Wegen des teilweisen Regierungsstillstands in den USA hat Präsident Donald Trump am Montag, 23. März 2026, Einheiten der Immigration and Customs Enforcement an 14 Flughäfen eingesetzt. Zugleich standen wegen unbezahlter TSA-Beschäftigter an den größten Airports des Landes lange Warteschlangen. Am selben Tag kam es am Flughafen LaGuardia zu einer tödlichen Kollision auf der Start- und Landebahn, bei der beide Piloten starben.

ICE-Einsatz an 14 Flughäfen

Trump ließ ICE-Beamte an mehreren großen Flughäfen einsetzen, während TSA-Beschäftigte wegen des Shutdowns unbezahlt arbeiteten.

LaGuardia nach Unfall geschlossen

Bei einer Kollision auf der Landebahn starben beide Piloten, der Flughafen wurde geschlossen und Hunderte Flüge fielen aus.

Nationalgarde als Option

Trump drohte mit dem Einsatz der Nationalgarde, falls der ICE-Einsatz die Lage an den Flughäfen nicht entspanne.

Präsident Donald Trump hat am Montag, 23. März 2026, Mitarbeiter der Immigration and Customs Enforcement an 14 Flughäfen in den US-Bundesstaaten eingesetzt, während ein teilweiser Regierungsstillstand dazu führte, dass rund Beschäftigte der Transportation Security Administration nicht bezahlt wurden und sich an den verkehrsreichsten Flughäfen des Landes die Sicherheitskontrollen über Stunden hinzogen. Tom Homan, der Trump in Migrationsfragen berät und als designierter Grenzbeauftragter gilt, bestätigte den Einsatz. Er umfasste unter anderem den Hartsfield-Jackson in Atlanta, LaGuardia, den JFK und den Newark Liberty International. Trump deutete zugleich an, Flughäfen seien ein „fruchtbares Feld“ für die Durchsetzung des Einwanderungsrechts, und sagte, Beamte könnten dort auf angetroffene undokumentierte Migranten festnehmen, auch wenn Verantwortliche die Hauptaufgabe der Kräfte als Unterstützung beim Personenaufkommen und als Beobachtung der Ausgänge beschrieben.

Die Ankündigung fiel auf denselben Tag, an dem es am Flughafen LaGuardia bei einer Kollision auf der Startbahn zu einem tödlichen Unfall kam. Dabei stieß eine Maschine von Air Canada Express mit einem Feuerwehrauto zusammen, beide Piloten kamen ums Leben, und der Flughafen wurde geschlossen. In der Folge wurden Hunderte Flüge im Raum New York gestrichen.

Der teilweise Regierungsstillstand, der das Department of Homeland Security betrifft, begann nach Angaben von Reuters am 14. Februar 2026. Auslöser war ein tiefer Konflikt zwischen Demokraten und Republikanern im Kongress über die Praxis der Einwanderungsdurchsetzung. Die Demokraten verweigern die Finanzierung des DHS ohne neue Beschränkungen für ICE-Beamte, die Republikaner blockieren diese Auflagen. Der Stillstand hat TSA-Beschäftigte seit mehr als einem Monat ohne Bezahlung arbeiten lassen, was an großen Flughäfen zu einem deutlichen Anstieg der Fehlzeiten geführt hat. Die Kontroverse um die ICE-Einsätze hat sich zusätzlich verschärft, nachdem im Januar 2026 bei Protesten gegen ICE-Aktivitäten in Minneapolis die beiden US-Amerikaner Renee Good und Alex Pretti von Bundesbeamten getötet worden waren.

ICE-Beamte mit Schutzwesten, aber ohne Kontrolle von Passagieren ICE-Beamte in Schutzwesten und mit Pistolen wurden am Montag nach Angaben von Reuters-Zeugen an Sicherheitslinien und Kontrollpunkten in Atlanta, New York und New Jersey gesehen, nahmen aber keine Passagierkontrollen vor. Tom Homan sagte, die Beamten seien mit einfachen Aufgaben betraut worden, etwa mit der Überwachung von Ausgängen, damit TSA-Mitarbeiter sich auf die Sicherheitskontrollen konzentrieren könnten. Keith Jeffries, früher Leiter der TSA-Sicherheitsabteilung am Flughafen Los Angeles International und inzwischen Vizepräsident bei K2 Security Screening, sagte, es gebe „null Chance“, dass ICE-Beamte Röntgengeräte bedienten, Gepäck kontrollierten oder Leibesvisitationen durchführten. TSA-Beschäftigte durchliefen zunächst eine längere Ausbildung im Klassenraum und anschließend wochen- oder monatelange praktische Schulungen. Zach Griff, Reiseanalyst und Autor des Blogs „From the Tray Table“, sagte, er sei von der möglichen Unterstützung der TSA durch ICE-Beamte „erfreut“, betonte aber, dies sei keine echte Lösung, insbesondere nicht bei der Gepäckkontrolle. Trump ordnete an, dass ICE-Beamte an Flughäfen keine Masken oder Sturmhauben tragen dürften. Diese Vorgabe ist im größeren Haushaltsstreit selbst zu einem Konfliktpunkt geworden. Am Flughafen in Atlanta, an dem 42 (percent) — am Sonntag 42 Prozent der TSA-Beschäftigten fehlten, riet der Flughafen den Passagieren, für die Sicherheitskontrolle mindestens vier Stunden einzuplanen. Am Montagnachmittag entfernten Atlanta, LaGuardia und Newark die Angaben zu Wartezeiten vollständig von ihren Internetseiten.

