US-Präsident Donald Trump hat sich am Mittwochabend in einer offiziellen Ansprache zum militärischen Vorgehen der USA und Israels gegen den Iran geäußert. Der Konflikt dauert nun bereits fünf Wochen an, wobei die Schließung der Straße von Hormus weiterhin die globalen Energiemärkte belastet. Trump kündigte an, dass die militärischen Ziele bald erreicht seien und eine Beendigung der Operation binnen zwei bis drei Wochen angestrebt werde.
Ansprache aus dem Weißen Haus
Trump hält seine erste offizielle Rede zur Operation Epic Fury und stellt ein Ende der Kampfhandlungen in zwei bis drei Wochen in Aussicht.
Drohung gegen NATO
Der US-Präsident bezeichnet das Verteidigungsbündnis als „Papiertiger“ und deutet an, dass seine Überlegungen für einen Austritt bereits fortgeschritten seien.
Streit um Waffenruhe
Während Trump ein iranisches Gesprächsangebot behauptet, weist Teheran dies als unwahr zurück und beharrt auf der Sperrung der Straße von Hormus.
Donald Trump hat am Mittwochabend seine erste formelle Ansprache an die Nation zum US-israelischen Krieg gegen den Iran gehalten. Wenige Stunden zuvor hatte er auf seinem Netzwerk „Truth Social“ behauptet, der iranische Präsident Masud Peseschkian habe um einen Waffenstillstand gebeten – eine Darstellung, der Teheran umgehend und entschieden widersprach. Die Rede, die für 21:00 Uhr im Weißen Haus (01:00 Uhr GMT am Donnerstag) angesetzt war, erfolgte in der fünften Woche des Konflikts. Laut der Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, wolle Trump „wichtige neue Informationen zur Lage im Iran“ präsentieren. Ein hochrangiger Regierungsvertreter erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, Trump werde betonen, dass das US-Militär alle gesetzten Ziele erreicht habe, und bekräftigen, dass man den Einsatz in zwei bis drei Wochen abschließen wolle. Dies markiert einen zeremoniellen Kurswechsel gegenüber der Bekanntgabe des Kriegsbeginns, die Trump informell per Video aus seinem Wohnsitz in Florida getätigt hatte – damals in Freizeitkleidung. Der Konflikt, der am 28. Februar unter dem Codenamen Operation Epic Fury gestartet wurde, hat bereits tausende Todesopfer gefordert, die globalen Energiemärkte erschüttert und Trumps Umfragewerte vor den Zwischenwahlen belastet. Widersprüchliche Angaben zum Waffenstillstand, Streitpunkt HormusTrump schrieb auf Truth Social, Peseschkian habe „gerade um einen WAFFENSTILLSTAND gebeten“. Er knüpfte eine Waffenruhe jedoch an die Bedingung, dass die Straße von Hormus wieder geöffnet werde. Andernfalls drohte er damit, den Iran „völlig zu zerstören“. Der iranische Diplomatiesprecher Esmaeil Baghaei wies die Behauptung über ein Gesuch als „falsch“ zurück, wie das iranische Staatsfernsehen berichtete. Peseschkian hatte am Dienstag zwar erklärt, den Krieg beenden zu wollen, dies jedoch an Bedingungen wie Sicherheitsgarantien und Entschädigungszahlungen geknüpft. Die Revolutionsgarden bekräftigten am Mittwoch, dass die Straße von Hormus für „Feinde“ des Iran geschlossen bleibe. Zudem bestätigten sie den Angriff auf einen Öltanker im Golf, der laut Katar von QatarEnergy gechartert war und in katarischen Hoheitsgewässern getroffen wurde. Iranische Raketen und Drohnen trafen zudem ein Reservoir nahe des Flughafengebiets von Kuwait-Stadt. Die Internationale Energieagentur warnte am 1. April, dass die Störungen der Öl- und Gasversorgung im April doppelt so schwerwiegend ausfallen könnten wie im März.Der US-israelische Militäreinsatz gegen den Iran begann am 28. Februar 2026 mit Angriffen, bei denen der Oberste Führer Ali Chamenei getötet wurde. Sein Sohn, Mojtaba Chamenei, wurde am 9. März 2026 zum Nachfolger ernannt. Washington begründete die Operation mit der Zerstörung iranischer Atom- und Raketenpotenziale. Zu Beginn prognostizierte Trump eine Dauer von vier bis sechs Wochen. Der US-Sonderbeauftragte Steve Witkoff steht in