US-Präsident Donald Trump hat kurz vor Ablauf einer Frist zugestimmt, sein Ultimatum gegen Teheran um 14 Tage zu verlängern. Vorausgegangen war eine Bitte des pakistanischen Premierministers Shehbaz Sharif um mehr Zeit für diplomatische Verhandlungen. Trump hatte zuvor gedroht, eine „ganze Zivilisation“ werde noch am selben Abend vernichtet.
Zweiwöchiger Aufschub
Präsident Trump verlängert das Ultimatum gegen den Iran auf Bitte Pakistans um 14 Tage.
Bedingte Feuerpause
Die Aussetzung der Angriffe ist an die sofortige Öffnung der strategisch wichtigen Straße von Hormus geknüpft.
Internationale Kritik
Sowohl der Papst als auch US-Demokraten verurteilen Trumps Drohung einer Vernichtung der iranischen Zivilisation.
Lage im Iran
Nach fast 40 Tagen Konflikt bilden Zivilisten Menschenketten um Infrastrukturanlagen; die Zahl der Opfer steigt laut NGOs weiter an.
US-Präsident Donald Trump hat am Dienstag zugestimmt, sein Iran-Ultimatum um zwei Wochen zu verlängern. Nachdem der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif öffentlich um mehr Zeit für Diplomatie gebeten hatte, rückte Trump von seiner Drohung ab, dass „eine ganze Zivilisation heute Nacht sterben wird“. Diese Äußerung tätigte er kaum eine Stunde vor Ablauf der Frist um 20:00 Uhr Washingtoner Zeit. Auf seinem Netzwerk Truth Social kündigte Trump an, die Bombardierungen und Angriffe gegen den Iran „für einen Zeitraum von zwei Wochen“ auszusetzen. Bedingung hierfür sei, dass der Iran der „vollständigen, sofortigen und sicheren Öffnung“ der Straße von Hormus zustimme. Damit verschob Trump zum vierten Mal seit Beginn des Konflikts ein Ultimatum; insgesamt war es die fünfte von ihm gesetzte Frist. Bereits zuvor am selben Tag hatten US-Streitkräfte zwei Brücken, einen Bahnhof sowie militärische Ziele auf der Insel Chark – dem wichtigsten iranischen Ölterminal – angegriffen. Der Iran reagierte mit Beschuss in Richtung Israel und Saudi-Arabien, was zur vorübergehenden Sperrung einer wichtigen Brücke führte. Fünf Fristen, vier Verlängerungen – Trumps Muster bei UltimatenDie Abfolge von Ultimaten und Verlängerungen reicht bis in den späten März zurück, als Trump erstmals mit der Bombardierung iranischer Stromversorgungsanlagen drohte. Laut der Zeitung El País sprach Trump am 21. März eine erste Warnung mit einer 48-Stunden-Frist aus, die am 23. März ablief. Er verschob das Vorgehen daraufhin um fünf Tage auf den 27. März, verlängerte dann erneut um zehn Tage bis zum 6. April und schließlich um rund 24 Stunden auf den 8. April, bevor nun die aktuelle zweiwöchige Verlängerung erfolgte. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, bestatigte vier Stunden vor Ablauf der Frist am Dienstag in einer Pressemitteilung, dass Trump über den Vorschlag Pakistans informiert sei und darauf reagieren werde. Gegenüber Fox News erklärte Trump, er befinde sich in „intensiven Verhandlungen“. Auf die Frage von NBC, was er mit der Drohung, eine „ganze Zivilisation“ zu töten, gemeint habe, antwortete er: „„Das müssen Sie schon selbst herausfinden.“” — Donald Trump via La Sexta Das Weiße Haus teilte zudem auf X mit, dass „Jahrzehnte des iranischen Terrorismus unter Trumps Präsidentschaft nicht andauern werden“. Der Iran lehnte den jüngsten US-Vorschlag für einen Waffenstillstand ab und erklärte, er werde die Meerenge nicht unter „Drohungen und Ultimaten“ wieder öffnen. Teheran warnte zudem, dass jeder Angriff eine Reaktion zur Folge hätte, die über die eigenen Landesgrenzen hinausreiche.Zeitstrahl der Iran-Ultimate Trumps: — ; — ; — ; — ; — Papst, Demokraten und der iranische UN-Gesandte verurteilen Trumps RhetorikDie Drohung, eine „ganze Zivilisation“ zu vernichten, löste international scharfe Kritik aus. Papst Leo XIV. bezeichnete die Warnung Trumps laut El País als „unannehmbar“. Mehr als fünfzig demokratische Mandatsträger in den USA forderten öffentlich