Am 12. und 13. April 2026 hat US-Präsident Donald Trump den amtierenden Papst Leo XIV. als schwach in der Kriminalitätsbekämpfung und inkompetent in der Außenpolitik bezeichnet. Die Äußerungen fielen auf der Plattform Truth Social und vor Journalisten auf der Joint Base Andrews in Maryland. Damit erreicht das angespannte Verhältnis zwischen Washington und dem Vatikan einen neuen Tiefpunkt.
Beispielloser Angriff
Präsident Trump bezeichnet Papst Leo XIV. als inkompetent in der Außenpolitik und schwach bei der Kriminalitätsbekämpfung.
Wahlaussage
Trump behauptet, der Papst sei nur wegen seiner US-Präsidentschaft gewählt worden, um die bilateralen Beziehungen zu steuern.
Religiöse Symbolik
Die Veröffentlichung eines KI-Bildes, das Trump als messianische Heilerfigur zeigt, sorgt für internationale Irritationen.
Konfliktherd Iran
Hintergrund des Streits sind die päpstliche Kritik am Krieg gegen den Iran und Trumps Haltung zu Atomwaffen.
Donald Trump hat am 12. und 13. April 2026 einen weitreichenden öffentlichen Angriff auf Papst Leo XIV. gestartet. In einem ausführlichen Beitrag auf seiner Plattform Truth Social sowie in Erklärungen gegenüber Reportern auf der Joint Base Andrews in Maryland bezeichnete er das Kirchenoberhaupt als „schwach bei der Verbrechensbekämpfung und schrecklich in der Außenpolitik“. Damit markiert er einen beispiellosen Konflikt zwischen einem amtierenden US-Präsidenten und einem regierenden Papst.
Papst Leo XIV., geboren als Robert Francis Prevost am 14. September 1955, ist der erste in den Vereinigten Staaten geborene Papst und besitzt sowohl die US-amerikanische als auch die peruanische Staatsbürgerschaft. Er ist zudem das erste Oberhaupt der katholischen Kirche, das dem Orden der Augustiner angehört. Leo XIV. wurde im Jahr 2025 zum Nachfolger des am 21. April 2025 verstorbenen Papstes Franziskus gewählt. Der seit dem 28. Februar 2026 andauernde Konflikt der Vereinigten Staaten und Israels gegen den Iran wird vom Vatikan kontinuierlich kritisiert. Am 3. April 2026 konnten zwei US-Piloten gerettet werden, nachdem ihre F-15E Strike Eagle über dem Iran abgeschossen worden war.
Trump erklärte gegenüber Journalisten, er sei „kein großer Fan von Papst Leo“. Er beschrieb den Pontifex als eine „sehr liberale Person“ und einen „Mann, der nicht daran glaubt, das Verbrechen zu bekämpfen“. Er warf Leo XIV. vor, „mit einem Land zu spielen, das eine Atomwaffe will“, was eine Anspielung auf den Iran darstellt. Der Präsident verschärfte seine Kritik auf Truth Social und schrieb, er wolle keinen „Papst, der es für in Ordnung hält, dass der Iran eine Atomwaffe besitzt“. Trump beschuldigte den Papst zudem, die amerikanische Militäroperation in Venezuela abgelehnt und sich mit Personen getroffen zu haben, die er als Obama-Sympathisanten bezeichnete. Dabei hob er den demokratischen Strategen David Axelrod hervor, den Trump als einen „linken VERSAGER“ titulierte. Der Vatikan reagierte zunächst nicht auf eine Bitte um Stellungnahme.
Trump behauptet, er habe Leo ins Amt verholfen Die auffälligste Behauptung in Trumps Beitrag auf Truth Social war seine Versicherung, Papst Leo XIV. verdanke seine Wahl ausschließlich Trumps Präsenz im Weißen Haus. „Leo sollte mir dankbar sein, denn wie jeder weiß, war seine Ernennung eine unglaubliche Überraschung. Er stand auf keiner Liste der Papabili und wurde von der Kirche ausschließlich deshalb gewählt, weil er Amerikaner ist; man glaubte nämlich, dies sei der beste Weg, um die Beziehung zu Präsident Donald J. Trump zu gestalten. Wenn ich nicht im Weißen Haus wäre, wäre Leo nicht im Vatikan.” — Donald Trump via ANSA Trump bekundete zudem eine Vorliebe für den Bruder des Papstes, der in mehreren Berichten als Louis identifiziert wurde. Er beschrieb diesen als „vollkommen MAGA“ und schrieb, Louis „verstehe alles“. Trump schloss seinen Beitrag mit der Aufforderung an den Papst, sich „zusammenzureißen“, aufzuhören, der „radikalen Linken zu dienen“ und sich darauf zu konzentrieren, ein „großer Papst zu sein, kein Politiker“. Er warnte, dass das derzeitige Verhalten des Pontifex sowohl Leo persönlich als auch der katholischen Kirche „sehr schweren Schaden“ zufüge.
