Donald Trump hat angekündigt, geplante Angriffe auf iranische Kraftwerke um fünf Tage zu verschieben. Als Begründung nannte er „sehr gute und produktive Gespräche“ zwischen den Vereinigten Staaten und Iran in den vergangenen zwei Tagen. Teheran wies dies jedoch zurück, Beobachter warfen Trump vor, mit der Ankündigung die Finanzmärkte beeinflussen zu wollen.
Trump meldet angebliche Gespräche
Trump erklärte auf Truth Social, die Vereinigten Staaten und Iran hätten zwei Tage lang „sehr gute und produktive Gespräche“ geführt.
Angriffe um fünf Tage verschoben
Nach Trumps Angaben wies er das Pentagon an, geplante Angriffe auf iranische Kraftwerke um fünf Tage aufzuschieben.
Teheran weist Darstellung zurück
Iranische Quellen bestritten, dass überhaupt Verhandlungen stattgefunden hätten, und widersprachen damit Trumps Darstellung direkt.
Vorwürfe der Marktbeeinflussung
Marktbeobachter warfen Trump vor, mit seinen Beiträgen Rohstoff- und Finanzmärkte beeinflussen zu wollen.
Iran droht mit Vergeltung
Die IRGC und der iranische Verteidigungsrat kündigten Gegenmaßnahmen bis hin zur Verminung des Persischen Golfs an.
Donald Trump hat am Montag erklärt, die Vereinigten Staaten und Iran hätten in den vorangegangenen zwei Tagen „sehr gute und produktive Gespräche“ geführt. Diese hätten auf eine „vollständige und umfassende Beendigung der Feindseligkeiten“ im Nahen Osten gezielt. Zugleich teilte er mit, er habe das Pentagon angewiesen, geplante Angriffe auf iranische Kraftwerke um fünf Tage zu verschieben. Trump veröffentlichte die Ankündigung auf seiner Plattform Truth Social und stellte die Verzögerung als unmittelbare Folge dessen dar, was er als fortlaufenden diplomatischen Fortschritt bezeichnete. Iranische Quellen bestritten jedoch, dass es überhaupt Verhandlungen gegeben habe. Marktbeobachter warfen Trump zudem vor, mit der Mitteilung die Finanzmärkte zu beeinflussen. Die einander widersprechenden Darstellungen haben die Unsicherheit über den weiteren Verlauf des Konflikts verstärkt, der mit Operation Epic Fury am 28. Februar 2026 begann.
Dem Aufschub ging ein 48-Stunden-Ultimatum voraus Trump hatte die Drohung, iranische Kraftwerke anzugreifen, bereits am Samstag ausgesprochen. Auf Truth Social veröffentlichte er ein Ultimatum, in dem er Iran 48 Stunden Zeit gab, die Straße von Hormus vollständig zu öffnen. Diese Passage ist für den weltweiten Rohöltransport von zentraler Bedeutung. Der am Montag angekündigte Aufschub um fünf Tage setzte diese Drohung faktisch aus, wobei Trump die von ihm geschilderten Gespräche als Begründung anführte. Dass Iran bestritt, es habe überhaupt Verhandlungen gegeben, stellte beide Darstellungen in einen offenen Widerspruch. Recherchen in öffentlich zugänglichen Quellen bestätigten, dass Trump erklärte, Iran meine es in den Gesprächen „ernst“, obwohl Teheran diese Darstellung öffentlich zurückwies. Die Vorgänge führten zu Vorwürfen von Marktbeobachtern, Trumps Beiträge hätten eher Rohstoff- und Finanzmärkte bewegen sollen als tatsächliche diplomatische Entwicklungen abzubilden.
Irans Militär reagiert mit weitreichenden Gegendrehungen Während Trump von produktiver Diplomatie sprach, veröffentlichte das iranische Militär eine Reihe verschärfter Warnungen. Die IRGC drohte am Montag, jeder Angriff auf die iranische Energieinfrastruktur werde Vergeltungsschläge gegen Kraftwerke auslösen, die amerikanische Militärstützpunkte in der Region und in Israel versorgten. Der iranische Verteidigungsrat ging noch weiter. Er warnte, im Fall einer amerikanischen Landung auf iranischem Küstengebiet oder auf Inseln werde der gesamte Persische Golf vermint. Die gleichzeitige Zurückweisung von Verhandlungen und die militärischen Drohungen deuteten darauf hin, dass Teheran öffentlich auf demonstrative Unnachgiebigkeit setzte, unabhängig davon, ob es informelle Kontakte im Hintergrund gab. Die Warnungen versetzten amerikanische Verbündete und regionale Partner in erhöhte Bereitschaft, weil eine Störung der Schifffahrtsrouten im Golf befürchtet wird.
Die Militärkampagne der USA und Israels gegen Iran unter der Bezeichnung Operation Epic Fury begann am 28. Februar 2026. Der Oberste Führer Ali Khamenei wurde bei den ersten Angriffen dieser Operation getötet. Sein Sohn Mojtaba Khamenei wurde am 9. März 2026 zum Obersten Führer ernannt. Der Konflikt entwickelte sich vor dem Hintergrund langjähriger Spannungen um Irans Atomprogramm und seine Unterstützung regionaler Stellvertreterkräfte.
Märkte und Verbündete achten auf Hinweise einer tatsächlichen Deeskalation Die widersprüchlichen Signale aus Washington und Teheran ließen Regierungen in der Region und internationale Märkte ohne klare Hinweise zurück, ob es tatsächlich einen diplomatischen Ausweg gibt. Trumps Entscheidung, den militärischen Aufschub als Ergebnis von Gesprächen darzustellen, die Iran nach eigener Darstellung nie geführt hat, schuf eine Lage, in der keine der beiden Versionen auf Grundlage der verfügbaren Quellen unabhängig überprüft werden konnte. Die Straße von Hormus bleibt ein zentraler Punkt der Konfrontation, weil über sie ein erheblicher Teil der weltweiten Ölexporte transportiert wird. Sollte Iran seine Drohung wahr machen und den Persischen Golf verminen, wäre das eine erhebliche Eskalation mit Folgen weit über die beiden Konfliktparteien hinaus. Das von Trump angekündigte Zeitfenster von fünf Tagen dürfte daher von Regierungen und Analysten genau beobachtet werden, um konkrete Hinweise auf Kontakte zwischen beiden Seiten zu erkennen.
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- Donald Trump — 47. prezydent Stanów Zjednoczonych
Sources: 1 articles
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