„They're able to now arrest illegals as they come into the country. That's very fertile territory.” — Donald Trump via Reuters

Nationalgarde als Drohung, während die Demokraten nicht nachgeben Trump sagte am Montag, er sei bereit, die Nationalgarde an Flughäfen einzusetzen, falls der ICE-Einsatz nicht ausreiche. Er werde „die Nationalgarde holen, um an Flughäfen zu helfen“, wenn das nötig sei. Verkehrsminister Sean Duffy sagte am Sonntag bei ABC News, die Lage werde sich „verschlechtern“, wenn weitere TSA-Beschäftigte kündigten oder nicht mehr zur Arbeit erschienen. Der demokratische Senator Richard Blumenthal erklärte, die Präsenz von ICE-Beamten an Flughäfen werde „die Verzögerungen nur verschlimmern“, und äußerte Sorge, die Beamten könnten die Identität von Passagieren prüfen. In Washington war kaum ein Ausweg aus dem Haushaltsstreit erkennbar. Trump sagte am Montag, er werde keinem Kompromiss zustimmen, bevor der Kongress nicht eine Reihe von Wahlbeschränkungen beschlossen habe, die die Demokraten ablehnen. Das Weiße Haus habe Gespräche geführt, doch beide Seiten lägen weiter weit auseinander. Am Flughafen San Francisco International ereignete sich am Sonntag ein separater Vorfall, bei dem Bundesbeamte eine Frau festnahmen. Ein Sprecher des Flughafens bestätigte NBC San Francisco jedoch, dass die Festnahme nichts mit dem breiteren ICE-Einsatz an Flughäfen zu tun habe.

„If the leadership was right we wouldn't have circumstances like this.” — John Edwards via Reuters

Zwei Piloten sterben nach LaGuardia-Crash, der das Flughafenchaos verschärft Bei der Kollision am Flughafen LaGuardia, bei der am späten Sonntagabend beim Landen ein Regionaljet von Air Canada Express auf der Start- und Landebahn mit einem Feuerwehrauto zusammenstieß, kamen nach Angaben von Reuters und AP der Pilot und der Co-Pilot des Flugzeugs ums Leben. Dutzende Passagiere wurden verletzt. Der Unfall führte zur Schließung von LaGuardia und löste zu Beginn der Arbeitswoche Hunderte Flugstreichungen aus, was die bereits bestehenden Störungen im gesamten US-Luftverkehr weiter verschärfte. Ein separater Bodenstopp von 35 Minuten am Newark Liberty International Airport am Montagmorgen sorgte für weitere Verzögerungen, nachdem Fluglotsen ihren Tower wegen eines Brandgeruchs aus einem Aufzug verlassen hatten, teilte die Federal Aviation Administration mit. Die Airlines hatten zudem mit steigenden Treibstoffkosten zu tun, die seit dem Beginn der Militäroperationen der US und Kanada gegen den Iran vor mehr als drei Wochen deutlich angezogen haben. United Airlines kündigte am Freitag an, bis in die Sommersaison hinein Flüge zu streichen, und begründete dies mit den hohen Ölpreisen. Die Kombination aus der durch den Shutdown ausgelösten Personalkrise bei der TSA, der umstrittenen ICE-Entsendung, dem Unfall in LaGuardia und den stark gestiegenen Treibstoffkosten setzte das US-Luftverkehrssystem von mehreren Seiten zugleich unter Druck.

Krise an US-Flughäfen — wichtige Ereignisse: — ; — ; — ; —

Mentioned People

  • Donald Trump — 47. prezydent Stanów Zjednoczonych
  • Tom Homan — Szef ds. granicy w drugiej prezydenturze Trumpa i były pełniący obowiązki dyrektora ICE
  • Renee Good — Aktywistka zabita przez federalnych agentów w Minneapolis w styczniu
  • Alex Pretti — Aktywista zabity przez federalnych agentów w Minneapolis w styczniu

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