die Anwendung des 25. Zusatzartikels. Dieser sieht die Amtsenthebung des Präsidenten vor, falls der Vizepräsident dessen Unfähigkeit zur Amtsführung erklärt und eine Zweidrittelmehrheit im Kongress dies bestätigt. Der iranische Vertreter beim UN-Sicherheitsrat, Amir-Saeid Iravani, warf Trump während einer Sitzung zur Straße von Hormus vor, zu „Kriegsverbrechen und einem potenziellen Völkermord“ anzustiften. „„Der Iran wird angesichts solcher grausamen Kriegsverbrechen nicht untätig bleiben. Er wird ohne Zögern von seinem natürlichen Recht auf Selbstverteidigung Gebrauch machen und unmittelbare sowie verhältnismäßige Gegenmaßnahmen ergreifen.“” — Amir-Saeid Iravani via Associated Press Rechtsexperten bezeichneten Trumps Wortwahl in Medienberichten als mögliche Ankündigung eines Genozids. Menschenrechtsorganisationen warnten zudem, dass Drohungen gegen zivile Infrastruktur wie Kraftwerke und Brücken nach internationalem Recht ein Kriegsverbrechen darstellten. Iraner bilden Menschenketten nach fast 40 Tagen militärischer AngriffeIm Iran reagierte die Bevölkerung laut Berichten der Zeitung La Vanguardia aus Teheran mit einer Mischung aus Angst, Resignation und Trotz auf das Ultimatum. Viele Geschäfte im Zentrum Teherans blieben geschlossen; Anwohner berichteten von Evakuierungsanordnungen rund um den Bahnhof und tief fliegenden Raketen sowie Kampfjets über der Stadt. Iranische Behörden riefen junge Menschen dazu auf, Menschenketten um Kraftwerke und andere wichtige Infrastruktureinrichtungen zu bilden, um Angriffe abzuschrecken. In der Nähe des Kernkraftwerks Buschehr wurden Jodtabletten an die Bevölkerung verteilt. 14.000.000 (Menschen) — Iraner, die sich laut dem iranischen Präsidenten freiwillig zum Kampf gemeldet haben. Die Nichtregierungsorganisation Hnara, die Todesfälle während des Konflikts untersucht, bestätigte rund 7.000 Fälle und gab an, an der Dokumentation von mindestens 10.000 weiteren Fällen zu arbeiten. Der Konflikt dauert nun fast 40 Tage an, seit am 28. Februar 2026 die Operation Epic Fury begann. US-amerikanische und israelische Streitkräfte haben bislang iranische Brücken, Kraftwerke, Flughäfen, Radaranlagen und die Ölinfrastruktur auf der Insel Chark angegriffen. Über diese Insel werden laut La Razón 90 Prozent der iranischen Rohölexporte abgewickelt. Trotz der Fristverlängerung hatte der Iran die Bedingungen bis zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch nicht bestätigt, wodurch der Ausgang der diplomatischen Bemühungen ungewiss bleibt.
Mentioned People
- Donald Trump — 47. prezydent Stanów Zjednoczonych
- Shehbaz Sharif — Premier Pakistanu od 2024 roku
- Leo XIV — Głowa Kościoła Katolickiego i suweren Państwa Watykańskiego
- Masoud Pezeshkian — Prezydent Iranu od lipca 2024 roku
- Amir-Saeid Iravani — Przedstawiciel Iranu przy Organizacji Narodów Zjednoczonych
- Karoline Leavitt — Rzeczniczka Białego Domu
Sources: 50 articles
- Trump suspende los "bombardeos y ataques" contra Irán durante dos semanas tras un acuerdo con Pakistán (EL MUNDO)
- Trump acepta extender su ultimátum contra Irán por dos semanas (europa press)
- Trump acepta ampliar dos semanas su ultimátum a Irán a propuesta de Pakistán (LaVanguardia)
- Trump acepta prorrogar el plazo para negociar con Irán (EL PAÍS)
- Esperando el apocalipsis, por Jordi Juan (LaVanguardia)
- En busca de un acuerdo 'in extremis': "negociaciones intensas" entre EEUU e Irán en pleno cruce de ataques en Oriente Medio (LaSexta)
- El representante de Irán ante la ONU denuncia que Trump ha incitado a cometer "crímenes de guerra" (eldiario.es)
- Trump amenaza con matar "toda una civilización" mientras se consumen los plazos de su ultimátum a Irán (eldiario.es)
- A la espera de la "muerte de una civilización" (LaVanguardia)
- El día D de la guerra de Irán: Trump extrema su presión dialéctica y militar sobre Teherán (La Razón)