde, die der Iran in der Meerenge platziert habe. US-Kräfte würden zudem jedes Schiff in internationalen Gewässern abfangen, das Transitgebühren an den Iran gezahlt habe. Der Preis für die US-Referenzsorte WTI stieg im asiatischen Handel am Montagmorgen um 8,38 US-Dollar oder 8,7 Prozent auf 104,95 US-Dollar pro Barrel, während Brent-Öl um 7,00 US-Dollar oder 7,4 Prozent auf 102,23 US-Dollar zulegte. Der Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran begann am 28. Februar 2026 mit dem Start der „Operation Epic Fury“, einer gemeinsamen Militärkampagne der USA und Israels. Ein Waffenstillstand trat am Dienstag, den 7. April 2026, in Kraft, nachdem wochenlange Kämpfe Tausende Todesopfer in der Golfregion gefordert, die Energieversorgung gedrosselt und die Sorge vor einem größeren regionalen Konflikt geschürt hatten. Die Gespräche in Islamabad, die von Samstag bis zum frühen Sonntagmorgen dauerten, waren das erste direkte Treffen zwischen den USA und dem Iran seit mehr als einem Jahrzehnt und die ranghöchsten Diskussionen seit der Islamischen Revolution von 1979. Der Preis für Brent-Rohöl war von etwa 70 US-Dollar pro Barrel vor Kriegsbeginn Ende Februar zeitweise auf über 119 US-Dollar während des Konflikts gestiegen, bevor er am Freitag vor den Gesprächen auf 95,20 US-Dollar zurückfiel. Nach dem Scheitern der Gespräche wandte sich Trump über soziale Medien mit deutlichen Warnungen an Teheran. „„Niemand, der illegale Gebühren zahlt, wird auf hoher See freies Geleit haben. Jeder Iraner, der auf uns oder auf friedliche Schiffe feuert, wird gnadenlos vernichtet werden!“” — Donald Trump via Reuters Irans Islamische Revolutionsgarde warnte nach Trumps Äußerungen, dass Militärschiffe, die sich der Meerenge nähern, als Bruch des Waffenstillstands betrachtet und „hart und entschlossen“ bekämpft würden. Ein US-Beamter erklärte, der Iran habe Forderungen Washingtons abgelehnt, die Anreicherung von Uran einzustellen, alle wichtigen Anreicherungsanlagen abzubauen, hochangereichertes Uran zu übergeben und die Finanzierung von Hamas, Hisbollah und den Huthi-Rebellen zu beenden. Iranische Medien berichteten, man habe in mehreren Punkten Einigkeit erzielt, doch die Meerenge und das Atomprogramm blieben Kernstreitpunkte. Der iranische Außenminister Abbas Araghchi sagte, der Iran sei auf „Maximalforderungen, ständig neue Bedingungen und eine Blockade“ gestoßen, als man kurz vor einer Einigung gestanden habe, die er als „Islamabad MoU“ bezeichnete. „„Nichts dazu gelernt. Wohlwollen erzeugt Wohlwollen. Feindseligkeit erzeugt Feindseligkeit.“” — Abbas Araqchi via Reuters Ölanalysten warnen vor Preisen bis zu 150 US-Dollar pro BarrelMarktanalysten warnten, dass das aktuelle Preisniveau die potenziellen Störungen bei einer vollständigen Durchsetzung der Blockade womöglich noch nicht widerspiegele. Jorge Montepeque, Geschäftsführer der Onyx Capital Group, erklärte gegenüber Bloomberg Television, bei einer Sperrung beider Seiten der Meerenge sei ein Lieferausfall von bis zu 12 Millionen Barrel pro Tag möglich. Die vergleichsweise verhaltene Marktreaktion spiegle den Unglauben der Händler wider, dass ein solches Szenario tatsächlich in vollem Umfang eintreten werde. „„Die Zahl, die wir heute Morgen gesehen haben – 103 US-Dollar; ein Anstieg um 8 Prozent – spiegelt in keiner Weise wider, was passieren könnte, wenn die USA diese Blockade wirklich durchziehen. Es ergibt eigentlich keinen Sinn. Der Preis müsste bei 140 oder 150 US-Dollar liegen.“” — Jorge Montepeque via Bloomberg Business Reuters und die Irish Times berichteten unter Berufung auf Experten, die Blockade stelle einen kriegerischen Akt dar, der einen dauerhaften Einsatz zahlreicher Kriegsschiffe erfordere. Ein Stopp iranischer Exporte könne das weltweite Angebot um bis zu 2 Millionen Barrel pro Tag reduzieren. Auch die Preise für Agrarrohstoffe stiegen aufgrund von Sorgen über Treibstoff- und Düngemittellieferungen deutlich an, während Anleihen wegen Inflationsängsten verkauft wurden. Montepeque ergänzte, dass sich die Ölpreise für den Rest des Jahres bei etwa 100 US-Dollar stabilisieren könnten, sollte Trump einige seiner Maßnahmen zurücknehmen. 20 (Prozent der weltweiten Energieversorgung) — Anteil der weltweiten Energieversorgung, der täglich die Straße von Hormus passiert 2026-02-28: 70, 2026-03-15: 119, 2026-04-11: 95.20, 2026-04-13: 102.23 Asiatische Märkte unter Druck, ungarischer Forint nach Wahlschock festDie asiatischen Aktienmärkte gaben am Montag breit nach, während Investoren das Scheitern der Verhandlungen und die drohende Blockade bewerteten. Japans Nikkei 225 verlor im Vormittagshandel 1,0 Prozent auf 56.357,40 Punkte, der südkoreanische Kospi sank um 1,1 Prozent auf 5.795,15 Punkte und der Hang Seng in Hongkong verlor laut AP News fast 1,5 Prozent auf 25.513,42 Punkte. Australiens S&P/ASX 200 gab um 0,5 Prozent auf 8.913,50 Punkte nach, während der Shanghai Composite um 0,2 Prozent auf 3.976,57 Punkte sank. Neil Newman, Geschäftsführer bei Astris Advisory Japan, erklärte in Hongkong, der Ausgang der Gespräche sei hinter den Markterwartungen zurückgeblieben. „„Das Ergebnis der Gespräche war sicher nicht das, was man sich erhofft hatte. Im Moment sieht die Lage nicht gut aus. Vor allem die Ölpreise bereiten große Sorge.“” — Neil Newman via AP NEWS Entgegen der allgemeinen Marktschwäche legte der ungarische Forint deutlich zu. Laut Reuters wurde Viktor Orbán bei der Parlamentswahl am Sonntag von der Tisza-Partei unter Führung von Péter Magyar besiegt. Der Anstieg des Forint spiegle die Erwartung wider, dass ein Regierungswechsel die Freigabe zuvor eingefrorener EU-Mittel ermöglichen könnte. Die Wall Street hatte die Vorwoche noch mit Gewinnen beendet, wobei der S&P 500 am Freitag bei 6.816,89 Punkten schloss. Diese Zuwächse basierten jedoch auf einem Optimismus bezüglich der Wochenendgespräche, der sich nun als hinfällig erwies. Nikkei 225: -1.0, Hang Seng: -1.5, Kospi: -1.1, S&P/ASX 200: -0.5, Shanghai Composite: -0.2

Mentioned People

  • Donald Trump — 47. prezydent Stanów Zjednoczonych
  • Abbas Araqchi — Minister Spraw Zagranicznych Iranu
  • Viktor Orbán — 56. premier Węgier, sprawujący urząd od 2010 roku
  • Péter Magyar — Lider partii Tisza na Węgrzech

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