Papst nannte Iran-Konflikt Tage zuvor „grauenhaft“ Der Angriff folgte auf eine Reihe öffentlicher Erklärungen von Papst Leo XIV., die ihn in direkten Gegensatz zur Politik der Trump-Regierung brachten. In einer Ansprache zum Palmsonntag auf dem Petersplatz erklärte der Papst, dass Gott die Gebete von Anführern ablehne, die Kriege anzetteln und „blutverschmierte Hände“ haben; den Konflikt im Iran bezeichnete er als „grauenhaft“. Leo XIV. hatte zudem Trumps berichtete Drohung, die iranische Zivilisation zu zerstören, als „absolut inakzeptabel“ bezeichnet und den Präsidenten aufgefordert, einen Weg zur Beendigung des Konflikts und zur Verringerung der Gewalt zu finden. Über den Iran-Krieg hinaus hatte der Papst zuvor bereits Trumps Einwanderungspolitik infrage gestellt und bezweifelt, ob eine strikte Durchsetzung der Migrationskontrollen mit der Lebensschutz-Lehre vereinbar sei. „Wer sagt, er sei gegen Abtreibung, aber gleichzeitig die unmenschliche Behandlung von Einwanderern in den Vereinigten Staaten gutheißt, von dem weiß ich nicht, ob er sich wirklich als Lebensschützer bezeichnen kann.” — Pope Leo XIV via La Stampa Der Papst hatte zudem zu einer „tiefgreifenden Reflexion“ über den Umgang mit Migranten in den USA aufgerufen.
Trump veröffentlicht KI-Bild von sich als messianische Figur Zusätzlich zu seinem schriftlichen Angriff teilte Trump auf Truth Social ein KI-generiertes Bild, das ihn in der Rolle einer messianischen Figur zeigt. In der Fotomontage trägt Trump ein weiß-rotes Gewand und legt einem Kranken die Hände auf, umgeben von einer leuchtenden Aura, während ein Soldat, eine Krankenschwester, eine betende Frau und ein Mann mit Baseballkappe zusehen. Im Hintergrund sind die amerikanische Flagge und die Freiheitsstatue zu sehen, während Kampfflugzeuge einen von himmlischem Licht erleuchteten Himmel kreuzen. Das Bild löste laut Berichten von Il Messaggero internationale Reaktionen aus. Trumps Äußerungen auf der Joint Base Andrews erfolgten nach seiner Rückkehr aus Florida und enthielten auch einen separaten Kommentar zu den zwei US-Piloten, die nach dem Abschuss ihrer F-15E Strike Eagle über dem Iran am 3. April 2026 gerettet wurden; er sagte, es gehe ihnen „sehr gut“. Die Gleichzeitigkeit der Ereignisse – die Feier einer militärischen Rettung neben der Denunziation des Papstes – verdeutlichte das Ausmaß der Spannungen im Zusammenhang mit dem laufenden Konflikt der USA und Israels mit dem Iran.
Mentioned People
- Donald Trump — 47. prezydent Stanów Zjednoczonych
- Pope Leo XIV — głowa Kościoła katolickiego i suweren Państwa Watykańskiego
- David Axelrod — były doradca Baracka Obamy
- Barack Obama — były prezydent Stanów Zjednoczonych
Sources: 14 articles
- Luce divina e fedeli in preghiera, Trump come Gesù nell'immagine Ai postata su Truth (Adnkronos)
- Trump carga contra el Papa León XIV por ser 'débil en materia de delincuencia y pésimo en política exterior' (El Periódico)
- Attacco senza precedenti di Trump a Leone: "Non sarebbe Papa senza di me". I vescovi Usa: "Dolore" (La Repubblica.it)
- "Papa Leone non mi piace", l'attacco totale di Trump - Video (Adnkronos)
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- Trump attacca il Papa: "Pessimo e debole in politica estera". E posta la foto choc in cui è raffigurato come Gesù (Il Messaggero)
- Trump: non sono un grande fan di papa Leone XIV (Il Sole 24 ORE)
- Iran, la guerra in diretta: negoziati falliti, via al blocco di Hormuz. Trump attacca Leone XIV: "Senza di me non sarebbe Papa (Fanpage)
- Trump attacca Papa Leone XIV: "È debole e pessimo, se non fossi alla Casa Bianca non sarebbe in Vaticano" (il Giornale.it)