Kontakt mit iranischen Vertretern, was Teheran jedoch bisher nicht als substanzielle Verhandlungen einstuft. Trump kritisiert NATO als „Papiertiger“Flankierend zur Iran-Thematik verschärfte Trump den Konflikt mit der NATO. Gegenüber der britischen Zeitung „The Daily Telegraph“ erklärte er, dass er die bloße Prüfung eines US-Austritts bereits hinter sich gelassen habe. „Ich wurde nie von der NATO beeinflusst. Ich wusste schon immer, dass sie ein Papiertiger ist, und Putin weiß das übrigens auch.” — Donald Trump via La Libre.be Auf die Frage, ob er einen Austritt erwäge, antwortete er: „Oh ja, ich würde sogar sagen, es geht über ein einfaches Infragestellen hinaus.“ Trump begründete den Streit unter anderem mit dem Ausbleiben von NATO-Unterstützung bei der Sicherung der Straße von Hormus. Verteidigungsminister Pete Hegseth vermied ein klares Bekenntnis zur Beistandspflicht nach Artikel 5. Ob Trump die USA einseitig aus der Allianz zurückziehen kann, bleibt laut einem Bericht von „SudOuest“ rechtlich ungeklärt. Die Vereinigten Arabischen Emirate boten unterdessen an, sich den US-amerikanischen und israelischen Streitkräften zur Sicherung der Meerenge anzuschließen.Erholung an den Märkten trotz anhaltender SorgenDie europäischen Märkte erholten sich am Mittwoch zeitweise, gestärkt durch die Hoffnung auf eine Deeskalation. Der Preis für ein Barrel Brent sank wieder unter die 100-Dollar-Marke. Dennoch sorgt die faktische Schließung der Straße von Hormus für Inflationsängste. Außenminister Marco Rubio erklärte, man sehe bereits die „Ziellinie“ des Krieges. Trump sagte gegenüber Reuters, die USA würden sich „recht schnell zurückziehen“, behielten sich aber punktuelle Angriffe vor: „Wenn wir es tun müssen, werden wir für gezielte Einzelschläge zurückkehren.” — Donald Trump via LExpress.fr Er behauptete zudem, der Iran werde keine Atomwaffen besitzen, da das Land dazu nun nicht mehr in der Lage sei. Großbritannien kündigte für Ende der Woche ein virtuelles Treffen von etwa 30 Staaten an, um den Seetransport im Golf zu koordinieren. Der iranische Außenminister Abbas Araghchi betonte hingegen, das Vertrauen liege bei „null“, womit die diplomatische Distanz trotz der Signale aus Washington bestehen bleibt.Wichtige Ereignisse im US-Iran-Konflikt: — ; — ; — ; —
Mentioned People
- Donald Trump — Prezydent Stanów Zjednoczonych
- Masoud Pezeshkian — 9. prezydent Iranu
- Esmaeil Baghaei — Rzecznik irańskiej dyplomacji
- Pete Hegseth — 29. Sekretarz Obrony Stanów Zjednoczonych
- Marco Rubio — 72. Sekretarz Stanu USA i pełniący obowiązki doradcy ds. bezpieczeństwa narodowego
- Steve Witkoff — Specjalny wysłannik USA na Bliski Wschód i wysłannik ds. misji pokojowych
- Abbas Araghchi — Minister Spraw Zagranicznych Iranu
Sources: 24 articles
- Cessez-le-feu en Iran, potentielle sortie de l'OTAN... L'allocution de Donald Trump très attendue partout dans le monde (Franceinfo)
- Avant son discours, Trump affirme que l'Iran demande un cessez-le-feu, Téhéran dément (Mediapart)
- Avant son discours, Trump affirme que l'Iran demande un cessez-le-feu, Téhéran dément (Courrier international)
- Guerre au Moyen-Orient : cessez-le-feu, troupes au sol... À quoi s'attendre pour l'allocution de Donald Trump cette nuit ? (Ouest France)
- Donald Trump envisage d'arrêter la guerre en Iran et de sortir de l'Otan (La Libre.be)
- L'Iran dément avoir demandé un cessez-le-feu, comme l'a indiqué Donald Trump (BFMTV)
- Trump affirme que l'Iran demande un cessez-le-feu (Courrier international)
- Guerre au Moyen-Orient: Donald Trump affirme que l'Iran a demandé un cessez-le-feu, les États-Unis exigent la réouverture du détroit d'Ormuz (BFMTV)
- Guerre au Moyen-Orient : Donald Trump affirme que la guerre en Iran sera finie d'ici deux ou trois semaines (Franceinfo)
- EN DIRECT. Donald Trump dit que les États-Unis quitteront l'Iran "très bientôt" (LExpress.fr)